Monats-Archive: März 2010

Semper reformanda

Es scheint, als habe man, nicht nur in religiösen Angelegenheiten, sondern auch überall sonst, beständigen Reformierungsbedarf. Der technische und soziale Fortschritt schläft ebensowenig, auch wenn es manchmal diesen Anschein haben sollte. Immer wieder muss man auch Reformen von Hand anstoßen – zuletzt am KGT die Kalenderreform. Nachdem diese, mit einigem Nachdruck, aber nun erfolgreich angelaufen ist, wurde der Anastratin-Kalender wieder entfernt. Auch ein erster Test von Social Networking per BuddyPress auf der Anastratin-Seite erwies, dass der Aufwand einigermaßen zu hoch ist, die Performanz der Niarts-Datenbankengines dagegen eher im niedrigen Bereich liegt. Bei nur halb so vielen Queries läuft die Anastratin-Webseite doch deutlich zügiger.

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Der Brieffreund

D. hatte einen Freund, der sehr weit wegwohnte und von sich in Anspruch nahm, noch sehr viel mehr als D. zu arbeiten und auch sehr viel wichtigere Dinge. Deshalb fand er nur noch sehr selten den Weg zurück in die Provinz und D. schrieb ihm daher dann und wann allerlei schriftliche Benachrichtigungen, um ihn auf dem Laufenden und die Freundschaft am Leben zu erhalten. Wie es aber so war im Leben, so war D.s Freund alles andere als gesprächig und schrieb ihm nie zurück, beantwortete nicht einmal eine Zeile von D.s Korrespondenz.

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Frühlingsgefühle III

Es war zunächst Sabbat, spät nachmittags schon, der Tag vor dem Palmsonntag und mindestens der dritte, nachdem jene furchtbare Erkältung über ihn gekommen war, da beschloss D., dennoch endlich einen deutlichen Fortschritt in seinem Leben zu wagen, also wieder einmal einen bewusst frühlingshaften Spaziergang anzutreten.  Da er nicht alleine in die inzwischen vielleicht zaghaft angegrünte, leider aber doch weiterhin reichlich feucht verregnete Natur hinausschreiten wollte, begab er sich zu seinem imaginären Lieblingssofa, worauf seine charmante imaginäre Freundin gerade ahndungsvoll einen weiteren imaginären Wollschal in meistenteils undefinierbaren Farben strickte, und D. erkundigte sich höflich, ob sie ihm denn beim Lustwandeln im imaginären Frühlingswetter nicht Gesellschaft leisten mochte.  Er bekam, wie allerdings schon zu erwarten gewesen war, keine Antwort. Weiterlesen

Frühlingsgefühle II

Als D. aber nicht mehr aus noch ein wusste und sich seine getrübten Augen über dem verbitterten Tee einer schlichten Tasse still dämpfender Kräutermischung nur gar kärglich spiegelten, besann er sich, blickte tief in sich hinein und vermeinte sich bewusst zu werden, dass es außer dem Leuchten der Gestirne und der Natur, doch auch andere Lichter und Schattierungen gab, die selbst dann, wenn es, ganz unerwartet, früher schon düster wurde, unentwegt und destotrotz weiter glommen, im Fernen verschwommen sogar mehr noch: klangen, wie man dies auf Basis reiner physikalischer Vermutung nicht erwartet hätte.

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Talentiert im Wald

Tief im Süden Deutschlands, jenseits der schwarzen Wälder, dort, wo sich der Fuchs und die Katz’ “Gute Nacht!” sagen, schlummern verborgene Talente. Denn es ist bei Weitem nicht alles nur hoorig im Alemannenlande, dort gibt es noch viel Interessantes zu entdecken: ein Land der unentdeckten Zungen, denn die Leute können dort nicht etwa nur grölen, jodeln, flöten, pfeifen oder bei Schulfesten ins Röhrchen blasen, sondern teils auch richtig gut singen. Weiterlesen

Bilderli

Schlehenblüte Saltatio Mortis spielt auf img_3950_1024 dsc_0252_1024

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