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	<title>Niarts Anastratin &#187; Schreibwerkstatt</title>
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	<description>Anastratin - das Online-Kulturdings von www.niarts.de</description>
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		<title>Modernes Weihnachtsbekenntnis</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 09:07:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsbekenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmann]]></category>
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		<description><![CDATA[Aus aktuellem Anlass und durchaus auch in Übereinstimmung mit meinem Freund und Lieblingsautor Lukas ein Gedicht aus dem Jahr 2003 (immer noch aktuell): Modernes Weihnachtsbekenntnis Wir glauben an den Weihnachtsmann, den pausbackigen Weißbart, den Schöpfer himmlischer Beschenkung. Und an die schöne Bescherung, seine angeborene Hauptsache, unseren Profit, empfangen unter dem Glitzerbaum, geboren von der Traumwelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus aktuellem Anlass und durchaus auch in Übereinstimmung mit meinem Freund und Lieblingsautor <em>Lukas</em> ein Gedicht aus dem Jahr 2003 (immer noch aktuell):</p>
<h3>Modernes Weihnachtsbekenntnis</h3>
<p>Wir glauben an den Weihnachtsmann,<br />
den pausbackigen Weißbart,<br />
den Schöpfer himmlischer Beschenkung.</p>
<p><span id="more-2868"></span></p>
<p>Und an die schöne Bescherung,<br />
seine angeborene Hauptsache,<br />
unseren Profit,<br />
empfangen unter dem Glitzerbaum,<br />
geboren von der Traumwelt der Werbung,<br />
bestritten unter Konto- und Zeitnot,<br />
gehetzt gekauft und verpackt,<br />
hinabgeschaufelt aus der Einkaufsmeile,<br />
am dritten Tage wieder weggeschmissen in die Tonne,<br />
er liege zur rechten Zeit uns zu Füßen.<br />
Dorthin soll er kommen zu schlichten den Lebkuchenhunger unsrer Tage.</p>
<p>Wir glauben an den Geist der Weihnacht,<br />
Den einen holdseligen Kaufrausch,<br />
Gemeinschaft der Eiligen,<br />
Vergebung der Kunden,<br />
Wiedersehung totgeglaubter Verwandter,<br />
und an das ewige Kasseklingeln,</p>
<p>Amen.</p>
<p style="text-align: right;"><em>(c) 2003 Martin Andreas Dühning</em></p>
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		<title>Von neuen und alten Mauern</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 18:17:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Beijing]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Chinesische Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[Peking]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Mauern gibt es viele, besonders in Europas Köpfen, wo man sich gerne nur auf das eigene Ego versieht. Was echte Gemäuer angeht, Architektur, hatte es der letzte Abschnitt der Chinareise in sich &#8211; Reisen weiten ja bekanntlich den eigenen Horizont, weshalb sich eine kleine deutsche Reisegruppe auf den Weg gemacht hatte, um noch etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mauern gibt es viele, besonders in Europas Köpfen, wo man sich gerne nur auf das eigene Ego versieht. Was echte Gemäuer angeht, Architektur, hatte es der letzte Abschnitt der Chinareise in sich &#8211; Reisen weiten ja bekanntlich den eigenen Horizont, weshalb sich eine kleine deutsche Reisegruppe auf den Weg gemacht hatte, um noch etwas vom alten China zu sehen, bevor es ganz modernisiert wäre. Nach einem <a title="Alles für den Kaiser" href="http://www.anastratin.de/2011/09/08/alles-fur-den-kaiser/">Ausflug in den neuen kaiserlichen Sommerpalast</a> ging es im 6. Teil der Chinareise zunächst ins neue Peking, danach nach Badaling, wo sich eine unglaublich lange Mauer in die offenen Weiten Nordchinas erstreckt. Wer bis dahin noch gezweifelt haben sollte, dass China deutlich mehr als ein &#8220;Entwicklungsland&#8221; ist und war, der wurde spätestens hier eines besseren belehrt. Die architektonischen Leistungen sind wahrlich monumental.</p>
<p><span id="more-2613"></span></p>
<div id="attachment_2614" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/Psykopainted_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2614" title="Das sogenannte &quot;Vogelnest&quot;, das Nationalstadion in Peking, errichtet für die olympischen Sommerspiele 2008, ist eines der neuen Wahrzeichen des nordchinesischen Nationalbewusstseins. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/Psykopainted_1024-450x337.jpg" alt="Das sogenannte &quot;Vogelnest&quot;, das Nationalstadion in Peking, errichtet für die olympischen Sommerspiele 2008, ist eines der neuen Wahrzeichen des nordchinesischen Nationalbewusstseins. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Das sogenannte &quot;Vogelnest&quot;, das Nationalstadion in Peking, errichtet für die olympischen Sommerspiele 2008, ist eines der neuen Wahrzeichen des nordchinesischen Nationalbewusstseins. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Chinas moderne Chinesen sind stolz auf ihr Beijing, welches 2008 auch die olympischen Sommerspiele heimatete. Dass die politische Demokratisierung nach westlichen Maßstäben mit der wirtschaftlichen Modernisierung nicht mithalten konnte, wird nach außen hin vielfach durch wahrlich imperiale Architektur überspielt. Damit braucht man sich nicht mehr vor westlichen Augen verstecken. Olympiabauten und der zwischenzeitlich vielfach gereinigte Platz des himmlischen Friedens sind Ort des internationalen Prestiges. Das Nationalstadion in Peking, auch &#8220;Vogelnest&#8221; genannt, ist nur eines von vielen Wahrzeichen des neuen, selbstbewussten Pekings.</p>
<p>Auch kulturell ist die Moderne in Chinas Hauptstadt vollständig angekommen. So prangt hier wie in allen chinesischen Großstädten westliche und asiatische moderne Werbung, selbst die gängigen Fernsehserien wurden übernommen, insbesondere auch die Mangakultur.</p>
<div id="attachment_2615" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_4047_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2615" title="Die große chinesische Mauer ist nach offiziellen Angaben 8851 km lang - ohne Flüsse und Berge wie zerfallene Abschnitte erstreckt sich die Hauptmauer immerhin 2400 km, insbesondere der malerische Abschnitt bei Badaling ist weltberühmt. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_4047_1024-450x305.jpg" alt="Die große chinesische Mauer ist nach offiziellen Angaben 8851 km lang - ohne Flüsse und Berge wie zerfallene Abschnitte erstreckt sich die Hauptmauer immerhin 2400 km, insbesondere der malerische Abschnitt bei Badaling ist weltberühmt. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="305" /></a><p class="wp-caption-text">Die große chinesische Mauer ist nach offiziellen Angaben 8851 km lang - ohne Flüsse und Berge wie zerfallene Abschnitte erstreckt sich die Hauptmauer immerhin 2400 km, insbesondere der malerische Abschnitt bei Badaling ist weltberühmt. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Bei all dem ist man aber auch weiterhin stolz auf die lange Kulturgeschichte. Die Wanli Changcheng, die &#8220;unvollstellbar lange Mauer&#8221; wird nicht nur ständig renoviert, sondern auch von wahren Besucherströmen geradezu bepilgert, was die ständige Reinigung und Renovierung auch unumgänglich macht. Selbst in den frühen Morgenstunden finden sich in Badaling, etwa 70 km von Peking entfernt und der wohl bekannteste Mauerabschnitt der 2400 km langen Hauptmauer schon Scharen von &#8211; meist chinesischen &#8211; Touristen ein.</p>
<div id="attachment_2616" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_4091_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2616" title="Wem die sonnenbeflutete Trasse der chinesischen Nordmauer zu heiß war, kann sich in chinesischen Parkanlagen mit ihren Skulpturen erholen." src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_4091_1024-450x337.jpg" alt="Wem die sonnenbeflutete Trasse der chinesischen Nordmauer zu heiß war, kann sich in chinesischen Parkanlagen mit ihren Skulpturen erholen." width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Wem die sonnenbeflutete Trasse der chinesischen Nordmauer zu heiß war, kann sich in chinesischen Parkanlagen mit ihren Skulpturen erholen.</p></div>
<p>Wem die Touristenströme zuviel werden, dem bietet Peking aber auch einiges an weiteren Parkanlagen an, die nicht nur mit Pflanzen, sondern oft auch Statuetten gefüllt sind, die Ruhe wie Erholung bieten und sich teils auch für allerlei Späße von Touristen eignen.</p>
<p>Viele Fotos vom 6. Teil der Chinareise von Hansjörg Dühning: <a title="Chinareise: Peking bis zur Mauer" href="http://www.anastratin.de/bilderli/?album=3&amp;gallery=29">Peking bis zur Mauer gibt es im Anastratin-Fotoalbum</a>.</p>
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		<title>Alles für den Kaiser&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 06:19:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Sommerpalast]]></category>
		<category><![CDATA[Terrakottaarmee]]></category>
		<category><![CDATA[Xi'an]]></category>
		<category><![CDATA[Yiheyuan]]></category>
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		<description><![CDATA[Die legendäre Terrakottaarmee gehört sicher zu den Highlights einer jeden Chinareise, so auch der Chinareise von Hansjörg Dühning, der zusammen mit einigen seiner Freunde aufgebrochen war, um noch etwas vom alten China zu sehen, bevor es ganz modernisiert ist. So stand dann auch ein Besuch des Mausoleums von Qin Shihuangdi auf dem Programm. Die Terrakottaarmee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die legendäre Terrakottaarmee gehört sicher zu den Highlights einer jeden Chinareise, so auch der Chinareise von Hansjörg Dühning, der zusammen mit einigen seiner Freunde aufgebrochen war, um noch etwas vom alten China zu sehen, bevor es ganz modernisiert ist. So stand dann auch ein Besuch des Mausoleums von Qin Shihuangdi auf dem Programm.</p>
<p><span id="more-2571"></span></p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3759_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2563" title="Die Terrakottaarmee zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Geschichte Chinas. Und doch macht sie nur einen kleinen Teil der Grabanlage Qin Shihuangdis aus. Der größte Teil des Mausoleums ist noch gar nicht freigelegt... (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3759_1024-450x600.jpg" alt="Die Terrakottaarmee zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Geschichte Chinas. Und doch macht sie nur einen kleinen Teil der Grabanlage Qin Shihuangdis aus. Der größte Teil des Mausoleums ist noch gar nicht freigelegt... (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Neben vielen Terrakottafiguren hat man unter anderem auch lebensgroße Bronzewägen gefunden, die in einer Rekonstruktion im Museum zu bewundern sind. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Die Terrakottaarmee aus Shihuangdis Grab ist zwar nicht die einzige, wohl aber die größte bekannte ihrer Art. Bis heute ist noch ein großer Teil der Grabanlage nicht freigelegt, etwa Dreiviertel der gigantischen Grabanlage, die Forscher gehen hier sehr behutsam vor. Dennoch kann man schon jetzt in mehreren riesigen Hallen gut 1090 lebensgroße Soldaten der insgesamt 7300 Mann umfassenden Tonkriegerarmee betrachten.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3807_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2565" title="Neben vielen Terrakottafiguren hat man unter anderem auch lebensgroße Bronzewägen gefunden, die in einer Rekonstruktion im Museum zu bewundern sind. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3807_1024-450x337.jpg" alt="Neben vielen Terrakottafiguren hat man unter anderem auch lebensgroße Bronzewägen gefunden, die in einer Rekonstruktion im Museum zu bewundern sind. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Neben vielen Terrakottafiguren hat man unter anderem auch lebensgroße Bronzewägen gefunden, die in einer Rekonstruktion im Museum zu bewundern sind. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Um die historischen Artefakte vor der wechselhaften chinesischen Witterung zu schützen, hat man alle Ausgrabungsplätze inzwischen überdacht. Insbesondere die 200 Meter lange und 70 Meter breite Hauptgrubenanlage, die zum Besuchertrakt des Museums gehört, beeindruckt schon allein wegen der riesigen Aluminiumkonstruktion darüber. Wenn man sich allerdings überlegt, dass sich Qin Shihuangdis Grab über mehrere Quadratkilometer erstreckt, verblassen die heutigen Ingenieurskünste vor denen des zweiten vorchristlichen Jahrhunderts.</p>
<div id="attachment_2564" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3766_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2564" title="Nicht nur über der Hauptgrube, sondern auch den anderen Grabungsplätzen hat man zum Schutz der historischen Artefakte Hallen errichtet, die ihrerseits schon von architektonischem Interesse sind. Die Haupthalle besitzt eine 200 Meter lange Aluminiumdecke. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3766_1024-450x337.jpg" alt="Nicht nur über der Hauptgrube, sondern auch den anderen Grabungsplätzen hat man zum Schutz der historischen Artefakte Hallen errichtet, die ihrerseits schon von architektonischem Interesse sind. Die Haupthalle besitzt eine 200 Meter lange Aluminiumdecke. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Nicht nur über der Hauptgrube, sondern auch den anderen Grabungsplätzen hat man zum Schutz der historischen Artefakte Hallen errichtet, die ihrerseits schon von architektonischem Interesse sind. Die Haupthalle besitzt eine 200 Meter lange Aluminiumdecke. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2566" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3772_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2566" title="Archäologie live: Museumsbesuchern können bei den fortlaufenden Ausgrabungen zusehen. Hier sind gerade junge chinesische Archäologiestudenten am Werk. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3772_1024-450x337.jpg" alt="Archäologie live: Museumsbesuchern können bei den fortlaufenden Ausgrabungen zusehen. Hier sind gerade junge chinesische Archäologiestudenten am Werk. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Archäologie live: Museumsbesuchern können bei den fortlaufenden Ausgrabungen zusehen. Hier sind gerade junge chinesische Archäologiestudenten am Werk. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Der Aufwand, der für Chinas ersten historischen Kaiser betrieben wurde, erscheint enorm. Die Kosten müssen gigantisch gewesen sein. Auch in späteren Zeiten ließen sich die chinesischen Kaiser einiges kosten. Das Reich der Mitte, deren Herrscher (wie so oft) sich für die Herrscher der zivilisierten Welt hielten, wollten diesen Anspruch auch in repräsentativen Bauten zum Ausdruck bringen, und nicht erst in solchen für das Jenseits.</p>
<p>Davon zeugen die verbotene Stadt (die wir im letzten Teil des Reiseberichts besuchen) wie auch die kaiserlichen Sommerpaläste, von denen es gleich mehrere gibt. War schon der Palast des Statthalters von Shanghai recht eindrucksvoll, so verblasst sein relativ bescheidener Wohlstand vor den wahrhaft kaiserlichen Dimensionen des neuen kaiserlichen Sommerpalastes Yiheyuan nahe Peking.</p>
<div id="attachment_2567" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3915b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2567" title="Dies ist nur ein Teil des geräumigen neuen Sommerpalastes der chinesischen Kaiser nahe Peking. Die Parkanlagen von Yiheyuan zählen zu den Meisterwerken chinesischer Gartenarchitektur. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3915b_1024-450x300.jpg" alt="Dies ist nur ein Teil des geräumigen neuen Sommerpalastes der chinesischen Kaiser nahe Peking. Die Parkanlagen von Yiheyuan zählen zu den Meisterwerken chinesischer Gartenarchitektur. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dies ist nur ein Teil des geräumigen neuen Sommerpalastes der chinesischen Kaiser nahe Peking. Die Parkanlagen von Yiheyuan zählen zu den Meisterwerken chinesischer Gartenarchitektur. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Vielleicht sollte man hier besser von einer Sommerpalaststadt sprechen. Denn auch diese Anlage sprengt europäische Größendimensionen &#8211; sie erstreckt sich über eine Fläche von 290 ha, die überwiegend mit repräsentativen Bauten und chinesischer Gartenbaukultur gestaltet sind. Mehrfach zerstört und wieder aufgebaut ist sie heute ein beliebter Touristen- und Besuchermagnet.</p>
<div id="attachment_2570" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3904_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2570" title="Kunstvolle Pagoden, reizvolle chinesische Gartenarchitektur und viele, viele Touristen findet man im neuen chinesischen Sommerpalast nahe Peking. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3904_1024-450x337.jpg" alt="Kunstvolle Pagoden, reizvolle chinesische Gartenarchitektur und viele, viele Touristen findet man im neuen chinesischen Sommerpalast nahe Peking. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Kunstvolle Pagoden, reizvolle chinesische Gartenarchitektur und viele, viele Touristen findet man im neuen chinesischen Sommerpalast nahe Peking. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2568" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3892b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2568" title="Der im Sommer mit Lotus teilweise zugewachsene Kunming-See lädt zu Bootsfahrten ein. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3892b_1024-450x300.jpg" alt="Der im Sommer mit Lotus teilweise zugewachsene Kunming-See lädt zu Bootsfahrten ein. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Der im Sommer mit Lotus teilweise zugewachsene Kunming-See lädt zu Bootsfahrten ein. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Ähnlich wie der kaiserliche Hofstaat damals suchen auch heute viele Chinesen hier ein wenig Erholung vor den feucht-heißen Sommern Nordchinas. Der &#8220;Gartenteich&#8221; des Kaisers, der Kunming-See, lädt zu Bootsfahrten ein. Drumherum kann man sich an allerlei kaiserlichen Bauten ergötzen.</p>
<div id="attachment_2569" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3910b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2569" title="Das Marmorschiff erinnert an die damals umstrittene Finanzierung der Palastanlage - Kaiserinwitwe Cixi und Prinz Yi Xuan hatten damals Gelder zur Ausrüstung der Flotte dafür abgezweigt. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3910b_1024-450x337.jpg" alt="Das Marmorschiff erinnert an die damals umstrittene Finanzierung der Palastanlage - Kaiserinwitwe Cixi und Prinz Yi Xuan hatten damals Gelder zur Ausrüstung der Flotte dafür abgezweigt. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Das Marmorschiff erinnert an die damals umstrittene Finanzierung der Palastanlage - Kaiserinwitwe Cixi und Prinz Yi Xuan hatten damals Gelder zur Ausrüstung der Flotte dafür abgezweigt. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Aufgrund der exorbitanten Größe beschränkte sich die Besuchertour auf einen kleinen Ausschnitt der großen Parkanlage mit Blick auf die größten Attraktionen. Denn schließlich neigte sich hier die Reise ihrem Ende entgegen und es standen mit der großen chinesischen Mauer und der verbotenen Stadt noch weitere wichtige Sehenswürdigkeiten auf der Agenda. Doch dazu mehr einandermal&#8230;</p>
<p>Viele <a title="Chinareise: Xi'an und Peking" href="http://www.anastratin.de/bilderli/?album=3&amp;gallery=28">Fotos zum fünften Teil der Chinareise von Hansjörg Dühning: Terrakottaarmee und kaiserlicher Sommerpalast</a> gibt es im Anastratin-Fotoalbum.</p>
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		<title>Geisterstadt und nächtlicher Rummel</title>
		<link>http://www.anastratin.de/2011/08/28/geisterstadt-und-nachtlicher-rummel/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 15:59:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Chongqing]]></category>
		<category><![CDATA[Fengdu]]></category>
		<category><![CDATA[Geisterstadt]]></category>
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		<description><![CDATA[Mehrere Tage währte die Flussfahrt auf dem Jangtsekiang. Hansjörg Dühning war mit einigen seiner Freunde auf Reisen durch China gegangen, um noch ein wenig vom romantischen China zu sehen &#8211; und hier war er teils tatsächlich fündig geworden, in Seitenarmen und manchen wachen Momenten, wenn mit einem alten Lastkahn ein Stück Geschichte vorbeifuhr. Zur Bootsreise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehrere Tage währte die Flussfahrt auf dem Jangtsekiang. Hansjörg Dühning war mit einigen seiner Freunde auf Reisen durch China gegangen, um noch ein wenig vom romantischen China zu sehen &#8211; und hier war er teils tatsächlich fündig geworden, in Seitenarmen und manchen wachen Momenten, wenn mit einem alten Lastkahn ein Stück Geschichte vorbeifuhr. Zur Bootsreise gehörte aber auch ein Ausflug zur &#8220;Geisterstadt&#8221; Fengdu, bevor es dann nach Chongqing weiterging, wo die moderne Großstadtkultur die Reisenden dann wieder einholte.<br />
<span id="more-2520"></span></p>
<div id="attachment_2521" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3624_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2521" title="Pagoden mit Reisegruppe in der &quot;Geisterstadt&quot; Fengdu am Jangtsekiang in China 2011 (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3624_1024-450x337.jpg" alt="Pagoden mit Reisegruppe in der &quot;Geisterstadt&quot; Fengdu am Jangtsekiang in China 2011 (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Pagoden mit Reisegruppe in der &quot;Geisterstadt&quot; Fengdu am Jangtsekiang in China 2011 (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Fengdu ist keine &#8220;Geisterstadt&#8221; im eigentlichen Sinne, denn einsam wird man hier gewiss nicht. Scharen von Touristen drängen sich zwischen den Schreinen, Pagoden, Tempelchen und Steinfiguren, die dem einstigen Berg den Namen &#8220;Stadt der Geister&#8221; eingebracht haben. Wohl für die Touristen ist auch eine &#8220;Pilgerroute&#8221; vom Sockel bis zur Spitze eingerichtet worden, wo man allerlei &#8220;Prüfungen&#8221; bestehen kann.</p>
<div id="attachment_2522" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3616_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2522" title="Steinerne Dämonin aus Fengdu (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3616_1024-450x600.jpg" alt="Steinerne Dämonin aus Fengdu (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Steinerne Dämonin aus Fengdu (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Vom alten weltlichen Fengdu, welches am einstigen Bergfuß an den Ufern des Jangtsekiang lag, ist freilich nichts mehr zu sehen. Der aufgestaute Fluss hat die Ortschaft, wie manch andere auch, verschlungen. Gegenüber der heiligen Touristenstädte erstreckt sich heute das neue, westlich anmutende Fengdu &#8211; mit schnittigen Hochhäusern, modernen Asphaltstraßen und jeder Menge Verkehr.</p>
<div id="attachment_2523" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3612b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2523" title="Das neue Fengdu wurde erst jüngst anstelle der alten Stadt errichtet, die 2007 in den Fluten des aufgestauten Jangtse unterging. Mehr als 100.000 Menschen fanden hier eine neue Bleibe. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3612b_1024-450x301.jpg" alt="Das neue Fengdu wurde erst jüngst anstelle der alten Stadt errichtet, die 2007 in den Fluten des aufgestauten Jangtse unterging. Mehr als 100.000 Menschen fanden hier eine neue Bleibe. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="301" /></a><p class="wp-caption-text">Das neue Fengdu wurde erst jüngst anstelle der alten Stadt errichtet, die 2007 in den Fluten des aufgestauten Jangtse unterging. Mehr als 100.000 Menschen fanden hier eine neue Bleibe. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2524" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3604_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2524" title="Der Hügel Ming Shan mit seinen vielen buddhistischen und taoistischen Tempeln und schönen Gartenanlagen liegt glücklicherweise oberhalb der Stauwassergrenze. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3604_1024-450x337.jpg" alt="Der Hügel Ming Shan mit seinen vielen buddhistischen und taoistischen Tempeln und schönen Gartenanlagen liegt glücklicherweise oberhalb der Stauwassergrenze. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Der Hügel Ming Shan mit seinen vielen buddhistischen und taoistischen Tempeln und schönen Gartenanlagen liegt glücklicherweise oberhalb der Stauwassergrenze. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Trotz all der Touristen war auch hier der Park mit seinen Tempelchen wieder geradezu erholsam. Nach dem Ausflug nach Fengdu ging es weiter und mit der feierlichen Verabschiedung durch Reiseleitung und Kapitän endete auch die Bootspassage. Danach ging es weiter zur Metropole Chongqing, heute eine Millionenstadt. Neben einer Stadttour mit anschließendem Aufenthalt im Park gehörte auch ein Besuch der hiesigen Markthallen und eine nächtliche Stadttour zum Programm.</p>
<div id="attachment_2525" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3670b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2525" title="Das Stadtzentrum von Chongqing ist nur frühmorgens so menschenleer wie auf diesem Foto. Sonst herrscht - wie überall in China - sehr dichtes Gedränge. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3670b_1024-450x337.jpg" alt="Das Stadtzentrum von Chongqing ist nur frühmorgens so menschenleer wie auf diesem Foto. Sonst herrscht - wie überall in China - sehr dichtes Gedränge. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Das Stadtzentrum von Chongqing ist nur frühmorgens so menschenleer wie auf diesem Foto. Sonst herrscht - wie überall in China - sehr dichtes Gedränge. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2526" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3673_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2526" title="Die Markthallen der Millionenstadt Chongqing versorgen nur einen Teil der Einwohner. Hier ist der Gemüsemarkt zu sehen, der Fleischmarkt dagegen wäre nicht für westliche Augen - nach dem Besuch desselben wurde Hansjörg Dühning sogar zeitweilig Vegetarier, was sonst gar nicht seine Art ist. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3673_1024-450x337.jpg" alt="Die Markthallen der Millionenstadt Chongqing versorgen nur einen Teil der Einwohner. Hier ist der Gemüsemarkt zu sehen, der Fleischmarkt dagegen wäre nicht für westliche Augen - nach dem Besuch desselben wurde Hansjörg Dühning sogar zeitweilig Vegetarier, was sonst gar nicht seine Art ist. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Die Markthallen der Millionenstadt Chongqing versorgen nur einen Teil der Einwohner. Hier ist der Gemüsemarkt zu sehen, der Fleischmarkt dagegen ist nichts für westliche Augen - nach dem Besuch desselben wurde Hansjörg Dühning sogar zeitweilig Vegetarier, was sonst gar nicht seine Art ist. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Morgens und abends kann man viele ältere Chinesen übrigens bei einer besonderen Übung betrachten. Was den Europäer auf den Fotos wie &#8220;Schattenboxen&#8221; vorkommt, ist keinesfalls Tai-Chi, sondern sogenanntes &#8220;Oma-Dancing&#8221;. Hierbei tanzen die chinesischen Senioren teils recht wilde Tänze &#8211; auch westliche &#8211; um sich in Form zu halten. Modischer Tanzsport hat insofern auch klassische Meditationsformen bei der breiten Masse abgelöst.</p>
<div id="attachment_2527" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3713_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2527" title="Nächtlicher Stadtpark von Chongqing (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3713_1024-450x337.jpg" alt="Nächtlicher Stadtpark von Chongqing (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Nächtlicher Stadtpark von Chongqing (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2528" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3750_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2528" title="Tanzen hält schön jung! - Das denken viele Senioren in China und treffen sich täglich morgens und abends zum &quot;Oma-Dancing&quot;, wie hier in Chongqing. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3750_1024-450x337.jpg" alt="Tanzen hält schön jung! - Das denken viele Senioren in China und treffen sich täglich morgens und abends zum &quot;Oma-Dancing&quot;, wie hier in Chongqing. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Tanzen hält schön jung! - Das denken viele Senioren in China und treffen sich täglich morgens und abends zum &quot;Oma-Dancing&quot;, wie hier in Chongqing. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Viele Fotos vom Ausflug nach Fengdu und nach Chongqing gibt es im <a title="Fotos von den Ausflügen nach Fengdu und Chongqing" href="http://www.anastratin.de/bilderli/?album=3&amp;gallery=27">Anastratin-Fotoalbum zu Teil 4</a> der  Chinareise von Hansjörg Dühning.</p>
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		<title>Mit dem Boot auf dem Jangtse-River</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 00:32:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Jangtsekiang]]></category>
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		<description><![CDATA[Noch ein bisschen vom alten China sehen, bevor es ganz modernisiert ist – das war das Motiv der Chinareise von Hansjörg Dühning. Zum klassischen Chinabild gehören auch die nebelverhangenen Klüfte und Schluchten eines der beiden großen chinesischen Flüsse. Besonders der Jangtsekiang, der &#8220;lange Fluss&#8221; &#8211; drittlängster Strom der Erde &#8211; und die einst malerischen drei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch ein bisschen vom alten China sehen, bevor es ganz modernisiert ist – das war das Motiv der Chinareise von Hansjörg Dühning. Zum klassischen Chinabild gehören auch die nebelverhangenen Klüfte und Schluchten eines der beiden großen chinesischen Flüsse. Besonders der Jangtsekiang, der &#8220;lange Fluss&#8221; &#8211; drittlängster Strom der Erde &#8211; und die einst malerischen drei Schluchten. Freilich mussten auch diese inzwischen der moderne Platz machen. Der monumentale Dreischluchtenstaudamm hat im Westen ja für Furore gesorgt.</p>
<p><span id="more-2502"></span></p>
<div id="attachment_2503" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3404_b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2503" title="Es gibt sie noch, die klassischen Ruderkähne auf dem Jangtsekiang. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3404_b_1024-450x252.jpg" alt="Es gibt sie noch, die klassischen Ruderkähne auf dem Jangtsekiang. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="252" /></a><p class="wp-caption-text">Es gibt sie noch, die klassischen Ruderkähne auf dem Jangtsekiang. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Eine Bootsfahrt für Touristen wird heute natürlich weder in einem Kahn gerudert, noch in einer Dschunke durchgeführt, sondern in einer modernen, klimatisierten Touristenfähre, die sich, wie manchmal auch die Landschaft, optisch durchaus Pendants am Rhein annähert. Allerdings ist in China auch hier wieder einmal alles größer und weiter und verschlungener und in einigen der Seitenarme kann man es diesmal tatsächlich auch finden, das gute alte China, wenn man rechtzeitig einen Fotoapparat zückt und sich vom schlechten Regenwetter dabei nicht abschrecken lässt.</p>
<div id="attachment_2504" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3325_b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2504" title="Wie aus dem Bilderbuch - aber wirklich echt. Klassische Flussdschunken vor einem alten chinesischen Fischerdorf am Jangtsekiang trotzen der Moderne 2011. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3325_b_1024-450x300.jpg" alt="Wie aus dem Bilderbuch - aber wirklich echt. Klassische Flussdschunken vor einem alten chinesischen Fischerdorf am Jangtsekiang trotzen der Moderne 2011. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Wie aus dem Bilderbuch - aber wirklich echt. Klassische Flussdschunken vor einem alten chinesischen Fischerdorf am Jangtsekiang trotzen der Moderne 2011. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2505" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3319_b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2505" title="Eine einsame Pagode versinkt im Bergnebel. Bei schönem Wetter kann man an den Ufern des Jangtsekiang auch Makaken, eine Affenart beobachten. In den zahlreichen Flusshöhlen leben immer noch Höhlenfledermäuse. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3319_b_1024-450x465.jpg" alt="Eine einsame Pagode versinkt im Bergnebel. Bei schönem Wetter kann man an den Ufern des Jangtsekiang auch Makaken, eine Affenart beobachten. In den zahlreichen Flusshöhlen leben immer noch Höhlenfledermäuse. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="465" /></a><p class="wp-caption-text">Eine einsame Pagode versinkt im Bergnebel. Bei schönem Wetter kann man an den Ufern des Jangtsekiang auch Makaken, eine Affenart beobachten. In den zahlreichen Flusshöhlen leben immer noch Höhlenfledermäuse. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Neben den Resten des traditionellen China lässt aber auch hier überall die Moderne grüßen. Abenteuerliche Hängebrücken überspannen mancherorts den Fluss. An den Ufern werden Trassen für Asphaltstraßen gebaut, oft jedoch machen Erdrutsche die moderne Ingenieurskunst wieder zunichte. Doch aus den meisten Fischerdörfchen sind an Ufern und Hängen längst Städt mit westlich anmutenden Hochhäusern geworden. Nicht zuletzt der wirklich monumentale Dreischluchtenstaudamm und gigantische Fährschleusen machen klar, dass es keinen Weg zurück mehr ins letzte Jahrtausend gibt.</p>
<div id="attachment_2506" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3353_b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2506" title="Hier sieht es schon moderner aus und so modern oder noch städtischer sind die meisten Ufergemeinden am Jangtsekiang inzwischen ausgebaut. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3353_b_1024-450x300.jpg" alt="Hier sieht es schon moderner aus und so modern oder noch städtischer sind die meisten Ufergemeinden am Jangtsekiang inzwischen ausgebaut. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Hier sieht es schon moderner aus und so modern oder noch städtischer sind die meisten Ufergemeinden am Jangtsekiang inzwischen ausgebaut. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2507" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3370_b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2507" title="Der Dreischluchtenstaudamm ist ein wahrlich gigantisches Bauwerk - und auch immer noch nicht fertig. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3370_b_1024-450x300.jpg" alt="Der Dreischluchtenstaudamm ist ein wahrlich gigantisches Bauwerk - und auch immer noch nicht fertig. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Der Dreischluchtenstaudamm ist ein wahrlich gigantisches Bauwerk - und auch immer noch nicht fertig. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Der Jangtsekiang ist für China heute mehr denn je das, was er auch schon in der Vergangenheit war: Eine sehr wichtige Wasserverkehrsader. In industrialisierten Zeiten hat das ein entsprechendes Verkehrsaufkommen besonders mit Frachtschiffen zur Folge. Auf dem Rhein ist es ja auch nicht viel anders, nur vergleichsweise viel kleiner. Und wie dort gibt teilen sich Industrie und Tourismus ihre Pfründe. Touristisch sind beim Jangtse neben den großen modernen Bauten besonders auch die in den zahlreichen Seitenarmen und Zuflüssen noch vorhandenen idyllischen Momente interessant. Für Touristen wird dort die Idylle teilweise auch wieder inszeniert, so kann man klassische Flussschlepper am eigenen Leibe erfahren, indem man sich mit einem Kahn stromaufwärts ziehen lässt, oder auch fjordähnliche Klippenformationen zur Genüge betrachten.</p>
<div id="attachment_2508" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3417_b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2508" title="Ein malerisches Städtchen in einem Nebenarm des Jangtse (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3417_b_1024-450x337.jpg" alt="Ein malerisches Städtchen in einem Nebenarm des Jangtse (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Ein malerisches Städtchen in einem Nebenarm des Jangtse (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2509" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3468_b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2509" title="Ganz legale &quot;Schlepperbande&quot;, welche Touristen zu Demonstrationszwecken in traditioneller Weise mit Rudern und Seilen den Fluss hinauf zieht. Manchmal singen sie dabei die klassischen Lieder des Volksstamms der Tujia. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3468_b_1024-450x300.jpg" alt="Ganz legale &quot;Schlepperbande&quot;, welche Touristen zu Demonstrationszwecken in traditioneller Weise mit Rudern und Seilen den Fluss hinauf zieht. Manchmal singen sie dabei die klassischen Lieder des Volksstamms der Tujia. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ganz legale &quot;Schlepperbande&quot;, welche Touristen zu Demonstrationszwecken in traditioneller Weise mit Rudern und Seilen den Fluss hinauf zieht. Manchmal singen sie dabei die klassischen Lieder des Volksstamms der Tujia. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2510" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3407_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2510" title="Abenteuerliche Felswände säumen den Nebenfluss des Jangtse, sie stehen zumindest kleineren Fjorden in nichts nach. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3407_1024-450x600.jpg" alt="Abenteuerliche Felswände säumen den Nebenfluss des Jangtse, sie stehen zumindest kleineren Fjorden in nichts nach. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Abenteuerliche Felswände säumen den Nebenfluss des Jangtse, sie stehen zumindest kleineren Fjorden in nichts nach. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Die Reise auf dem Jangtsekiang war dementsprechend bilderreich, was man in einem entsprechend umfangreichen <a title="Der Jangtsekiang im Anastratin-Fotoalbum" href="http://www.anastratin.de/bilderli/?album=3&amp;gallery=26">Fotoalbum zum Teil 3 der Chinareise: Jangtsekiang</a> betrachten kann. Neben Natur- und Technikbetrachtung gab es auch ein Bordprogramm und auch reichlich Gelegenheit, chinesische Küche und besonders chinesischen Tee auszuprobieren. Dazu, wie auch zum Abschluss der Flussfahrt, nämlich den Besuch der &#8220;Geisterstadt&#8221; Fengdu, einandermal&#8230;</p>
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		<title>Über 6000 Jahre chinesische Geschichte in Wuhan</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 12:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Lubei]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Wuhan]]></category>
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		<description><![CDATA[Noch ein bisschen vom alten China sehen, bevor es ganz modernisiert ist – das war das Motiv der Chinareise von Hansjörg Dühning. Doch China ist längst moderne Wirtschaftsnation und Shanghai macht mit seinen Wolkenkratzern New York starke Konkurrenz. Mehr Glück in Sachen altes China hat man in der dreitausend Jahre alten Stadt Wuhan &#8211; dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch ein bisschen vom alten China sehen, bevor es ganz modernisiert ist – das war das Motiv der Chinareise von Hansjörg Dühning. Doch China ist längst moderne Wirtschaftsnation und Shanghai macht mit seinen Wolkenkratzern New York starke Konkurrenz. Mehr Glück in Sachen altes China hat man in der dreitausend Jahre alten Stadt Wuhan &#8211; dort gibt es nämlich zumindest ein sehr hübsches Museum.</p>
<p><span id="more-2488"></span></p>
<div id="attachment_2489" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3191_b_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2489" title="Wuhan ist eine Stadt mit langer Geschichte, auf die sie auch sehr stolz ist. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/img_3191_b_1024-450x337.jpg" alt="Wuhan ist eine Stadt mit langer Geschichte, auf die sie auch sehr stolz ist. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Wuhan ist eine Stadt mit langer Geschichte, auf die sie auch sehr stolz ist. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Wuhan, die zweite Station der Chinareise von Hansjörg Dühning, ist mit seinen weit über 4 Millionen Einwohnern freilich auch kein beschauliches Provinzstädtchen mehr. Allerdings ist die Metropole historisch bedeutsam und kann mit einer dreitausendjährigen Stadtgeschichte aufwarten. Die chinesische Geschichte selbst geht natürlich noch viel weiter zurück&#8230;</p>
<div id="attachment_2490" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3205_crop1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2490" title="Das Lubei-Provinzmuseum wartet mit vielen Artefakten zur Früh,- Mittel,- und modernen Geschichte von Wuhan und Umgebung auf. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3205_crop1024-450x282.jpg" alt="Das Lubei-Provinzmuseum wartet mit vielen Artefakten zur Früh,- Mittel,- und modernen Geschichte von Wuhan und Umgebung auf. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="282" /></a><p class="wp-caption-text">Das Lubei-Provinzmuseum wartet mit vielen Artefakten zur Früh,- Mittel,- und modernen Geschichte von Wuhan und Umgebung auf. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Wer sich die sehr lange kulturelle Tradition nicht selbst zusammenklauben möchte, ist mit dem <a title="Das Lubei-Museum im englischsprachigen Chinatravel-Guide" href="http://www.chinatravel.com/hubei/wuhan/attraction/hubei-provincial-museum/" target="_blank">Lubei Provinz-Museum</a> gut bedient, hier findet man auch einiges vom &#8220;guten, alten China&#8221; wieder, feinsäuberlich sortiert und angemessen präsentiert auf über 9000 m². Über 200.000 Relikte von der Jungsteinzeit bis zur Moderne sind hier ausgestellt.</p>
<div id="attachment_2491" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3210_crop_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2491" title="Frühe chinesische Steinstele - obwohl wesentlich älter, erinnern manche der Motive dieser Artefakte an keltische Kunstwerke. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3210_crop_1024-450x405.jpg" alt="Frühe chinesische Steinstele - obwohl wesentlich älter, erinnern manche der Motive dieser Artefakte an keltische Kunstwerke. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="405" /></a><p class="wp-caption-text">Frühe chinesische Steinstele - obwohl wesentlich älter, erinnern manche der Motive dieser Artefakte an keltische Kunstwerke. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2492" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3229_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2492" title="Zu den besonderen Kostbarkeiten des Lubei-Museums zählen neben Grabbeigaben des Fürsten Yi von Zeng auch das Schwert von König Goujian von Yue und der Speer König Fuchais von Wu." src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3229_1024-450x337.jpg" alt="Zu den besonderen Kostbarkeiten des Lubei-Museums zählen neben Grabbeigaben des Fürsten Yi von Zeng auch das Schwert von König Goujian von Yue und der Speer König Fuchais von Wu." width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Zu den besonderen Kostbarkeiten des Lubei-Museums zählen neben Grabbeigaben des Fürsten Yi von Zeng und vielen schönen Bronzeartefakten auch das Schwert von König Goujian von Yue und der Speer König Fuchais von Wu.</p></div>
<div id="attachment_2493" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3259_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2493" title="Wer die chinesische Kultur wirklich verstehen will, der muss ihre Schrift lesen können. Das Lesen dieser frühen Schriftsymbole bereitet aber vielen heutigen Chinesen schon große Probleme. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3259_1024-450x600.jpg" alt="Wer die chinesische Kultur wirklich verstehen will, der muss ihre Schrift lesen können. Das Lesen dieser frühen Schriftsymbole bereitet aber vielen heutigen Chinesen schon große Probleme. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Wer die chinesische Kultur wirklich verstehen will, der muss ihre Schrift lesen können. Das Lesen dieser frühen Schriftsymbole bereitet aber vielen heutigen Chinesen schon große Probleme. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<div id="attachment_2494" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3248_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2494" title="Eine andere Art von Kultur ist die Tee-Kultur, die in China schon seit Jahrtausenden zelebriert wird. Hier sind einige Teeschälchen aus feinstem chinesischem Porzellan der Qing-Periode (1662-1703) zu bewundern. (Foto: Hansjörg Dühning) " src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3248_1024-450x337.jpg" alt="Eine andere Art von Kultur ist die Tee-Kultur, die in China schon seit Jahrtausenden zelebriert wird. Hier sind einige Teeschälchen aus feinstem chinesischem Porzellan der Qing-Periode (1662-1703) zu bewundern. (Foto: Hansjörg Dühning) " width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Eine andere Art von Kultur ist die Tee-Kultur, die in China schon seit Jahrtausenden zelebriert wird. Hier sind einige Teeschälchen aus feinstem chinesischem Porzellan der Qing-Periode (1662-1703) zu bewundern. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Noch in jüngerer Vergangenheit spielte sich hier bedeutsame Geschichte ab: Nahm doch vor hundert Jahren die chinesische Revolution hier ihren Ausgang. Eine aktuelle Ausstellung beschäftigt sich zur Zeit auch mit der Revolution von 1911, welche dieses Jahr ihr hundertjähriges Jubiläum feiert.</p>
<div id="attachment_2495" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3260_1024.jpg"><img class="size-medium wp-image-2495" title="Aus jüngerer Zeit stammen diese Uniformen, die sich sichtlich an den europäischen &quot;Kolonisatoren&quot; orientieren. (Foto: Hansjörg Dühning)" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3260_1024-450x600.jpg" alt="Aus jüngerer Zeit stammen diese Uniformen, die sich sichtlich an den europäischen &quot;Kolonisatoren&quot; orientieren. (Foto: Hansjörg Dühning)" width="450" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Aus jüngerer Zeit stammen diese Uniformen, die sich sichtlich an den europäischen &quot;Kolonisatoren&quot; orientieren. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Viele, viele weitere Fotos vom Ausflug nach Wuhan gibt es im <a title="Wuhan im Anastratin-Fotoalbum" href="http://www.anastratin.de/bilderli/?album=3&amp;gallery=25">zweiten Teil des China-Fotoalbums: Wuhan</a>.</p>
<p>Weiter geht es im dritten Teil der Chinareise mit einer mehrtägigen Flussfahrt auf dem Jangtsekiang, dem drittlängsten Strom der Erde.</p>
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		<title>Grüße aus Shanghai</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 12:38:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Shanghai]]></category>
		<category><![CDATA[Wolkenkratzer]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Noch ein bisschen vom alten China sehen, bevor es ganz modernisiert ist – das war das Motiv der Chinareise von Hansjörg Dühning. Doch in Shanghai grüßt der Westen überall, größer und sicher moderner als das Original. Von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer ging es im ersten Teil der Chinareise, oft im Smog der Industriestadt.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2471" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/china-shanghai-skyline.jpg"><img class="size-full wp-image-2471" title="Skyline von Shanghai im Sommersmog" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/china-shanghai-skyline.jpg" alt="Skyline von Shanghai im Sommersmog" width="450" height="234" /></a><p class="wp-caption-text">Skyline von Shanghai im morgendlichen Sommersmoggewand (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Noch ein bisschen vom alten China sehen, bevor es ganz modernisiert ist &#8211; das war das Motiv der Chinareise von Hansjörg Dühning. Doch in Shanghai grüßt der Westen überall, größer und sicher moderner als das Original. Von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer ging es im ersten Teil der Chinareise, oft im Smog der Industriestadt.</p>
<p><span id="more-2470"></span></p>
<div id="attachment_2472" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_2885_450.jpg"><img class="size-full wp-image-2472" title="Wolkenkratzerlandschaft" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_2885_450.jpg" alt="Wolkenkratzerlandschaft" width="450" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Wolkenkratzerlandschaft - fast wie Manhattan, nur viel größer... (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Antike Pagoden gibt es nur noch als Nachbau für Touristen oder als museale Stätte &#8211; wie der Palast des Statthalters. Hier und da gibt es auch noch Tempelanlagen. Wer aber daran gezweifelt hat, dass die Moderne in China längst Einzug gehalten hat, der wird eines Besseren belehrt. Allerdings ist Shanghai ja auch die größte Industriemetropole des Landes.</p>
<div id="attachment_2473" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3033_450.jpg"><img class="size-full wp-image-2473" title="Restaurant im antiken Stil" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_3033_450.jpg" alt="Restaurant im antiken Stil" width="450" height="338" /></a><p class="wp-caption-text">Nur wenige Gebäude in Shanghai sind noch im antiken Stil gebaut, so wie dieses, in welchem sich heute ein Restaurant befindet. (Foto: Hansjörg Dühning)</p></div>
<p>Viele Fotos aus Shanghai <a title="Fotos aus Shanghai" href="http://www.anastratin.de/bilderli/?album=3&amp;gallery=24">(Chinareise, Teil 1) gibt es im Anastratin-Fotoalbum</a>.</p>
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		<title>Das Tal der gescheiterten Hoffnungen &#8211; neu vertont</title>
		<link>http://www.anastratin.de/2011/06/13/das-tal-der-gescheiterten-hoffnungen-neu-vertont/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 12:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibwerkstatt]]></category>
		<category><![CDATA[gescheiterte Hoffnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Vertonungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Tal der gescheiterten Hoffnungen wird durchströmt vom Fluss der ungenutzten Möglichkeiten. Trauerweiden winden sich an seinen Ufern und ein melancholischer Wind säuselt dann und wann. Doch meist weht kein Lüftchen, darf es nicht. Selten nur surren Libellen vorbei. Müde, tragisch. Es ist untrügliche Wahrheit des Lebens, des Vergangenen, dass viele gute Gelegenheiten ungenutzt vorüber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Das Tal der gescheiterten Hoffnungen wird durchströmt vom Fluss der  ungenutzten Möglichkeiten. Trauerweiden winden sich an seinen Ufern und  ein melancholischer Wind säuselt dann und wann. Doch meist weht kein  Lüftchen, darf es nicht. Selten nur surren Libellen vorbei. Müde,  tragisch.</div>
<div><span id="more-2393"></span>Es ist untrügliche Wahrheit des Lebens, des Vergangenen, dass viele  gute Gelegenheiten ungenutzt vorüber gehen. Die Stunden, die man nicht  mit Freunden verbracht hat. Die Arbeit, nicht rechzeitig vollendet oder  gescheitert. Worte, die ungesagt verstummten, oft gerade auch dann, wenn  sie nötig gewesen wären.</div>
<p>Und das Wissen darum verbindet sich mit dem Zweifel an sich selbst:  Hätte man es nicht besser machen können? Musste es so kommen? Oft hätte  ja nur wenig gefehlt.</p>
<p>Fehler sind häufig und jede Handlung schafft neue. Der handelnde  Mensch begeht Fehler. Auch nichts zu tun würde nicht helfen, denn die  Unterlassungssünden erweisen sich im Nachhinein oft als die schlimmsten  Unzulänglichkeiten. Sich auf die Gesinnung als schützende Trutzburg  zurückzuretten &#8211; wie feige! Was sind denn schon Gedanken und Gefühle,  die zu schwach dazu waren, wirklich zu leben. Das Gute, das nur gemeint  war ist auch das Gute, das nicht getan wurde.</p>
<p>Zweifellos heimtückisch ist der Verweis auf das Böse, das noch hätte  geschehen können. Es ähnelt dem Monster unter der Bettkante, das die  kleinen Kinder erschrecken soll. Jeder Erwachsene weiß, dass solche  Schattenbilder weder wirklich schrecken können noch gar besänftigen. Und  so bleibt als letzter Ausweg nur die Blindheit des Vergessens, mit dem  die meisten den Ausblick ins Tal der gescheiterten Hoffnungen zu meiden  suchen: Sie blenden sich wie Ödipus, selbst voller Scham über die eigene  Schändlichkeit.</p>
<p>Die Vergangenheit aber bleibt, wie sie war, auch wenn sie  totgeschwiegen wird. Und in dunklen Nächten vernehmen wir innerlich ein  merkliches Surren, von den Ufern, von dort, wo kein Lüftchen her weht,  es nicht darf. Und Trauerweiden winden sich tragisch und müde.</p>
<p><a href="http://www.niarts.de/vertonungen/mad/dastaldergescheitertenhoffnungen.mp3">Das Tal der gescheiterten Hoffnungen &#8211; neu vertont</a></p>
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		<title>Ein Gleichnis</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 16:44:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibwerkstatt]]></category>
		<category><![CDATA[Parabel]]></category>
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		<description><![CDATA[In A... , einer unbedeutenden Kleinstadt am südlichen Rande des Schwarzwaldes, geschah es an einem finsteren Nachmittage, als die Hitze des Tages sich gerade in ein Gewitter umzuwandeln begann, dass eine wilde Horde von Fünftklässlern einen der ihren, einen gewissen W... , in die Ecke stellte und grundlos zusammenschlug.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Zwei Parabeln, verfasst in einer Freistunde im Jahr 1993 im damaligen Computerraum des Klettgau-Gymnasiums, heute Raum 305:</em></p>
<h3>Ein Gleichnis</h3>
<p>In A&#8230; , einer unbedeutenden Kleinstadt am südlichen Rande des Schwarzwaldes, geschah es an einem finsteren Nachmittage, als die Hitze des Tages sich gerade in ein Gewitter umzuwandeln begann, dass eine wilde Horde von Fünftklässlern einen der ihren, einen gewissen W&#8230; , in die Ecke stellte und grundlos zusammenschlug. Dieser, von der plötzlichen Härte des Lebens sichtlich überrascht, erlitt einen schweren Schock, sank nieder und blieb mit blutender Nase am Boden liegen.</p>
<p>Glücklicherweise ereignete sich dieser Unglücksfall in der Nähe eines häufig benutzten Fußpfades, sodass durchaus die Möglichkeit einer schnellen und zeitigen Hilfe bestand. Nach einiger Zeit kam denn auch jemand, eine gewisse C&#8230;, eine durchaus intelligente, wenn auch etwas temperamentvolle Kursstufenschülerin, daher, und, obwohl sie bis zu diesem Zeitpunkt der finstersten Depression ausgeliefert gewesen war, als sie ihn so in seinem Blute liegen sah, freute sich innigst und ging, unverrichteter Dinge und für alle Ungerechtigkeiten des Tages entschädigt, weiter.</p>
<p>Eine halbe Stunde später erreichte ein gewisser B&#8230;, ein bei einem großen Teil der Schülerschaft beliebter und äußerst dynamischer Lehrer, den Unglücksort, blieb gerührt, wie vom Schlage getroffen, stehen, sprach sein Beileid aus, kramte nach einem Zellulosetaschentuch, reichte es dem Verwundeten, legte es, nachdem dieser sich nicht gerührt hatte, neben ihn und verließ, da er ja noch eine Mathearbeit schreiben zu lassen hatte, den Unglücklichen.</p>
<p>Der blutende W&#8230;, durchaus bei Bewusstsein, blieb, obwohl er sich bereits etwas von seinen Verletzungen erholt hatte, am Boden liegen, in der naiven Hoffnung, welche den unschuldigen Geschöpfen dieses Alters noch eigentümlich ist, dass doch noch irgendwann ein barmherziger Samariter, ihm aufzuhelfen, käme.</p>
<p>Dieser durchaus lobenswerte Optimismus begann aber zu schwinden, als ein heftiges Gewitter loszubrechen begann, was W&#8230;, in Erinnerung seiner letzten Lungenentzündung dazu veranlasste, seinen Standpunkt aufzugeben und den Ort aus eigener Kraft zu verlassen. So erhob sich W&#8230;, durch die Ungerechtigkeit des Seins leicht ergrimmt, mit den übelsten und für dieses Alter unorthodoxen Verwünschungen auf den Lippen, machte sich auf den Heimweg und beschloss,<br />
Atheist zu werden.</p>
<p>* * *</p>
<h3>Unterwegs</h3>
<p>Ich saß vorne auf dem Kutschbock.</p>
<p>Neben mir saß der Vetter. Er schien Probleme zu haben, er rieb sich unaufhörlich die Augen.</p>
<p>&#8220;Haben Sie Probleme?&#8221;, fragte ich ihn.</p>
<p>&#8220;Es ist nichts. Es ist nichts.&#8221;, erwiderte er und versuchte, sich möglichst unauffällig die Augen weiter zu reiben.</p>
<p>Hinter uns grölten die Fahrgäste.</p>
<p>Den einen fuhren wir zu langsam, den anderen war die Fahrt zu rasant. Es waren große und kleine. Einige hatten schwarze Hüte auf dem Kopf, andere trugen weiße, wieder andere rote Hemden. Einige hatten auch braune Stiefel an.</p>
<p>Sie konnten sich gegenseitig nicht ausstehen.</p>
<p>Aber die grauen Pferde vor uns trabten immer im selben Tempo gleichmäßig voran, immer in die selbe Richtung. Rückwärts laufen konnten sie nicht.</p>
<p>Ich schaute wieder zum Vetter: Seine Augen wurden rot; dann seine Finger, mit denen er sich schon die ganze Zeit unaufhörlich die Augen rieb.</p>
<p>&#8220;Sie bluten&#8221;, sagte ich.</p>
<p>&#8220;Es ist der Nebel; man kann kaum etwas erkennen&#8221;, meinte er.</p>
<p>Ich war verunsichert.</p>
<p>&#8220;Wohin fahren wir denn?&#8221;</p>
<p>Die Fahrgäste grölten.</p>
<p>&#8220;Weiß ich&#8217;s?&#8221;, erwiderte er.</p>
<p>* * *</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Lachen ist ungesund</title>
		<link>http://www.anastratin.de/2011/06/08/lachen-ist-ungesund/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 16:21:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibwerkstatt]]></category>
		<category><![CDATA[Alkoholismus]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählung]]></category>
		<category><![CDATA[Fragment]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
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		<description><![CDATA[Ausschnitt aus dem Romanfragment &#8220;Tagebuch eines Selbstmörders &#8211; das kurze Leben des Roderick T.&#8221;, verfasst anno 1993 in einigen Freistunden im alten Computerraum des KGT, heute Raum 305: Als ich eines Morgens wieder einmal einen Spaziergang machte, traf ich, auf einem dieser öffentlichen Orgienplätze und von einer Horde von Biergläsern umzingelt, den mir zutiefst verhassten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ausschnitt aus dem Romanfragment &#8220;Tagebuch eines Selbstmörders &#8211; das kurze Leben des Roderick T.&#8221;, verfasst anno 1993 in einigen Freistunden im alten Computerraum des KGT, heute Raum 305:</em></p>
<p>Als ich eines Morgens wieder einmal einen Spaziergang machte, traf ich, auf einem dieser öffentlichen Orgienplätze und von einer Horde von Biergläsern umzingelt, den mir zutiefst verhassten und völlig übernächtigten Herrn H. &#8230; Da ich gerade nichts Besseres zu tun hatte, beschloss ich, die günstige Gelegenheit zu nutzen, ihm gegenüber den Sadisten zu spielen, um ihm den Alkoholgenuss ein für alle mal zu verleiden.</p>
<p><span id="more-2373"></span>Ich betrat also den Schauplatz tiefster Erniedrigung, stieg über die gewaltigen Hindernisse, die die am Boden liegenden Sterbenden darstellten und setzte mich auf die Herrn H.s Tisch gegenüberliegende Bank. Nachdem ich ihn eine Zeit lang mit meinen Blicken gemartert hatte und er sich davon schon wieder zu erholen im Begriffe war, kam mir die Idee, seinem Gesundheitszustand mit Hilfe einer vollkommen unnützen und lästigen Konversation einen Schlag zu versetzen. Hierzu ergriff ich eine alte, zerfledderte Morgenzeitung, welche vor mir auf dem Tische ruhte, schlug eine zufällige Seite auf und begann laut und deutlich zu lesen. Herr H., der sich einen Sinn der Aktion vor lauter Schmerzen nicht denken konnte, betrachtete dies, sichtlich unter den Folgen des übermäßigen Genusses des Vorabends leidend, mit größtem Argwohn.</p>
<p>&#8220;FRAU LACHT SICH IN DEN STRASSENGRABEN &#8230;&#8221;, lautete die Überschrift. Herr H. war zu meiner innigsten Freude durch diese Worte schon so entkräftet, dass er ächzend, im Gefolge einiger Bierkrüge, unter den Tisch sank und sich nur mit größter Mühe wieder hochzuholen vermochte. &#8220;FRAU LACHT SICH IN DEN STRASSENGRABEN. dpa. &#8230; Am getrigen Morgen ereignete sich in Obergodifingen ein Unfall der besonderen Art. Hierbei sind nicht der Unfallhergang, sondern eher die Unfallursache verwunderlich. Die Polizei fischte gestern Nachmittag eine 21jährige Frau aus dem neben der B256 gelegenen Winkelgraben &#8230; der Sachschaden am Auto und an der Frau war nur geringfügig &#8230; Nach Angaben der Frau habe sie derartig über einen im Radio gehörten Witz lachen müssen, dass sie einen Krampf bekommen habe und von der Straße abgekommen sei &#8230; Nach weiteren Angaben der Polizei war die Frau aber völlig nüchtern &#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Oh!&#8221;, stöhnte Herr H. &#8220;Bitte lesen Sie nicht weiter.&#8221; Er hätte Kopfweh und Gliederschmerzen und schlafen sei die beste Medizin &#8230; und überhaupt habe er die ganze Zeitung schon gelesen. Ich ließ mich aber nicht davon abbringen und las unbeirrbar laut und deutlich den Artikel zuende. Danach fing ich an unglaublich auf ihn einzureden, bis er die mir unerklärliche Kraft zusammenriss und selbst das Wort ergriff:</p>
<p>Er sei davon überzeugt, dass es mit diesem Artikel völlig seine Richtigkeit habe; ja, es gebe nichts schlimmeres als die Freude, denn immer, wenn er sich freue, so müsse er am nächsten Tag tiefste Erniedrigung und das übelste Leid erdulden &#8211; was ich mir durchaus erklären konnte &#8211; ja überhaupt gäbe es nichts grauenhafteres als das Lachen. Er glaube zu wissen, behauptete er,  dass wohl nicht der Apfel, sondern das Lachen den Menschen aus dem Paradies getrieben habe &#8230; Er sei schon immer gegen alles Überschwängliche und Freudige gewesen und, wenn überhaupt, so könne nur die Vernunft aus dem Menschen etwas machen. Er machte dabei einen so ernsthaften Eindruck, dass ich Mühe hatte, das Lachen zurückzuhalten und ich erwiderte nun, als ich merkte, dass er mit seinem Prolog am Ende war, dass ich mir nicht vorstellen könne, was er eigentlich mit &#8216;Vernunft&#8217; meine.</p>
<p>&#8216;Vernunft&#8217;, erklärte er mir völlig entnervt, sei die Fähigkeit zur Entscheidungsfreiheit und zur Selbstkontrolle und übrigens die einzige Möglichkeit, die Gesellschaft aus dem Sumpf der Verstrickung zu befreien. Da er sich mit solcher Sicherheit äußerte, fing ich an mich für diese seltsam anmutenden Thesen zu interessieren. &#8220;Glauben Sie wirklich, eine Gesellschaft könne ohne das Lachen und regelmäßige Aufheiterungen auskommen?&#8221; Herr H. kühlte sein Antlitz an einem Bierglas. &#8220;Selbstverständlich&#8221;, meinte er, es gebe tausend Beweise für diese Behauptung. &#8220;Nehmen Sie doch mal die A&#8230;, wie froh wären die, wenn alle ihre Kunden zu vorsichtig und vernünftig wären und sie somit nicht fortwährend gezwungen wären, für die Folgen ihres Überschwangs aufzukommen.&#8221; Auf dieses &#8220;Beispiel&#8221; vermerkte ich, dass er für die Unzulänglichkeiten der Welt doch nicht allein die Freude verantwortlich machen könne.</p>
<p>Er tue dies mitnichten, verteidigte er sich. Er bekämpfe die Freude nicht, um die Unzulänglichkeiten der Welt zu beseitigen, sondern vielmehr, um den Irrglauben der Welt zu tilgen, die Freude beuge dem Leide vor. Im Gegenteil stürze die Freude die humanoide Seele in tiefste Verdarbnis.</p>
<p>Ich konnte diese Paradoxien, die mit allen konventionellen philosophischen Richtungen in Dissonanz standen, nicht länger ertragen und machte ihm klar, dass doch alle seine Behauptungen völlig aus der Luft gegriffen seien und mit der Wirklichkeit nicht in Verbindung zu bringen wären. Darauf wurde der ohnehin schon missgestimmte Herr H. sehr zornig und aufgebracht. Rasend und vor Wut schäumend legte er Beweise für seine derzeitige Weltanschauung dar: Sicherlich habe ich schon von dem genialen und berühmten Opernsänger R., einem kürzlich verstorbenen Idol ganzer Nationen gehört, fing er an; wie er aus einer zufällig aufgegriffenen Fachlektüre zu erfahren die Gnade gehabt habe sei dieser nicht &#8211; wie öffentlich kundgetan &#8211; an einem Schlagflusse verschieden, sondern habe vielmehr durch einen grausigen Unfall das Zeitliche gesegnet &#8230; Jener R., der, wie alle Italiener, zu Lebzeiten ein freudiger und lustiger Geselle gewesen, &#8211; ihm sei gerade diese Lebensfreude zum Verhängnis geworden.</p>
<p>Um diesen Sachverhalt genauer zu verstehen, müsse man natürlich die innere Natur und den Körperbau eines Sängers genauer betrachten. Es wäre nämlich, um der Sangeskunst fähig zu sein, für eine Sänger dringend von Nöten, über ein stark trainiertes und ausgebildetes Zwerchfell zu verfügen, über jenen Muskel, welcher Herz und Lunge von den übrigen Eingeweiden trenne und mit dessen Hilfe man mit der sogenannten &#8216;Atemstütze&#8217; nur der Arien Töne zu halten befähigt sei. Bei R. sei dieser Muskel besonders ausgeprägt gewesen.</p>
<p>Zu seinem größten Unglücke sei es aber auch gerade jener Muskel, der bei herzhaftem Lachen kontrahiere. So sei es geschehen, als R. an einem späten Abende, nach einer seiner Opernvorstellungen bei einem Glase Chianti und mit einem Freunde beisammen saß, dass dieser, aus welchem schicksalsträchtigen Grunde auch immer, auf die unglückselige Idee gekommen sei, eine Anekdote zu erzählten. Kaum habe er seine Erzählung beendet, habe R. heftig angefangen zu lachen; etwas zu heftig, wie sich herausgestellt habe, denn sei Zwerchfell sei so heftig kontrahiert, dass sich der Muskel aus seiner Verankerung gelöst habe, die Eingeweide herausgequollen seien und er Blut zu spucken begonnen habe. Obwohl er sofort in ein Hospital gebracht worden sei, sei jede Hilfe zu spät gekommen und nach drei Stunden schlimmster Qualen sei er von seinem Leiden erlöst worden. Sein Freund aber, der dies alles mit vollem Bewusstsein erlebt habe, hätte in eine Nervenheilanstalt eingewiesen werden müssen, wo er heute noch mit schwersten psychischen Störungen lebe.</p>
<p>&#8220;Sie sehen also&#8221;, endete er &#8220;dass das, was als Aufheiterung gedacht war, in schlimmstem Leide endigen musste, weil die Vernunft des Vergnügens wegen geopfert wurde. Glauben Sie mir jetzt?&#8221;, zwinkerte er mir zu.</p>
<p>&#8220;Nein&#8221;, antwortete ich, &#8220;eine solch absurde Geschichte würde ich niemandem glauben, und Ihnen schon gar nicht!&#8221;, und verließ erbost darüber, dass es ihm immer besser zu gehen schien, unverzüglich und ohne ein Wort des Abschiedes den Ort, an dem Herr H. schon wieder auf seiner Bank niedersank. Und ich beschloss, in Zukunft von derartigen moralischen Kreuzzugsunternehmungen abzulassen.</p>
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