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	<title>Niarts Anastratin &#187; Reisen</title>
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	<description>Anastratin - das Online-Kulturdings von www.niarts.de</description>
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		<title>Von neuen und alten Mauern</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 18:17:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Beijing]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Chinesische Mauer]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Mauern gibt es viele, besonders in Europas Köpfen, wo man sich gerne nur auf das eigene Ego versieht. Was echte Gemäuer angeht, Architektur, hatte es der letzte Abschnitt der Chinareise in sich &#8211; Reisen weiten ja bekanntlich den eigenen Horizont, weshalb sich eine kleine deutsche Reisegruppe auf den Weg gemacht hatte, um noch etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mauern gibt es viele, besonders in Europas Köpfen, wo man sich gerne nur auf das eigene Ego versieht. Was echte Gemäuer angeht, Architektur, hatte es der letzte Abschnitt der Chinareise in sich &#8211; Reisen weiten ja bekanntlich den eigenen Horizont, weshalb sich eine kleine deutsche Reisegruppe auf den Weg gemacht hatte, um noch etwas vom alten China zu sehen, bevor es ganz modernisiert wäre. Nach einem <a title="Alles für den Kaiser" href="http://www.anastratin.de/2011/09/08/alles-fur-den-kaiser/">Ausflug in den neuen kaiserlichen Sommerpalast</a> ging es im 6. Teil der Chinareise zunächst ins neue Peking, danach nach Badaling, wo sich eine unglaublich lange Mauer in die offenen Weiten Nordchinas erstreckt. Wer bis dahin noch gezweifelt haben sollte, dass China deutlich mehr als ein &#8220;Entwicklungsland&#8221; ist und war, der wurde spätestens hier eines besseren belehrt. Die architektonischen Leistungen sind wahrlich monumental.</p>
<p><span id="more-2613"></span></p>
<div id="attachment_2614" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/Psykopainted_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2614" title="Das sogenannte &quot;Vogelnest&quot;, das Nationalstadion in Peking, errichtet für die olympischen Sommerspiele 2008, ist eines der neuen Wahrzeichen des nordchinesischen Nationalbewusstseins. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/Psykopainted_1024-450x337.jpg" alt="Das sogenannte &quot;Vogelnest&quot;, das Nationalstadion in Peking, errichtet für die olympischen Sommerspiele 2008, ist eines der neuen Wahrzeichen des nordchinesischen Nationalbewusstseins. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Das sogenannte &quot;Vogelnest&quot;, das Nationalstadion in Peking, errichtet für die olympischen Sommerspiele 2008, ist eines der neuen Wahrzeichen des nordchinesischen Nationalbewusstseins. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Chinas moderne Chinesen sind stolz auf ihr Beijing, welches 2008 auch die olympischen Sommerspiele heimatete. Dass die politische Demokratisierung nach westlichen Maßstäben mit der wirtschaftlichen Modernisierung nicht mithalten konnte, wird nach außen hin vielfach durch wahrlich imperiale Architektur überspielt. Damit braucht man sich nicht mehr vor westlichen Augen verstecken. Olympiabauten und der zwischenzeitlich vielfach gereinigte Platz des himmlischen Friedens sind Ort des internationalen Prestiges. Das Nationalstadion in Peking, auch &#8220;Vogelnest&#8221; genannt, ist nur eines von vielen Wahrzeichen des neuen, selbstbewussten Pekings.</p>
<p>Auch kulturell ist die Moderne in Chinas Hauptstadt vollständig angekommen. So prangt hier wie in allen chinesischen Großstädten westliche und asiatische moderne Werbung, selbst die gängigen Fernsehserien wurden übernommen, insbesondere auch die Mangakultur.</p>
<div id="attachment_2615" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_4047_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2615" title="Die große chinesische Mauer ist nach offiziellen Angaben 8851 km lang - ohne Flüsse und Berge wie zerfallene Abschnitte erstreckt sich die Hauptmauer immerhin 2400 km, insbesondere der malerische Abschnitt bei Badaling ist weltberühmt. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_4047_1024-450x305.jpg" alt="Die große chinesische Mauer ist nach offiziellen Angaben 8851 km lang - ohne Flüsse und Berge wie zerfallene Abschnitte erstreckt sich die Hauptmauer immerhin 2400 km, insbesondere der malerische Abschnitt bei Badaling ist weltberühmt. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="305" /></a><p class="wp-caption-text">Die große chinesische Mauer ist nach offiziellen Angaben 8851 km lang - ohne Flüsse und Berge wie zerfallene Abschnitte erstreckt sich die Hauptmauer immerhin 2400 km, insbesondere der malerische Abschnitt bei Badaling ist weltberühmt. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Bei all dem ist man aber auch weiterhin stolz auf die lange Kulturgeschichte. Die Wanli Changcheng, die &#8220;unvollstellbar lange Mauer&#8221; wird nicht nur ständig renoviert, sondern auch von wahren Besucherströmen geradezu bepilgert, was die ständige Reinigung und Renovierung auch unumgänglich macht. Selbst in den frühen Morgenstunden finden sich in Badaling, etwa 70 km von Peking entfernt und der wohl bekannteste Mauerabschnitt der 2400 km langen Hauptmauer schon Scharen von &#8211; meist chinesischen &#8211; Touristen ein.</p>
<div id="attachment_2616" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_4091_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2616" title="Wem die sonnenbeflutete Trasse der chinesischen Nordmauer zu heiß war, kann sich in chinesischen Parkanlagen mit ihren Skulpturen erholen." src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_4091_1024-450x337.jpg" alt="Wem die sonnenbeflutete Trasse der chinesischen Nordmauer zu heiß war, kann sich in chinesischen Parkanlagen mit ihren Skulpturen erholen." width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Wem die sonnenbeflutete Trasse der chinesischen Nordmauer zu heiß war, kann sich in chinesischen Parkanlagen mit ihren Skulpturen erholen.</p></div>
<p>Wem die Touristenströme zuviel werden, dem bietet Peking aber auch einiges an weiteren Parkanlagen an, die nicht nur mit Pflanzen, sondern oft auch Statuetten gefüllt sind, die Ruhe wie Erholung bieten und sich teils auch für allerlei Späße von Touristen eignen.</p>
<p>Viele Fotos vom 6. Teil der Chinareise von Hansjörg Dühning: <a title="Chinareise: Peking bis zur Mauer" href="http://www.anastratin.de/bilderli/?album=3&amp;gallery=29">Peking bis zur Mauer gibt es im Anastratin-Fotoalbum</a>.</p>
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		<title>Alles für den Kaiser&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 06:19:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Sommerpalast]]></category>
		<category><![CDATA[Terrakottaarmee]]></category>
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		<description><![CDATA[Die legendäre Terrakottaarmee gehört sicher zu den Highlights einer jeden Chinareise, so auch der Chinareise von Hansjörg Dühning, der zusammen mit einigen seiner Freunde aufgebrochen war, um noch etwas vom alten China zu sehen, bevor es ganz modernisiert ist. So stand dann auch ein Besuch des Mausoleums von Qin Shihuangdi auf dem Programm. Die Terrakottaarmee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die legendäre Terrakottaarmee gehört sicher zu den Highlights einer jeden Chinareise, so auch der Chinareise von Hansjörg Dühning, der zusammen mit einigen seiner Freunde aufgebrochen war, um noch etwas vom alten China zu sehen, bevor es ganz modernisiert ist. So stand dann auch ein Besuch des Mausoleums von Qin Shihuangdi auf dem Programm.</p>
<p><span id="more-2571"></span></p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3759_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2563" title="Die Terrakottaarmee zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Geschichte Chinas. Und doch macht sie nur einen kleinen Teil der Grabanlage Qin Shihuangdis aus. Der größte Teil des Mausoleums ist noch gar nicht freigelegt... (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3759_1024-450x600.jpg" alt="Die Terrakottaarmee zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Geschichte Chinas. Und doch macht sie nur einen kleinen Teil der Grabanlage Qin Shihuangdis aus. Der größte Teil des Mausoleums ist noch gar nicht freigelegt... (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Neben vielen Terrakottafiguren hat man unter anderem auch lebensgroße Bronzewägen gefunden, die in einer Rekonstruktion im Museum zu bewundern sind. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Die Terrakottaarmee aus Shihuangdis Grab ist zwar nicht die einzige, wohl aber die größte bekannte ihrer Art. Bis heute ist noch ein großer Teil der Grabanlage nicht freigelegt, etwa Dreiviertel der gigantischen Grabanlage, die Forscher gehen hier sehr behutsam vor. Dennoch kann man schon jetzt in mehreren riesigen Hallen gut 1090 lebensgroße Soldaten der insgesamt 7300 Mann umfassenden Tonkriegerarmee betrachten.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3807_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2565" title="Neben vielen Terrakottafiguren hat man unter anderem auch lebensgroße Bronzewägen gefunden, die in einer Rekonstruktion im Museum zu bewundern sind. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3807_1024-450x337.jpg" alt="Neben vielen Terrakottafiguren hat man unter anderem auch lebensgroße Bronzewägen gefunden, die in einer Rekonstruktion im Museum zu bewundern sind. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Neben vielen Terrakottafiguren hat man unter anderem auch lebensgroße Bronzewägen gefunden, die in einer Rekonstruktion im Museum zu bewundern sind. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Um die historischen Artefakte vor der wechselhaften chinesischen Witterung zu schützen, hat man alle Ausgrabungsplätze inzwischen überdacht. Insbesondere die 200 Meter lange und 70 Meter breite Hauptgrubenanlage, die zum Besuchertrakt des Museums gehört, beeindruckt schon allein wegen der riesigen Aluminiumkonstruktion darüber. Wenn man sich allerdings überlegt, dass sich Qin Shihuangdis Grab über mehrere Quadratkilometer erstreckt, verblassen die heutigen Ingenieurskünste vor denen des zweiten vorchristlichen Jahrhunderts.</p>
<div id="attachment_2564" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3766_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2564" title="Nicht nur über der Hauptgrube, sondern auch den anderen Grabungsplätzen hat man zum Schutz der historischen Artefakte Hallen errichtet, die ihrerseits schon von architektonischem Interesse sind. Die Haupthalle besitzt eine 200 Meter lange Aluminiumdecke. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3766_1024-450x337.jpg" alt="Nicht nur über der Hauptgrube, sondern auch den anderen Grabungsplätzen hat man zum Schutz der historischen Artefakte Hallen errichtet, die ihrerseits schon von architektonischem Interesse sind. Die Haupthalle besitzt eine 200 Meter lange Aluminiumdecke. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Nicht nur über der Hauptgrube, sondern auch den anderen Grabungsplätzen hat man zum Schutz der historischen Artefakte Hallen errichtet, die ihrerseits schon von architektonischem Interesse sind. Die Haupthalle besitzt eine 200 Meter lange Aluminiumdecke. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2566" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3772_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2566" title="Archäologie live: Museumsbesuchern können bei den fortlaufenden Ausgrabungen zusehen. Hier sind gerade junge chinesische Archäologiestudenten am Werk. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3772_1024-450x337.jpg" alt="Archäologie live: Museumsbesuchern können bei den fortlaufenden Ausgrabungen zusehen. Hier sind gerade junge chinesische Archäologiestudenten am Werk. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Archäologie live: Museumsbesuchern können bei den fortlaufenden Ausgrabungen zusehen. Hier sind gerade junge chinesische Archäologiestudenten am Werk. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Der Aufwand, der für Chinas ersten historischen Kaiser betrieben wurde, erscheint enorm. Die Kosten müssen gigantisch gewesen sein. Auch in späteren Zeiten ließen sich die chinesischen Kaiser einiges kosten. Das Reich der Mitte, deren Herrscher (wie so oft) sich für die Herrscher der zivilisierten Welt hielten, wollten diesen Anspruch auch in repräsentativen Bauten zum Ausdruck bringen, und nicht erst in solchen für das Jenseits.</p>
<p>Davon zeugen die verbotene Stadt (die wir im letzten Teil des Reiseberichts besuchen) wie auch die kaiserlichen Sommerpaläste, von denen es gleich mehrere gibt. War schon der Palast des Statthalters von Shanghai recht eindrucksvoll, so verblasst sein relativ bescheidener Wohlstand vor den wahrhaft kaiserlichen Dimensionen des neuen kaiserlichen Sommerpalastes Yiheyuan nahe Peking.</p>
<div id="attachment_2567" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3915b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2567" title="Dies ist nur ein Teil des geräumigen neuen Sommerpalastes der chinesischen Kaiser nahe Peking. Die Parkanlagen von Yiheyuan zählen zu den Meisterwerken chinesischer Gartenarchitektur. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3915b_1024-450x300.jpg" alt="Dies ist nur ein Teil des geräumigen neuen Sommerpalastes der chinesischen Kaiser nahe Peking. Die Parkanlagen von Yiheyuan zählen zu den Meisterwerken chinesischer Gartenarchitektur. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dies ist nur ein Teil des geräumigen neuen Sommerpalastes der chinesischen Kaiser nahe Peking. Die Parkanlagen von Yiheyuan zählen zu den Meisterwerken chinesischer Gartenarchitektur. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Vielleicht sollte man hier besser von einer Sommerpalaststadt sprechen. Denn auch diese Anlage sprengt europäische Größendimensionen &#8211; sie erstreckt sich über eine Fläche von 290 ha, die überwiegend mit repräsentativen Bauten und chinesischer Gartenbaukultur gestaltet sind. Mehrfach zerstört und wieder aufgebaut ist sie heute ein beliebter Touristen- und Besuchermagnet.</p>
<div id="attachment_2570" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3904_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2570" title="Kunstvolle Pagoden, reizvolle chinesische Gartenarchitektur und viele, viele Touristen findet man im neuen chinesischen Sommerpalast nahe Peking. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3904_1024-450x337.jpg" alt="Kunstvolle Pagoden, reizvolle chinesische Gartenarchitektur und viele, viele Touristen findet man im neuen chinesischen Sommerpalast nahe Peking. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Kunstvolle Pagoden, reizvolle chinesische Gartenarchitektur und viele, viele Touristen findet man im neuen chinesischen Sommerpalast nahe Peking. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2568" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3892b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2568" title="Der im Sommer mit Lotus teilweise zugewachsene Kunming-See lädt zu Bootsfahrten ein. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3892b_1024-450x300.jpg" alt="Der im Sommer mit Lotus teilweise zugewachsene Kunming-See lädt zu Bootsfahrten ein. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Der im Sommer mit Lotus teilweise zugewachsene Kunming-See lädt zu Bootsfahrten ein. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Ähnlich wie der kaiserliche Hofstaat damals suchen auch heute viele Chinesen hier ein wenig Erholung vor den feucht-heißen Sommern Nordchinas. Der &#8220;Gartenteich&#8221; des Kaisers, der Kunming-See, lädt zu Bootsfahrten ein. Drumherum kann man sich an allerlei kaiserlichen Bauten ergötzen.</p>
<div id="attachment_2569" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3910b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2569" title="Das Marmorschiff erinnert an die damals umstrittene Finanzierung der Palastanlage - Kaiserinwitwe Cixi und Prinz Yi Xuan hatten damals Gelder zur Ausrüstung der Flotte dafür abgezweigt. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3910b_1024-450x337.jpg" alt="Das Marmorschiff erinnert an die damals umstrittene Finanzierung der Palastanlage - Kaiserinwitwe Cixi und Prinz Yi Xuan hatten damals Gelder zur Ausrüstung der Flotte dafür abgezweigt. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Das Marmorschiff erinnert an die damals umstrittene Finanzierung der Palastanlage - Kaiserinwitwe Cixi und Prinz Yi Xuan hatten damals Gelder zur Ausrüstung der Flotte dafür abgezweigt. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Aufgrund der exorbitanten Größe beschränkte sich die Besuchertour auf einen kleinen Ausschnitt der großen Parkanlage mit Blick auf die größten Attraktionen. Denn schließlich neigte sich hier die Reise ihrem Ende entgegen und es standen mit der großen chinesischen Mauer und der verbotenen Stadt noch weitere wichtige Sehenswürdigkeiten auf der Agenda. Doch dazu mehr einandermal&#8230;</p>
<p>Viele <a title="Chinareise: Xi'an und Peking" href="http://www.anastratin.de/bilderli/?album=3&amp;gallery=28">Fotos zum fünften Teil der Chinareise von Hansjörg Dühning: Terrakottaarmee und kaiserlicher Sommerpalast</a> gibt es im Anastratin-Fotoalbum.</p>
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		<title>Geisterstadt und nächtlicher Rummel</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 15:59:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Chongqing]]></category>
		<category><![CDATA[Fengdu]]></category>
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		<description><![CDATA[Mehrere Tage währte die Flussfahrt auf dem Jangtsekiang. Hansjörg Dühning war mit einigen seiner Freunde auf Reisen durch China gegangen, um noch ein wenig vom romantischen China zu sehen &#8211; und hier war er teils tatsächlich fündig geworden, in Seitenarmen und manchen wachen Momenten, wenn mit einem alten Lastkahn ein Stück Geschichte vorbeifuhr. Zur Bootsreise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehrere Tage währte die Flussfahrt auf dem Jangtsekiang. Hansjörg Dühning war mit einigen seiner Freunde auf Reisen durch China gegangen, um noch ein wenig vom romantischen China zu sehen &#8211; und hier war er teils tatsächlich fündig geworden, in Seitenarmen und manchen wachen Momenten, wenn mit einem alten Lastkahn ein Stück Geschichte vorbeifuhr. Zur Bootsreise gehörte aber auch ein Ausflug zur &#8220;Geisterstadt&#8221; Fengdu, bevor es dann nach Chongqing weiterging, wo die moderne Großstadtkultur die Reisenden dann wieder einholte.<br />
<span id="more-2520"></span></p>
<div id="attachment_2521" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3624_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2521" title="Pagoden mit Reisegruppe in der &quot;Geisterstadt&quot; Fengdu am Jangtsekiang in China 2011 (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3624_1024-450x337.jpg" alt="Pagoden mit Reisegruppe in der &quot;Geisterstadt&quot; Fengdu am Jangtsekiang in China 2011 (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Pagoden mit Reisegruppe in der &quot;Geisterstadt&quot; Fengdu am Jangtsekiang in China 2011 (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Fengdu ist keine &#8220;Geisterstadt&#8221; im eigentlichen Sinne, denn einsam wird man hier gewiss nicht. Scharen von Touristen drängen sich zwischen den Schreinen, Pagoden, Tempelchen und Steinfiguren, die dem einstigen Berg den Namen &#8220;Stadt der Geister&#8221; eingebracht haben. Wohl für die Touristen ist auch eine &#8220;Pilgerroute&#8221; vom Sockel bis zur Spitze eingerichtet worden, wo man allerlei &#8220;Prüfungen&#8221; bestehen kann.</p>
<div id="attachment_2522" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3616_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2522" title="Steinerne Dämonin aus Fengdu (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3616_1024-450x600.jpg" alt="Steinerne Dämonin aus Fengdu (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Steinerne Dämonin aus Fengdu (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Vom alten weltlichen Fengdu, welches am einstigen Bergfuß an den Ufern des Jangtsekiang lag, ist freilich nichts mehr zu sehen. Der aufgestaute Fluss hat die Ortschaft, wie manch andere auch, verschlungen. Gegenüber der heiligen Touristenstädte erstreckt sich heute das neue, westlich anmutende Fengdu &#8211; mit schnittigen Hochhäusern, modernen Asphaltstraßen und jeder Menge Verkehr.</p>
<div id="attachment_2523" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3612b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2523" title="Das neue Fengdu wurde erst jüngst anstelle der alten Stadt errichtet, die 2007 in den Fluten des aufgestauten Jangtse unterging. Mehr als 100.000 Menschen fanden hier eine neue Bleibe. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3612b_1024-450x301.jpg" alt="Das neue Fengdu wurde erst jüngst anstelle der alten Stadt errichtet, die 2007 in den Fluten des aufgestauten Jangtse unterging. Mehr als 100.000 Menschen fanden hier eine neue Bleibe. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="301" /></a><p class="wp-caption-text">Das neue Fengdu wurde erst jüngst anstelle der alten Stadt errichtet, die 2007 in den Fluten des aufgestauten Jangtse unterging. Mehr als 100.000 Menschen fanden hier eine neue Bleibe. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2524" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3604_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2524" title="Der Hügel Ming Shan mit seinen vielen buddhistischen und taoistischen Tempeln und schönen Gartenanlagen liegt glücklicherweise oberhalb der Stauwassergrenze. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3604_1024-450x337.jpg" alt="Der Hügel Ming Shan mit seinen vielen buddhistischen und taoistischen Tempeln und schönen Gartenanlagen liegt glücklicherweise oberhalb der Stauwassergrenze. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Der Hügel Ming Shan mit seinen vielen buddhistischen und taoistischen Tempeln und schönen Gartenanlagen liegt glücklicherweise oberhalb der Stauwassergrenze. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Trotz all der Touristen war auch hier der Park mit seinen Tempelchen wieder geradezu erholsam. Nach dem Ausflug nach Fengdu ging es weiter und mit der feierlichen Verabschiedung durch Reiseleitung und Kapitän endete auch die Bootspassage. Danach ging es weiter zur Metropole Chongqing, heute eine Millionenstadt. Neben einer Stadttour mit anschließendem Aufenthalt im Park gehörte auch ein Besuch der hiesigen Markthallen und eine nächtliche Stadttour zum Programm.</p>
<div id="attachment_2525" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3670b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2525" title="Das Stadtzentrum von Chongqing ist nur frühmorgens so menschenleer wie auf diesem Foto. Sonst herrscht - wie überall in China - sehr dichtes Gedränge. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3670b_1024-450x337.jpg" alt="Das Stadtzentrum von Chongqing ist nur frühmorgens so menschenleer wie auf diesem Foto. Sonst herrscht - wie überall in China - sehr dichtes Gedränge. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Das Stadtzentrum von Chongqing ist nur frühmorgens so menschenleer wie auf diesem Foto. Sonst herrscht - wie überall in China - sehr dichtes Gedränge. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2526" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3673_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2526" title="Die Markthallen der Millionenstadt Chongqing versorgen nur einen Teil der Einwohner. Hier ist der Gemüsemarkt zu sehen, der Fleischmarkt dagegen wäre nicht für westliche Augen - nach dem Besuch desselben wurde Hansjörg Dühning sogar zeitweilig Vegetarier, was sonst gar nicht seine Art ist. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3673_1024-450x337.jpg" alt="Die Markthallen der Millionenstadt Chongqing versorgen nur einen Teil der Einwohner. Hier ist der Gemüsemarkt zu sehen, der Fleischmarkt dagegen wäre nicht für westliche Augen - nach dem Besuch desselben wurde Hansjörg Dühning sogar zeitweilig Vegetarier, was sonst gar nicht seine Art ist. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Die Markthallen der Millionenstadt Chongqing versorgen nur einen Teil der Einwohner. Hier ist der Gemüsemarkt zu sehen, der Fleischmarkt dagegen ist nichts für westliche Augen - nach dem Besuch desselben wurde Hansjörg Dühning sogar zeitweilig Vegetarier, was sonst gar nicht seine Art ist. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Morgens und abends kann man viele ältere Chinesen übrigens bei einer besonderen Übung betrachten. Was den Europäer auf den Fotos wie &#8220;Schattenboxen&#8221; vorkommt, ist keinesfalls Tai-Chi, sondern sogenanntes &#8220;Oma-Dancing&#8221;. Hierbei tanzen die chinesischen Senioren teils recht wilde Tänze &#8211; auch westliche &#8211; um sich in Form zu halten. Modischer Tanzsport hat insofern auch klassische Meditationsformen bei der breiten Masse abgelöst.</p>
<div id="attachment_2527" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3713_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2527" title="Nächtlicher Stadtpark von Chongqing (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3713_1024-450x337.jpg" alt="Nächtlicher Stadtpark von Chongqing (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Nächtlicher Stadtpark von Chongqing (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2528" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3750_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2528" title="Tanzen hält schön jung! - Das denken viele Senioren in China und treffen sich täglich morgens und abends zum &quot;Oma-Dancing&quot;, wie hier in Chongqing. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3750_1024-450x337.jpg" alt="Tanzen hält schön jung! - Das denken viele Senioren in China und treffen sich täglich morgens und abends zum &quot;Oma-Dancing&quot;, wie hier in Chongqing. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Tanzen hält schön jung! - Das denken viele Senioren in China und treffen sich täglich morgens und abends zum &quot;Oma-Dancing&quot;, wie hier in Chongqing. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Viele Fotos vom Ausflug nach Fengdu und nach Chongqing gibt es im <a title="Fotos von den Ausflügen nach Fengdu und Chongqing" href="http://www.anastratin.de/bilderli/?album=3&amp;gallery=27">Anastratin-Fotoalbum zu Teil 4</a> der  Chinareise von Hansjörg Dühning.</p>
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		<title>Mit dem Boot auf dem Jangtse-River</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 00:32:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Jangtsekiang]]></category>
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		<description><![CDATA[Noch ein bisschen vom alten China sehen, bevor es ganz modernisiert ist – das war das Motiv der Chinareise von Hansjörg Dühning. Zum klassischen Chinabild gehören auch die nebelverhangenen Klüfte und Schluchten eines der beiden großen chinesischen Flüsse. Besonders der Jangtsekiang, der &#8220;lange Fluss&#8221; &#8211; drittlängster Strom der Erde &#8211; und die einst malerischen drei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch ein bisschen vom alten China sehen, bevor es ganz modernisiert ist – das war das Motiv der Chinareise von Hansjörg Dühning. Zum klassischen Chinabild gehören auch die nebelverhangenen Klüfte und Schluchten eines der beiden großen chinesischen Flüsse. Besonders der Jangtsekiang, der &#8220;lange Fluss&#8221; &#8211; drittlängster Strom der Erde &#8211; und die einst malerischen drei Schluchten. Freilich mussten auch diese inzwischen der moderne Platz machen. Der monumentale Dreischluchtenstaudamm hat im Westen ja für Furore gesorgt.</p>
<p><span id="more-2502"></span></p>
<div id="attachment_2503" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3404_b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2503" title="Es gibt sie noch, die klassischen Ruderkähne auf dem Jangtsekiang. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3404_b_1024-450x252.jpg" alt="Es gibt sie noch, die klassischen Ruderkähne auf dem Jangtsekiang. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="252" /></a><p class="wp-caption-text">Es gibt sie noch, die klassischen Ruderkähne auf dem Jangtsekiang. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Eine Bootsfahrt für Touristen wird heute natürlich weder in einem Kahn gerudert, noch in einer Dschunke durchgeführt, sondern in einer modernen, klimatisierten Touristenfähre, die sich, wie manchmal auch die Landschaft, optisch durchaus Pendants am Rhein annähert. Allerdings ist in China auch hier wieder einmal alles größer und weiter und verschlungener und in einigen der Seitenarme kann man es diesmal tatsächlich auch finden, das gute alte China, wenn man rechtzeitig einen Fotoapparat zückt und sich vom schlechten Regenwetter dabei nicht abschrecken lässt.</p>
<div id="attachment_2504" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3325_b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2504" title="Wie aus dem Bilderbuch - aber wirklich echt. Klassische Flussdschunken vor einem alten chinesischen Fischerdorf am Jangtsekiang trotzen der Moderne 2011. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3325_b_1024-450x300.jpg" alt="Wie aus dem Bilderbuch - aber wirklich echt. Klassische Flussdschunken vor einem alten chinesischen Fischerdorf am Jangtsekiang trotzen der Moderne 2011. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Wie aus dem Bilderbuch - aber wirklich echt. Klassische Flussdschunken vor einem alten chinesischen Fischerdorf am Jangtsekiang trotzen der Moderne 2011. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2505" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3319_b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2505" title="Eine einsame Pagode versinkt im Bergnebel. Bei schönem Wetter kann man an den Ufern des Jangtsekiang auch Makaken, eine Affenart beobachten. In den zahlreichen Flusshöhlen leben immer noch Höhlenfledermäuse. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3319_b_1024-450x465.jpg" alt="Eine einsame Pagode versinkt im Bergnebel. Bei schönem Wetter kann man an den Ufern des Jangtsekiang auch Makaken, eine Affenart beobachten. In den zahlreichen Flusshöhlen leben immer noch Höhlenfledermäuse. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="465" /></a><p class="wp-caption-text">Eine einsame Pagode versinkt im Bergnebel. Bei schönem Wetter kann man an den Ufern des Jangtsekiang auch Makaken, eine Affenart beobachten. In den zahlreichen Flusshöhlen leben immer noch Höhlenfledermäuse. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Neben den Resten des traditionellen China lässt aber auch hier überall die Moderne grüßen. Abenteuerliche Hängebrücken überspannen mancherorts den Fluss. An den Ufern werden Trassen für Asphaltstraßen gebaut, oft jedoch machen Erdrutsche die moderne Ingenieurskunst wieder zunichte. Doch aus den meisten Fischerdörfchen sind an Ufern und Hängen längst Städt mit westlich anmutenden Hochhäusern geworden. Nicht zuletzt der wirklich monumentale Dreischluchtenstaudamm und gigantische Fährschleusen machen klar, dass es keinen Weg zurück mehr ins letzte Jahrtausend gibt.</p>
<div id="attachment_2506" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3353_b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2506" title="Hier sieht es schon moderner aus und so modern oder noch städtischer sind die meisten Ufergemeinden am Jangtsekiang inzwischen ausgebaut. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3353_b_1024-450x300.jpg" alt="Hier sieht es schon moderner aus und so modern oder noch städtischer sind die meisten Ufergemeinden am Jangtsekiang inzwischen ausgebaut. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Hier sieht es schon moderner aus und so modern oder noch städtischer sind die meisten Ufergemeinden am Jangtsekiang inzwischen ausgebaut. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2507" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3370_b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2507" title="Der Dreischluchtenstaudamm ist ein wahrlich gigantisches Bauwerk - und auch immer noch nicht fertig. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3370_b_1024-450x300.jpg" alt="Der Dreischluchtenstaudamm ist ein wahrlich gigantisches Bauwerk - und auch immer noch nicht fertig. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Der Dreischluchtenstaudamm ist ein wahrlich gigantisches Bauwerk - und auch immer noch nicht fertig. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Der Jangtsekiang ist für China heute mehr denn je das, was er auch schon in der Vergangenheit war: Eine sehr wichtige Wasserverkehrsader. In industrialisierten Zeiten hat das ein entsprechendes Verkehrsaufkommen besonders mit Frachtschiffen zur Folge. Auf dem Rhein ist es ja auch nicht viel anders, nur vergleichsweise viel kleiner. Und wie dort gibt teilen sich Industrie und Tourismus ihre Pfründe. Touristisch sind beim Jangtse neben den großen modernen Bauten besonders auch die in den zahlreichen Seitenarmen und Zuflüssen noch vorhandenen idyllischen Momente interessant. Für Touristen wird dort die Idylle teilweise auch wieder inszeniert, so kann man klassische Flussschlepper am eigenen Leibe erfahren, indem man sich mit einem Kahn stromaufwärts ziehen lässt, oder auch fjordähnliche Klippenformationen zur Genüge betrachten.</p>
<div id="attachment_2508" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3417_b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2508" title="Ein malerisches Städtchen in einem Nebenarm des Jangtse (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3417_b_1024-450x337.jpg" alt="Ein malerisches Städtchen in einem Nebenarm des Jangtse (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Ein malerisches Städtchen in einem Nebenarm des Jangtse (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2509" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3468_b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2509" title="Ganz legale &quot;Schlepperbande&quot;, welche Touristen zu Demonstrationszwecken in traditioneller Weise mit Rudern und Seilen den Fluss hinauf zieht. Manchmal singen sie dabei die klassischen Lieder des Volksstamms der Tujia. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3468_b_1024-450x300.jpg" alt="Ganz legale &quot;Schlepperbande&quot;, welche Touristen zu Demonstrationszwecken in traditioneller Weise mit Rudern und Seilen den Fluss hinauf zieht. Manchmal singen sie dabei die klassischen Lieder des Volksstamms der Tujia. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ganz legale &quot;Schlepperbande&quot;, welche Touristen zu Demonstrationszwecken in traditioneller Weise mit Rudern und Seilen den Fluss hinauf zieht. Manchmal singen sie dabei die klassischen Lieder des Volksstamms der Tujia. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2510" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3407_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2510" title="Abenteuerliche Felswände säumen den Nebenfluss des Jangtse, sie stehen zumindest kleineren Fjorden in nichts nach. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3407_1024-450x600.jpg" alt="Abenteuerliche Felswände säumen den Nebenfluss des Jangtse, sie stehen zumindest kleineren Fjorden in nichts nach. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Abenteuerliche Felswände säumen den Nebenfluss des Jangtse, sie stehen zumindest kleineren Fjorden in nichts nach. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Die Reise auf dem Jangtsekiang war dementsprechend bilderreich, was man in einem entsprechend umfangreichen <a title="Der Jangtsekiang im Anastratin-Fotoalbum" href="http://www.anastratin.de/bilderli/?album=3&amp;gallery=26">Fotoalbum zum Teil 3 der Chinareise: Jangtsekiang</a> betrachten kann. Neben Natur- und Technikbetrachtung gab es auch ein Bordprogramm und auch reichlich Gelegenheit, chinesische Küche und besonders chinesischen Tee auszuprobieren. Dazu, wie auch zum Abschluss der Flussfahrt, nämlich den Besuch der &#8220;Geisterstadt&#8221; Fengdu, einandermal&#8230;</p>
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		<title>Über 6000 Jahre chinesische Geschichte in Wuhan</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 12:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Lubei]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Wuhan]]></category>
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		<description><![CDATA[Noch ein bisschen vom alten China sehen, bevor es ganz modernisiert ist – das war das Motiv der Chinareise von Hansjörg Dühning. Doch China ist längst moderne Wirtschaftsnation und Shanghai macht mit seinen Wolkenkratzern New York starke Konkurrenz. Mehr Glück in Sachen altes China hat man in der dreitausend Jahre alten Stadt Wuhan &#8211; dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch ein bisschen vom alten China sehen, bevor es ganz modernisiert ist – das war das Motiv der Chinareise von Hansjörg Dühning. Doch China ist längst moderne Wirtschaftsnation und Shanghai macht mit seinen Wolkenkratzern New York starke Konkurrenz. Mehr Glück in Sachen altes China hat man in der dreitausend Jahre alten Stadt Wuhan &#8211; dort gibt es nämlich zumindest ein sehr hübsches Museum.</p>
<p><span id="more-2488"></span></p>
<div id="attachment_2489" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3191_b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2489" title="Wuhan ist eine Stadt mit langer Geschichte, auf die sie auch sehr stolz ist. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3191_b_1024-450x337.jpg" alt="Wuhan ist eine Stadt mit langer Geschichte, auf die sie auch sehr stolz ist. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Wuhan ist eine Stadt mit langer Geschichte, auf die sie auch sehr stolz ist. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Wuhan, die zweite Station der Chinareise von Hansjörg Dühning, ist mit seinen weit über 4 Millionen Einwohnern freilich auch kein beschauliches Provinzstädtchen mehr. Allerdings ist die Metropole historisch bedeutsam und kann mit einer dreitausendjährigen Stadtgeschichte aufwarten. Die chinesische Geschichte selbst geht natürlich noch viel weiter zurück&#8230;</p>
<div id="attachment_2490" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3205_crop1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2490" title="Das Lubei-Provinzmuseum wartet mit vielen Artefakten zur Früh,- Mittel,- und modernen Geschichte von Wuhan und Umgebung auf. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3205_crop1024-450x282.jpg" alt="Das Lubei-Provinzmuseum wartet mit vielen Artefakten zur Früh,- Mittel,- und modernen Geschichte von Wuhan und Umgebung auf. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="282" /></a><p class="wp-caption-text">Das Lubei-Provinzmuseum wartet mit vielen Artefakten zur Früh,- Mittel,- und modernen Geschichte von Wuhan und Umgebung auf. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Wer sich die sehr lange kulturelle Tradition nicht selbst zusammenklauben möchte, ist mit dem <a title="Das Lubei-Museum im englischsprachigen Chinatravel-Guide" href="http://www.chinatravel.com/hubei/wuhan/attraction/hubei-provincial-museum/" target="_blank">Lubei Provinz-Museum</a> gut bedient, hier findet man auch einiges vom &#8220;guten, alten China&#8221; wieder, feinsäuberlich sortiert und angemessen präsentiert auf über 9000 m². Über 200.000 Relikte von der Jungsteinzeit bis zur Moderne sind hier ausgestellt.</p>
<div id="attachment_2491" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3210_crop_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2491" title="Frühe chinesische Steinstele - obwohl wesentlich älter, erinnern manche der Motive dieser Artefakte an keltische Kunstwerke. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3210_crop_1024-450x405.jpg" alt="Frühe chinesische Steinstele - obwohl wesentlich älter, erinnern manche der Motive dieser Artefakte an keltische Kunstwerke. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="405" /></a><p class="wp-caption-text">Frühe chinesische Steinstele - obwohl wesentlich älter, erinnern manche der Motive dieser Artefakte an keltische Kunstwerke. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2492" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3229_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2492" title="Zu den besonderen Kostbarkeiten des Lubei-Museums zählen neben Grabbeigaben des Fürsten Yi von Zeng auch das Schwert von König Goujian von Yue und der Speer König Fuchais von Wu." src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3229_1024-450x337.jpg" alt="Zu den besonderen Kostbarkeiten des Lubei-Museums zählen neben Grabbeigaben des Fürsten Yi von Zeng auch das Schwert von König Goujian von Yue und der Speer König Fuchais von Wu." width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Zu den besonderen Kostbarkeiten des Lubei-Museums zählen neben Grabbeigaben des Fürsten Yi von Zeng und vielen schönen Bronzeartefakten auch das Schwert von König Goujian von Yue und der Speer König Fuchais von Wu.</p></div>
<div id="attachment_2493" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3259_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2493" title="Wer die chinesische Kultur wirklich verstehen will, der muss ihre Schrift lesen können. Das Lesen dieser frühen Schriftsymbole bereitet aber vielen heutigen Chinesen schon große Probleme. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3259_1024-450x600.jpg" alt="Wer die chinesische Kultur wirklich verstehen will, der muss ihre Schrift lesen können. Das Lesen dieser frühen Schriftsymbole bereitet aber vielen heutigen Chinesen schon große Probleme. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Wer die chinesische Kultur wirklich verstehen will, der muss ihre Schrift lesen können. Das Lesen dieser frühen Schriftsymbole bereitet aber vielen heutigen Chinesen schon große Probleme. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2494" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3248_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2494" title="Eine andere Art von Kultur ist die Tee-Kultur, die in China schon seit Jahrtausenden zelebriert wird. Hier sind einige Teeschälchen aus feinstem chinesischem Porzellan der Qing-Periode (1662-1703) zu bewundern. (Foto: Hansjörg Dühning) " src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3248_1024-450x337.jpg" alt="Eine andere Art von Kultur ist die Tee-Kultur, die in China schon seit Jahrtausenden zelebriert wird. Hier sind einige Teeschälchen aus feinstem chinesischem Porzellan der Qing-Periode (1662-1703) zu bewundern. (Foto: Hansjörg Dühning) " width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Eine andere Art von Kultur ist die Tee-Kultur, die in China schon seit Jahrtausenden zelebriert wird. Hier sind einige Teeschälchen aus feinstem chinesischem Porzellan der Qing-Periode (1662-1703) zu bewundern. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Noch in jüngerer Vergangenheit spielte sich hier bedeutsame Geschichte ab: Nahm doch vor hundert Jahren die chinesische Revolution hier ihren Ausgang. Eine aktuelle Ausstellung beschäftigt sich zur Zeit auch mit der Revolution von 1911, welche dieses Jahr ihr hundertjähriges Jubiläum feiert.</p>
<div id="attachment_2495" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3260_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2495" title="Aus jüngerer Zeit stammen diese Uniformen, die sich sichtlich an den europäischen &quot;Kolonisatoren&quot; orientieren. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3260_1024-450x600.jpg" alt="Aus jüngerer Zeit stammen diese Uniformen, die sich sichtlich an den europäischen &quot;Kolonisatoren&quot; orientieren. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Aus jüngerer Zeit stammen diese Uniformen, die sich sichtlich an den europäischen &quot;Kolonisatoren&quot; orientieren. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Viele, viele weitere Fotos vom Ausflug nach Wuhan gibt es im <a title="Wuhan im Anastratin-Fotoalbum" href="http://www.anastratin.de/bilderli/?album=3&amp;gallery=25">zweiten Teil des China-Fotoalbums: Wuhan</a>.</p>
<p>Weiter geht es im dritten Teil der Chinareise mit einer mehrtägigen Flussfahrt auf dem Jangtsekiang, dem drittlängsten Strom der Erde.</p>
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		<title>Grüße aus Shanghai</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 12:38:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Shanghai]]></category>
		<category><![CDATA[Wolkenkratzer]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Noch ein bisschen vom alten China sehen, bevor es ganz modernisiert ist – das war das Motiv der Chinareise von Hansjörg Dühning. Doch in Shanghai grüßt der Westen überall, größer und sicher moderner als das Original. Von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer ging es im ersten Teil der Chinareise, oft im Smog der Industriestadt.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2471" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/china-shanghai-skyline.jpg"><img class="size-full wp-image-2471" title="Skyline von Shanghai im Sommersmog" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/china-shanghai-skyline.jpg" alt="Skyline von Shanghai im Sommersmog" width="450" height="234" /></a><p class="wp-caption-text">Skyline von Shanghai im morgendlichen Sommersmoggewand (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Noch ein bisschen vom alten China sehen, bevor es ganz modernisiert ist &#8211; das war das Motiv der Chinareise von Hansjörg Dühning. Doch in Shanghai grüßt der Westen überall, größer und sicher moderner als das Original. Von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer ging es im ersten Teil der Chinareise, oft im Smog der Industriestadt.</p>
<p><span id="more-2470"></span></p>
<div id="attachment_2472" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_2885_450.jpg"><img class="size-full wp-image-2472" title="Wolkenkratzerlandschaft" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_2885_450.jpg" alt="Wolkenkratzerlandschaft" width="450" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Wolkenkratzerlandschaft - fast wie Manhattan, nur viel größer... (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Antike Pagoden gibt es nur noch als Nachbau für Touristen oder als museale Stätte &#8211; wie der Palast des Statthalters. Hier und da gibt es auch noch Tempelanlagen. Wer aber daran gezweifelt hat, dass die Moderne in China längst Einzug gehalten hat, der wird eines Besseren belehrt. Allerdings ist Shanghai ja auch die größte Industriemetropole des Landes.</p>
<div id="attachment_2473" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3033_450.jpg"><img class="size-full wp-image-2473" title="Restaurant im antiken Stil" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3033_450.jpg" alt="Restaurant im antiken Stil" width="450" height="338" /></a><p class="wp-caption-text">Nur wenige Gebäude in Shanghai sind noch im antiken Stil gebaut, so wie dieses, in welchem sich heute ein Restaurant befindet. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Viele Fotos aus Shanghai <a title="Fotos aus Shanghai" href="http://www.anastratin.de/bilderli/?album=3&amp;gallery=24">(Chinareise, Teil 1) gibt es im Anastratin-Fotoalbum</a>.</p>
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		<title>I&#8217;m all at sea</title>
		<link>http://www.anastratin.de/2010/08/27/im-all-at-sea/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 08:48:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflug]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensee]]></category>
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		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Unteruhldingen]]></category>
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		<description><![CDATA[Das letzte Aufgebot des Sommers: Einmal noch 30 Grade und Sonnenschein. Sonne, Strand und ein Hauch von Meer. Das war der 26. August 2010. Man muss es ja auch nutzen, denn die Schmuddelwetterzeit naht. Regentief Cathleens Rückseite würde den Sommer schon wegspülen, wie anderorts in Deutschland schon passiert. Doch im tiefen Süden, da war am Donnerstag noch einmal richtig Sommer. Sommer genug, für eine Bootsfahrt "all at sea", allein zwar, aber zusammen mit dem lieben Fotoapparat, von Konstanz mit ein paar Zwischenhalten in Meersburg und Mainau nach Unteruhldingen und von dort per Pedes wieder nach Meersburg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das letzte Aufgebot des Sommers: Einmal noch 30 Grade und Sonnenschein. Sonne, Strand und ein Hauch von Meer. Das war der 26. August 2010. Man muss es ja auch nutzen, denn die Schmuddelwetterzeit naht. Regentief Cathleens Rückseite würde den Sommer schon wegspülen, wie anderorts in Deutschland schon passiert. Doch im tiefen Süden, da war am Donnerstag noch einmal richtig Sommer.</p>
<p><span id="more-1637"></span></p>
<p>Sommer genug, für eine Bootsfahrt &#8220;all at sea&#8221;, allein zwar, aber zusammen mit dem lieben Fotoapparat, von Konstanz mit ein paar Zwischenhalten in Meersburg und Mainau nach Unteruhldingen und von dort per Pedes wieder nach Meersburg. Zuletzt dann noch zurück nach Konstanz, wo es ja einige schöne Kirchlein gibt, beispielsweise St. Stephan, genau vier Monate vor dem St. Stephanstag ein passender Moment, oder das Konstanzer Münster.</p>
<p>Die Reise begann natürlich in Lauchringen, von dort, nachdem in letzter Minute der Fahrkartenautomat noch frei wurde, ging es dann erst mal nach Tiengen &#8211; da der Interregionalexpress ja nicht in Lauchringen hält &#8211; und dann mit selbigem, der weil man wieder einen Wagen weggespart hatte reichlich überfüllt war, nach Singen. (Immerhin versüßte ein gesprächiges Zufallstreffen im Zug ein wenig die lange Steherei: Ein Kollege, der ein recht großes Wassermodellflugzeug ausprobieren wollte, stieg in Erzingen zu.)</p>
<div id="attachment_1638" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0006_450.jpg"><img class="size-full wp-image-1638 " title="Konstanzer Hafenmohle mit einfahrendem Schiff" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0006_450.jpg" alt="Konstanzer Hafenmohle mit einfahrendem Schiff" width="450" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Konstanzer Hafenmohle mit einfahrendem Schiff - da naht sie am Hafeneingang zwischen Imperia-Statue und Hafenmeistertürmchen: die &quot;Überlingen&quot;, eines der größeren Schiffe der weißen Flotte. Mit ihr ging es dann Richtung Überlingen.</p></div>
<p>Ab Singen ging es dann mit dem &#8220;Seehaas&#8221; weiter bis nach Konstanz. Hier tummelten sich eine ganze Menge Touristen aus aller Herren Länder, die wohl auch noch einmal ein wenig Sommer kosten wollten. Drum durfte man hier gleich wieder stehen, zunächst mal in einer langen Schlange zum Schifffahrtsfahrkartenservice, danach beim Einlass zum Schiff. Es war die &#8220;Überlingen&#8221;. Die Mittagsverbindung um 12:06 Uhr war allerdings immerhin noch so frei, dass man sich auf dem Schiff selbst ungehindert bewegen und auf jedem Deck auch noch Sitzplätze finden konnte, was sehr praktisch ist, wenn man fotografierend unterwegs ist.</p>
<div id="attachment_1639" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0022_450.jpg"><img class="size-full wp-image-1639" title="Blauer gehts kaum: der Bodensee Richtung Schweiz an einem lauen Augustsommertag" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0022_450.jpg" alt="Blauer gehts kaum: der Bodensee Richtung Schweiz an einem lauen Augustsommertag" width="450" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Blauer gehts kaum: der Bodensee Richtung Schweiz am lauen 26. August 2010 - auch viele Yachtensegler machten sich noch einmal einen schönen Sommersegeltag.</p></div>
<p>Der See erstrahlte an diesem Donnerstagmittag noch einmal in strahlendem Blau, der Horizon leicht dunstig, sodass sich vom südlichen Gebirge nur schemenhafte Züge erkennen ließen, die vor den weißen Segeln diverser Yachten aber doch sehr malerisch wirkten. Über das Wasser, das kaum Seegang hatte, huschten schemenhaft funkelnde Sternchen, am Himmel zeichneten sich zunächst nur laue Schleierwölkchen ab &#8211; vom nahenden Regentief war noch keine Spur zu erkennen. Die Sonne schien warm, der feuchte Fahrtwind kühlte, sodass es den Gästen nicht zu heiß wurde.</p>
<div id="attachment_1640" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0037_450.jpg"><img class="size-full wp-image-1640" title="Erster Zwischenstopp in Meersburg: Schon am Morgen versammelten sich viele Menschen an den Landungsstegen." src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0037_450.jpg" alt="Erster Zwischenstopp in Meersburg: Schon am Morgen versammelten sich viele Menschen an den Landungsstegen." width="450" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Erster Halt in Meersburg: Schon am Morgen versammelten sich viele Menschen an den Landungsstegen.</p></div>
<p>Zwei Zwischenstopps legte das Schiff ein: Einen in Meersburg, wo man schon einmal schön die historische &#8220;Skyline&#8221; betrachten konnte, den zweiten auf der Insel Mainau, wo, wie diversen Plakaten zu entnehmen war, noch bis 29. August eine Ausstellung über &#8220;Energien der Zukunft&#8221; stattfinden würde, was zugegeben auch ein nettes Ausflugsziel gewesen wäre. Doch die Fahrt ging weiter bis nach Unteruhldingen, der Heimat der berühmten Pfahlbauten. Ein Stück weiter räckelte sich das Kloster Birnau in der Sonne. (Auch das wäre ein schönes Ausflugsziel gewesen.)</p>
<div id="attachment_1641" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0055_450.jpg"><img class="size-full wp-image-1641" title="Die berühmten Pfahlbauten in Unteruhldingen" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0055_450.jpg" alt="Die berühmten Pfahlbauten in Unteruhldingen" width="450" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Die berühmten Pfahlbauten in Unteruhldingen</p></div>
<p>Auch Unteruhldingen strotzte nur so vor Sommerlaune. Vor tiefblauem Himmel und himmelblauem See taumelten die Yachten vor sich her, viele Familien mit Kindern amüsierten sich am und im Wasser und man hatte so das Gefühl, der Sommer könnte nie zuende gehen.</p>
<div id="attachment_1642" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0061_450.jpg"><img class="size-full wp-image-1642" title="Yachten bummeln sommerlich im Hafen von Unteruhldingen herum." src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0061_450.jpg" alt="Yachten bummeln sommerlich im Hafen von Unteruhldingen herum." width="450" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Yachten bummeln sommerlich im Hafen von Unteruhldingen herum.</p></div>
<p>Trotzdem ging es am Seepfad dann weiter Richtung Meersburg. Der Weg ist weitestgehend als Radweg ausgelegt (und als solcher eher zu empfehlen denn als Fußweg), es zweigt dort aber auch ein Uferweg ab, der viele Ausblicke auf den See zulässt, zumindest an den Stellen, die nicht schon von Badenden belegt sind. Von dort kann man, je näher man Meersburg kommt, auch dem Fährbetrieb zusehen.</p>
<div id="attachment_1643" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0092_450.jpg"><img class="size-full wp-image-1643" title="Der Bodensee bei Meersburg zwischen Zweigen betrachtet, im Hintergrund eine Fähre." src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0092_450.jpg" alt="Der Bodensee bei Meersburg zwischen Zweigen betrachtet, im Hintergrund eine Fähre." width="450" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Der Bodensee bei Meersburg zwischen Zweigen betrachtet, im Hintergrund eine Fähre.</p></div>
<p>Meersburg selbst zeigte sich als Touristenmetropole. Die meisten, die hier flanierten &#8211; und es waren viele &#8211; kamen von auswärts. Man durchstöberte die Stadt die engen und steilen Gassen entlang, die von allerlei touristischen Krimskramsläden gesäumt werden.</p>
<div id="attachment_1644" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0120_450.jpg"><img class="size-full wp-image-1644" title="Die Burg Meersburg bei Meersburg" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0120_450.jpg" alt="Die Burg Meersburg bei Meersburg" width="450" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Die Burg Meersburg bei Meersburg</p></div>
<p>Stellenweise erheiterten Gaukler und Artisten das hochsommerliche Publikum. Zumindest versuchten sie es. Auf der Sonnenseite gelegen war es nämlich in der kleinen Burgstadt ziemlich heiß. Die wenigen Schattenplätze waren alle belegt, zumindest die mit Blick aufs Binnenmeer. Auf der Nordseite des neuen Schlosses war neben einer jungen Familie aber noch ein Platzerl frei, von dem aus man einem Radiomoderator bei seinen Ansagen zu seiner Deutsche-Einheits-Jubiläums-Städtetour zusehen konnte. Im neuen Schloss selbst lief eine Ausstellung zum Thema &#8220;Leonardo da Vinci&#8221;. Das Gebäude wird derzeit allerdings renoviert, sodass es weniger fotogen wirkte als zu früheren Gelegenheiten.</p>
<div id="attachment_1645" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/harlekin450.jpg"><img class="size-full wp-image-1645" title="Ein Pantomime stellt sich für den Fotografen in Pose" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/harlekin450.jpg" alt="Ein Pantomime stellt sich für den Fotografen in Pose" width="450" height="446" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Pantomime stellt sich für den Fotografen in Pose.</p></div>
<p>Da das Städtchen doch recht voll wirkte, nahm ich die Rückfahrt per  Schiff dann etwas früher als geplant in Angriff (die Schlangen am Kai  waren hier trotz doppelter Verbindung auch dreimal so lange) und  schlenderte dafür etwas länger in Konstanz herum. Zumal es hier mehrere  Kirchen zu betrachten gibt, beispielsweise die ältere Stephanskirche  oder auch das Konstanzer Münster. Letzteres wirkte inwendig aber  ungewohnt dunkel, womöglich durch den frühabendlichen Einfall des  Lichts.</p>
<div id="attachment_1646" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0185_450.jpg"><img class="size-full wp-image-1646" title="Front des Konstanzer Münsters im frühabendlichen Sonnenlicht" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0185_450.jpg" alt="Front des Konstanzer Münsters im frühabendlichen Sonnenlicht" width="450" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Front des Konstanzer Münsters im frühabendlichen Sonnenlicht</p></div>
<p>Auch die Konstanzer Straßenzüge wurden von Musikanten gesäumt, doch merkt man der Stadt recht schnell an, dass sie nicht nur Touristenziel, sondern auch Universitätsstadt ist, denn selbst das Repertoire der Straßenmusikanten unterscheidet sich merklich: Hier wurde Jazz gejammt oder Bachpräludien zum Besten gegeben &#8211; letzteres wirkt auf einem Schifferklavier durchaus interessant.</p>
<div id="attachment_1647" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0195_450.jpg"><img class="size-full wp-image-1647" title="Die Abendsonne scheint auf die Kanzel im Konstanzer Münster." src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0195_450.jpg" alt="Die Abendsonne scheint auf die Kanzel im Konstanzer Münster." width="450" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Die Abendsonne scheint auf die Kanzel im Konstanzer Münster.</p></div>
<p>Jeder Tag, auch der letzte im Sommer, findet irgendwann sein Ende und dies war auch am 26. August gegen Abend der Fall. Die Rückfahrt über Radolfzell per Seehaas und später mit dem IRE gestaltete sich unkompliziert. Doch sank der Luftdruck kontinuierlich und der Himmel bezog sich zunehmend und zeigte das unaufhaltsame Ende dieses Tagessommers an.</p>
<div id="attachment_1651" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/verwirrtetaubeinkonstanz-450.jpg"><img class="size-full wp-image-1651" title="Eine Taube wundert sich über wasserspeiende Seehäslein." src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/08/verwirrtetaubeinkonstanz-450.jpg" alt="Eine Taube wundert sich über wasserspeiende Seehäslein." width="450" height="268" /></a><p class="wp-caption-text">Eine Taube wundert sich über wasserspeiende Seehäslein.</p></div>
<p>Immerhin, einen Tag Sommer haben wir so noch rausholen können&#8230; <img src='http://www.anastratin.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Norden, nördlicher, Kap. 3</title>
		<link>http://www.anastratin.de/2008/08/21/norden-nordlicher-kap-3/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 09:26:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Norden]]></category>
		<category><![CDATA[Ostfriesland]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
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		<description><![CDATA[Teil drei des Reiseberichtes: Mittwoch, 13.08.08 Mit zu wenig Schlaf kommt wenig Freude auf, darum fühlte ich mich am gesamten Mittwoch recht elend, wobei auch das miese Wetter und meine Fußverletzung kräftig mithalfen. Während sich meine Füße nur ziemlich bedenklich anfühlten vom vielen Laufen &#8211; ein Königreich für ein Fahrrad! &#8211; war das Wetter katastrophal. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-191" title="Norderney, am Strand" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2008/08/norderneystrand-2-400.jpg" alt="" width="400" height="402" /></p>
<h2>Teil drei des Reiseberichtes: Mittwoch, 13.08.08</h2>
<p>Mit zu wenig Schlaf kommt wenig Freude auf, darum fühlte ich mich am gesamten Mittwoch recht elend, wobei auch das miese Wetter und meine Fußverletzung kräftig mithalfen. Während sich meine Füße nur ziemlich bedenklich anfühlten vom vielen Laufen &#8211; ein Königreich für ein Fahrrad! &#8211; war das Wetter katastrophal. Mehrmals kamen wir in heftige Schauer und wurden ganz verregnet. Dabei hatte der Wetterbericht ganz anderes versprochen gehabt für den Inseltag!</p>
<p><span id="more-184"></span><br />
Auf dem Programm stand heute die Norderney, &#8220;Nordens neue Insel&#8221;. Um sie zu besuchen begaben wir uns zunächst zum Marktplatz in Norden, wo wir bei der Kurverwaltung eine leicht vergünstigte Tageskarte für die Fahrgesellschaft kauften. (Die Kurtaxe für Norderney war inklusive, damit hätte man bestimmt noch manch andere hübsche Sachen anstellen können, wäre der Tag ein anderer gewesen.) Danach fuhren wir per Bus zur Mole, wo wir in eine der Frisia-Fähren stiegen, die aber schon ziemlich mit Touris überfüllt war. Mein Bruder wollte unbedingt auf das Promenadendeck, mir jedoch war das zu zugig und etwas zu weit oben, mir wurde schon von der Treppe ganz schwindelig.</p>
<p>Da das Mitteldeck schon mit lauter Gestalten überrannt war, zog ich mich auf das Unterdeck zurück, wo man durch die Bullaugen nicht viel sehen konnte außer dem einen oder anderen Brecher. Doch die Sitze waren dort gepolstert und sehr bequem. Eine Gruppe von munteren Italienern setzte sich um mich herum, &#8220;kesselte&#8221; mich ein, wie ihre Reiseleiterin es selbst nannte, begannen gleich heiter zu schwadronieren, was mich nicht weiter störte, da ich ihre Sprache ja nicht verstand. So konzentrierte ich mich darauf, nicht gleich einzuschlafen, was schwer war, da die Fähre zunehmend ins Schaukeln geriet wie eine Wiege. Doch nach 50 Minuten war die Überfahrt überstanden, auch wenn ich nun seehundemüde war und meine drei Frühstückskaffeetassen gänzlich ihre Wirkung verloren hatten.</p>
<p>Mit weiterhin schmerzenden Füßen schritt ich später über die Promenade von Norderney-Stadt, mein Bruder versuchte mich mit Worten aufzuheitern, was ihm allerdings nicht so recht gelang. In einem billigen Fischrestaurant servierte uns ein jugendlicher Kellner das Mittagessen. Leider muss ich sagen, dass ich in den Restaurants an der Nordseeküste enttäuscht wurde. Hier nahm ich ein Schollenfilet mit preußischem Kartoffelsalat zu mir, doch zuhause mit geeigneter Küche hätte ich beides sicherlich wesentlich besser hingekriegt. Am Vortag war ich schon herbe vom Seelachs enttäuscht gewesen. Die Unsitte, allen Fisch zu panieren, kann ich wirklich nicht nachvollziehen, zumal wenn er danach auch noch fritiert wird. Abgesehen davon, dass das Endergebnis viel zu fett ist, geht dabei jeglicher Individualgeschmack verloren. Doch wir waren wohl einfach in den falschen Restaurants &#8211; am letzten Tag fand mein Bruder noch ein besseres, doch da war mein Magen dann schon hinüber.</p>
<p>Nach dem Essen schritten wir am Nordstrand entlang und wollten Richtung Oststrand, teils aber, weil der jugendliche Kellner uns Seemannsgarn von bevorstehenden Stürmen aufgetischt hatte &#8211; es sei bereits eine Sturmwarnung ausgegeben worden und der Fährbetrieb würde gleich eingestellt &#8211; als Südlichter wussten wir nicht so recht, was wir davon zu halten hatten, teils auch, weil meine Füße auf der steinernen Uferbefestigung zunehmend nachgaben, kamen wir nicht sehr weit.</p>
<p>So machten wir beim Nordbad etwa in Höhe des Denkmals StoppÂ  und logierten zunächst auf dem Wellenbrecher, wo ich mein Handtuch ausbreitete und etwas zu ruhen versuchte. Da mein Bruder wohl ein schlechtes Gewissen hatte wegen der durchsägten Nacht, mietete er einen Strandkorb an, es war die Nr. 70. So kam ich doch noch zu einem Augenblick Strandurlaub am Meer. Zum Baden war es jedoch viel zu kalt und hinter uns braute sich ein grausliges Schauerwetter zusammen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-192" title="Strandkorbidyll" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2008/08/norderneystrandkorb70-hjd.jpg" alt="" width="400" height="533" /></p>
<p>Nach einer halben Stunde Strandkorbidyll ergriffen wir deshalb die Flucht, kamen schon auf den Dünen dennoch in einen gräulichen Graupelschauer, der uns zerzauste und einweichte. Wir verzichteten auf die weiße Düne, Aussichtsplattform und Leuchtturm, triefend begaben wir uns dann zurück in Richtung Mole. Das war auch besser so, denn auf dem Rückweg musste ich meine Schuhe ausziehen, weil es mit einfach nicht mehr ging. Also versuchte ich es zunächst barfuß, dann in den neuen Sandalen, was so halbwegs klappte. Ich muss aber dennoch ziemlich verwüstet ausgesehen haben, was mir viele mitleidige Blicke verschaffte. Weil wir die nächste Fähre lahmenderweise verpasst hatten, warteten wir im Hafenrestaurant, wo mich ein großer Milchkaffee davor bewahrte, an Ort und Stelle einzunicken.</p>
<p>In der Fähre dann, die wiederum überfüllt war, diesmal aber wohl auch größer als die erste, trennte ich mich wiederum von meinem Bruder und fand nun auch im Bordrestaurant einen Platz. Dort bestellte ich spontan eine große Tasse heiße Schokolade, die ich dann 10 Minuten lang genüsslich nippte. Es war eine gute Idee gewesen, Schokolade hat etwas besonderes an sich, vielleicht sogar magisches. Ich erinnere mich, dass ich schon als Kind vor vielen, vielen Jahren heiße Schokolade auf einem Schiff getrunken hatte, doch es war auf dem Schwabenmeer und zusammen mit meinen Großeltern, bei einer Rundfahrt Richtung Bregenz. Das war auch sehr schön gewesen &#8211; und mit der Schokolade und den Erinnerungen gewann ich neue Kraft.</p>
<p>Die Erinnerung sei das einzige Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden könne, habe ich im alten KGT-Gästebuch vor einiger Zeit mal in einem Beitrag eines Abiturienten gelesen &#8211; nun, das stimmt nicht ganz, auch Erinnerungen können verloren gehen. Das wurde mir klar, als ich während meines Studiums neben einer Alzheimerpatientin lebte. Insofern liegt Jean Paul leider ziemlich falsch. Symptomatischerweise ging auch kurz darauf der Gästebucheintrag verloren &#8211; das war kurz vor dem Webmasterwechsel. Um schlimmeres zu verhindern, habe ich das KGT-Gästebuch dann auch gleich durch ein neues ersetzt, in der Hoffnung, damit zumindest das digitale Alzheimer besiegt zu haben.</p>
<p>Erinnerungen wertschätze ich sehr, obwohl sie wie gesagt nicht ewig sind. Aber immerhin können Erinnerungen und Assoziationen einen Menschen über manchen Misserfolg hinwegtrösten, außerdem lassen sie Verbindungen knüpfen und sie zeigen Wege auf, die richtig eingeschlagen, immerhin dazu führen können, dass man dem Paradies wieder etwas näher kommt, statt sich noch weiter davon zu entfernen. Dabei ist es unerheblich, ob die Erinnerungen positiv oder negativ behaftet sind, denn man kann ja auch aus Fehlern lernen. Wichtig ist nur, Erinnerungen überhaupt zu haben.</p>
<p>Während sich die Fähre durch ein aufgewühltes, mal an Spülwasser, mal an blinkende Alufolie erinnerndes Meer schob, belauschte ichÂ  die Gespräche am Nachbartisch, eine Gruppe wohl aus Hinterzarten im Schwarzwald. Sie sahen aus, als seien sie direkt aus einer Episode der Schwarzwald-Soap &#8220;Die Fallers&#8221; entsprungen. Es muss aber eine fortgeschrittene Staffel gewesen sein, denn sie sahen schon recht alt aus, wenngleich sie recht munter waren. Irgendwie waren sehr viele zerzauste Gestalten an Bord, sodass ich mich dort mit Recht heimisch fühlen konnte.</p>
<p>Gegen Ende der Fahrt entschied ich mich zu früh, meinen bequemen Platz zu verlassen und stellte mich in einer langen Schlange mit quengelnden Kindern sowie entnervten Eltern. Die Kinder waren sichtlich übermüdet und auf Destruktion aus, die Eltern rigoros. Gelegenheit, das auszukosten, gab es lange, denn das andocken klappte nicht so ganz, die Fähre brauchte dazu ganze zehn Minuten, es gab viel Schelte und viele kleine, quiekige Tränen flossen dabei.</p>
<p>Doch irgendwie gelang es dann doch noch und ich kam raus. Die Rückfahrt im Bus verlief auch ohne Komplikationen, das Wetter besserte sich wieder in schönsten Sonnenschein &#8211; als hätte es die Regenschauer davor nicht gegeben &#8211; und ich beschloss, den nächsten Ausflug auf den Nachmittag zu schieben, da das Wetter am Vormittag bislang immer unzuverlässig gewesen war.</p>
<p>Während mein Bruder abends nochmal ausging, blieb ich zuhause, litt in Ruhe an meinen Füßen und holte etwas Schlaf nach.</p>
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		<title>Norden, nördlicher, Kap. 2</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 18:37:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil zwei des Reiseberichtes, Dienstag 12.08.08 Dienstag begann mit einem mondänen Frühstück. Neben insgesamt sechs Brötchen (für zwei Personen) waren noch Wurst, Käse, zwei Eier, zwei Gläser Orangensaft, Kaffee, echter Ostfriesentee und ein Schälchen Marmelade mit an Bord. Alles war recht appetitlich zubereitet, die Brötchen auch frisch. Die Reisebeschreibung hatte also nicht übertrieben, als sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Teil zwei des Reiseberichtes, Dienstag 12.08.08</h2>
<p>Dienstag begann mit einem mondänen Frühstück. Neben insgesamt sechs Brötchen (für zwei Personen) waren noch Wurst, Käse, zwei Eier, zwei Gläser Orangensaft, Kaffee, echter Ostfriesentee und ein Schälchen Marmelade mit an Bord. Alles war recht appetitlich zubereitet, die Brötchen auch frisch. Die Reisebeschreibung hatte also nicht übertrieben, als sie das Frühstück anpries.</p>
<p><span id="more-175"></span></p>
<p>Den Vormittag gingen wir dann in die Stadt Norden, wo ich zunächst eine Bankfiliale aufsuchte, um überschüssiges Bargeld deponieren zu lassen. Danach besuchten wir das örtliche Heimatkundemuseum, an wahrlich großer Bau mit vielen historischen Details. Neben Heimatkundlichem ist auch ein Teemuseum angeschlossen, zudem gab es in einer Sonderausstellung einiges über die norder Industrie zu erfahren. Da das Museum sehr umfangreich ist, verbrachten wir dort fast den gesamten Vormittag und verzichteten auf das Waloseum, obwohl es uns sehr empfohlen worden war.</p>
<p>Danach spazierten wir in Richtung Norddeich, was leider deutlich weiter weg lag als mein Bruder meinte und ich befürchtete. Meine Fußverletzung vom letzten Schluchseerundgang blühte auf den harten, roten Pflastergehwegen wieder auf, was mir in den Folgetagen noch viel mehr Schwierigkeiten bereiten würde. Auch das Wetter ließ schnell zu wünschen übrig. Schauer zogen über uns hinweg, wir wurden plitschnass, da nutzte auch unsere wetterfeste Kleidung nichts. Schließlich erreichten wir den Küstenort. In Norddeich suchten wir zuerst den Deich auf um das Meer zu sehen, aber das Meer war leider grade nicht da. Dann besuchten wir die Seehundstation, die leider völlig mit Touristen überlaufen war, ebenso das benachbarte Bad. Deshalb verzichteten wir auf das Wellenbad und marschierten zur Mohle, wo es immerhin ein wenig Wasser gab und einige nette Schiffe. Auch einige Wattwanderer konnten wir beobachten, in der Ferne, in trübem Sonnenschimmer auch die beiden Inseln Juist und Norderney. Auf dem Rückweg nahmen wir dann einen Bus, die Fahrt kostete dank Kurkarte nur 1 EUR. Dieser setzte uns beim Marktplatz in Norden ab</p>
<p>Norden ist eine sehr hübsche Stadt mit klassizistischen Bürgerhäusern und vielen netten, kleinen Geschäften. Insofern ähnelt es etwas Waldshut oder Tiengen, doch ist in mancher Hinsicht besser. In den Geschäften fand ich neben ein paar wirklich brauchbaren, bequemen Sandalen auch einen sturmfesten regengrauen Minischirm, ein paar Stifte und ein kleines blaues Büchlein, in das ich meine Beobachtungen notieren konnte. Wahrscheinlich hätte ich auch noch viel mehr nützliche und unnütze Dinge gefunden, wenn die Geschäfte nicht pünktlich um 18 Uhr geschlossen hätten, was aber auch recht sympathisch ist. Geld scheint doch nicht alles zu sein. Auch die Preise sind in Norden wesentlich humaner als in Waldshut-Tiengen &#8211; so kosteten mich die Sandalen nur 35 EUR, für vergleichbares habe ich am Hochrhein schon das doppelte gezahlt.</p>
<p>Lustig fand ich die Fassade einer Hilfsschule, die sich Piratenschule nennt. Kecke jugendliche Piraten waren dort angemalt, ich musste gleich ein Foto davon machen. In einem weiteren Geschäft, das leider schon geschlossen hatte &#8211; oder zum Glück, blickte ich auf die größte Klangschale, die ich jemals gesehen habe, mit fast einem Meter Durchmesser. Die anzuschlagen, das wäre was gewesen&#8230;</p>
<p>Der Dienstag endete mit einer sternklaren Nacht, die so tat, als hätte es nie geregnet, in welcher ich aber leider auch keine Ruhe fand, weil mein Bruder ganze Wälder zersägte. Am nächsten Morgen fühlte ich mich dann, als hätte ich dreimal Kiel geholt&#8230;</p>
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		<title>Norden, nördlicher</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 13:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Norden]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Reisebericht &#8211; Teil 1: Montag, 11.08.08 Alle 26 Jahre macht auch mal Martin Dühning Urlaub. Zumindest versucht er es. Nach dem letzten echten Urlaub im Jahre 1982 in Norditalien war es nun mal wieder Zeit. Einfallslos, wie ich nun mal bin, verfiel ich auf das Reiseziel meines vorletzten Urlaubs, Ostfriesland, auch, weil ich das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-173" title="Ostfriesland 1981" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2008/08/ostfriesland19811.jpg" alt="" width="400" height="400" /></p>
<h2>Ein Reisebericht &#8211; Teil 1: Montag, 11.08.08</h2>
<p>Alle 26 Jahre macht auch mal Martin Dühning Urlaub. Zumindest versucht er es. Nach dem letzten echten Urlaub im Jahre 1982 in Norditalien war es nun mal wieder Zeit. Einfallslos, wie ich nun mal bin, verfiel ich auf das Reiseziel meines vorletzten Urlaubs, Ostfriesland, auch, weil ich das Meer mal wieder sehen wollte und der Sommer hier bislang schon heiß genug gewesen war, weshalb ich nicht auch noch in den Süden wollte. Deshalb sollte es nun nach NORDEN gehen.</p>
<p><span id="more-164"></span></p>
<h3>Von Lauchringen nach Köln</h3>
<p><strong>5:30 Uhr</strong> &#8211; Aufstehen zur Unzeit, verschlafenes Frühstück, ohne Kaffee leider, letzte Vorbereitungen, eine Woche ohne Computerarbeiten (Juchu!!!) &#8211; schon am Tag zuvor wurde der Computer demontiert für die anstehende Schreibtischreparatur in Abwesenheit.</p>
<p><strong>6:15 Uhr</strong> &#8211; Abfahrt von zuhause an den Bahnhof Lauchringen, dort geht golden die Sonne auf, gegen Westen, wohin die Reise gehen wird, erstrahlen zwei frühmorgendliche Regenbogen. Ein gutes Zeichen, hoffentlich.</p>
<p><strong>6:31 Uhr</strong> &#8211; von Lauchringen aus geht die Fahrt mit dem Interregionalexpress nach Basel, verläuft reibungslos, Ankunft dort 7:15 Uhr, pünktlich, nach Jahren funktioniert die Neigetechnik wohl endlich standardmäßig.</p>
<p><strong>7:21 Uhr</strong> &#8211; Mit dem ICE geht es nach Köln, zum Glück auf vorreservierten Plätzen, denn schon ab Freiburg im Breisgau wird es immer voller im Zug. Die Atmosphäre ist recht lärmig, auf dem Gang des Großraumwagens geht es zu wie in der Abfertigungshalle eines Großflughafens:Â  Menschen mit Koffern drängen vorbei, irgendwelche (Möchtegern-)Manager und Geschäftsleute führen selbstgewichtige Handygespräche, hinter uns schnabulieren zwei Dämchen aus wohl gutsituierten Häusern pausenlos über das luxuriöse Leben von Studenten, irgendwelche möglichen Studentenappartments in allen möglichen Großstädten Deutschlands wie München, Köln, Berlin und anderes. Es ist verwunderlich, das manche Leute so viel und pausenlos schwatzen können, ganz ohne heiser zu werden oder nach Luft zu ringen. Draußen rast die Landschaft vorbei.</p>
<p>Mit leichter Verspätung sind wir um 11:08 Uhr endlich in Köln, wo wir länger Aufenthalt haben.</p>
<h3>Köln und von Köln bis Norden</h3>
<p>Langsam wache ich auf, doch der Schädel schwirrt mir vom frühen Aufstehen. Die Bahnhofshalle Köln ist akkustisch wie optisch eine Katastrophe. Büchse wird sie genannt, und so klingt sie auch. Mehrere Lautsprecherdurchsagen verlaufen synchron in die Nachhallleere.</p>
<p>Völlig unverständlich, psychedelisch &#8211; Sprachnirvana. So muss man hören, bevor man ins letzte Delirium verfällt. Immerhin scheinen allein für die vielen Durchsprechereien mindestens fünf Leute abbestellt zu sein. Soviel haben Waldshut, Lauchringen und Tiengen nicht mal insgesamt zusammen. Hier dagegen scharen sich die Bahnmitarbeiter auf jedem Gleis.</p>
<p>Auf Bahnsteig 3, wo wir später abfahren, fährt zunächst ein Regionalexpress nach Gießen ein. Später trifft unser IC nach Norddeich Mole ein, wird aber wegen einer Baustelle vor Duisburg eine Umleitung nehmen. Wir verlieren damit eine Viertelstunde, aber egal, diesmal brauchen wir ja nicht mehr umsteigen. Außerdem holen wir bei jeder Station ein bisschen auf. Am Ende sind wir wieder in der Zeit.</p>
<p>Diesmal haben wir zwei Plätze in einem Wagenabteil gebucht, aber die Abteile sind sehr eng. Da alles voll ist, wird das Reisen hier sehr unbequem. Vielleicht sollte man das nächste mal doch 1. Klasse buchen, auch wenn es deutlich teurer ist. Neben einem freundlichen Ehepaar aus Baden-Baden, wie wir später erfahren, sitzen zunächst zwei handfeste Männer aus Duisburg im Zug, denen zu lauschen recht lustig ist. In Sprache und Mienenspiel erinnern sie mich an meinen Phoenix-Mitarbeiter Victor. Schon lustig, wie heimelig einem regionale Eigenheiten vorkommen können. Als die beiden in Duisburg aussteigen, ist mehr Platz im kleinen Abteil. Mein Bruder kommt ins Gespräch mit dem badenser Ehepaar. Es ergibt sich, dass beide bei einer Schwarzwald-Schweizfahrt schon mal bei einem seiner Ex-Arbeitskollegen in dessen Hähnchenlokal unvergesslich getafelt haben, vor 20 Jahren, wovon sie immer noch trefflich zu schwärmen wissen, genauso wie von der Insel Norderney, wo es so gut wie nie regnen soll, wie sie betonen. Seit vielen, vielen Jahren, zwölf werden es wohl sein, besuchen sie schon die Insel für eine alljährliche Sommerkur.</p>
<p>Für Lebensgeschichten und Kurzbekanntschaften sind Zugabteile besonders geeignet. Deshalb hatte ich sie auch bevorzugt gebucht. Wenn ich zu Studienzeiten früher in den Zug von Seebrugg nach Freiburg stieg, hatte ich immer wieder interessante Menschen getroffen, die auf der Reise nach Norddeich waren und vieles zu erzählen wussten. Schade, dass es die Linie Seebrugg-Norddeich nicht mehr gibt. Vom Schluchsee direkt in den Norden zu fahren, davon habe ich früher immer geträumt. Vielleicht hätte ich auch früher davon Gebrauch machen sollen, aber da mangelte es mir noch an Geld. Mit 500 DM Unterhalt im Monat ist ein solcher Urlaub eben nicht drin. Schön wäre es trotzdem gewesen.</p>
<p>Nun bewundere ich die jungen Leute in den Zügen, beneide sie auch zugegeben, um ihren jugendlichen Urlaub und ihre offenbar reichlich vorhandenen vermögenden Eltern. Und solche jungen Leute gibt es viele, dazu aber später mehr. Im kleinen Zugabteil, in dem wir jetzt sitzen, ist davon erst mal nichts zu bemerken. Nur ein nerviger Teenager-Trupp sträunert zwischen den Abteilen herum und ärgert die Leute und den Schaffner. Schullandheim wahrscheinlich, oder eine Jugendtruppe, wohl eher letzteres, denn fast überall sind ja noch Ferien in Deutschland, obwohl die Duisburger vorher erwähnten, dass in Nordrhein-Westfalen die Schule schon wieder beginnt, zeitgleich mit der besagten Streckensperrung der Deutschen Bahn, worüber sich die beiden trefflich amüsierten. Wer gibt schon auf Schülerzüge acht?</p>
<p>In Papenburg steigen zwei weniger appetitliche Damen ein. Sie wollen uns von unseren reservierten Plätzen verscheuchen, weil sie auch reserviert haben. Obwohl es eigentlich kein Problem gibt, immerhin sind von den sechs Plätzen ja noch zwei frei. Nach kurzer schroffer Auseinandersetzung ist das Abteil wieder vollbesetzt und es währt Totenstille. Selbst die Badener schweigen. Als die beiden Damen wieder aussteigen in Leer, sind alle sehr erleichtert. Die Landschaft hat sich inzwischen gewandelt, die Häuser werden rot, die Heide blüht violett, lila und blau. Große Rotoren auf langen, dünnen Stahlhälsen säumen in Rudeln den Horizont. Schön, dass die Windenergie hier so Einzug gehalten hat. Wie viel Strom man damit wohl erzeugt? Diese Frage stelle ich mir immer wieder.</p>
<p>Auf der Strecke nach Köln hatte ich den technischen Fortschritt aber auch schon bedauert. ICE ist zwar schnell, aber die alte Rheintalstrecke war doch schöner. So schwinden alle Schlösser und Städte und Flussschwingungen, die man in den ICE-Tunneln und Wällen der Schnellstrecke nicht mehr sehen kann. Nun was soll&#8217;s, die alten Zeiten sind wohl ein für alle mal vorbei.</p>
<h3>Norden, am Abend</h3>
<p>Um 15:48 Uhr erreichen wir planmäßig den Norder Hauptbahnhof. Wie vereinbart holt uns unsere Gastgeberin am Bahnhof ab mit dem großen Familienwagen. Obwohl wir die Familie in den kommenden Tagen eigentlich nie zu Gesicht bekommen, zeigen der Kindersitz aber auch viele kleine Schuhe im Hausflur, dass der Name &#8220;Familie&#8221; im Titel wohl zurecht geführt wird.</p>
<p>Unser Fremdenzimmer ist sehr schön und erinnert mich an glücklichere Wohnzeiten. Die Möbel gleichen denen meiner Denzlinger Refendarswohnung, auch der Lichteinfall. Nur der Balkon und die Störche fehlen. Durch Denzlingen waren wir heute morgen übrigens auch gefahren, aber natürlich nicht durch die Wohnung. Was mein alter Vermieter heute wohl macht, sieben Jahre später?</p>
<p>Es ist noch nicht spät, aber die Fahrt war sehr anstrengend, der Schlafmangel macht sich bemerkbar, darum falle ich gleich ins Bett,Â  womit die Reisebeschreibung für heute endet.</p>
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