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	<title>Niarts Anastratin &#187; Frühling</title>
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	<description>Anastratin - das Online-Kulturdings von www.niarts.de</description>
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		<title>Lyrik zur Maidämmerung</title>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 23:18:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Melancholie]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwischen zwei Regenfronten zwitscherten ein paar mutige Sonnenstrahlen. Das war&#8217;s wohl vom sonnigen Mai. Lange währte es nicht, drum blieb auch die gute Laune nur ein Zwischenspiel, eines aber, dass zumindest ein paar Worte entkommen ließ zwischen den Schweigefluten. Drei kleine Gedichte sind dem entsprungen, zwei bessere und ein schlichteres: Das Nichts Das Nichts ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen zwei Regenfronten zwitscherten ein paar mutige Sonnenstrahlen. Das war&#8217;s wohl vom sonnigen Mai. Lange währte es nicht, drum blieb auch die gute Laune nur ein Zwischenspiel, eines aber, dass zumindest ein paar Worte entkommen ließ zwischen den Schweigefluten. Drei kleine Gedichte sind dem entsprungen, zwei bessere und ein schlichteres:</p>
<p><span id="more-1509"></span></p>
<h3>Das Nichts</h3>
<p>Das Nichts ist wie die große weiße Wand,<br />
Die plötzlich unerkannt dir steht vor Augen,<br />
Erst glaubst du, dass die Blicke nichts mehr taugen,<br />
Dann blinzelst du verstört, in dich gebannt.</p>
<p>In weißer Schrift auf weißem Grund gefasst,<br />
Sind Worte blutger Wahrheit eingeschrieben:<br />
&#8220;So sinnlos!&#8221;, &#8220;Tod!&#8221; und &#8220;Nichts mehr ist geblieben!&#8221;,<br />
&#8220;Dein Untergang!&#8221;, &#8220;Du wirst nur noch gehasst!&#8221;.</p>
<p>Der Zeiger dreht sich wild, ein dürrer Stab,<br />
Ganz schwarz und falbe zieht dir dunkle Runden,<br />
Und faltet deiner nassen Lider Fahnen.</p>
<p>Bis du begriffen hast, dass nichts ist, fließen Stunden,<br />
Der Mond am Himmel zieht still seiner Bahnen<br />
Und toter Geister Schatten fallen ab.</p>
<p>* * *</p>
<h3>Dein Frühling</h3>
<p>Als mir dein Frühling in die Augen sprang,<br />
Da war der Sommer schon und du verloren,<br />
Ich übte Selbstkritik und war verschworen<br />
In Skupeln, haderte und wankte lang.</p>
<p>Doch warst du Herz auch nicht, das zu mir drang,<br />
Und schienst zum Sinnen sonders nicht erkoren.<br />
So blieb nichts, wurde Liebe nicht geboren,<br />
Weil wir so fremd einander und so bang.</p>
<p>Ich hab mich still gefragt: Was wär gewesen<br />
Mit uns: mit dir und mir, im andern Falle,<br />
Wenn wir vereinigt zweisam uns in Sinnlichkeit?</p>
<p>Doch gegen Hypothesen spricht die Zeit:<br />
Nicht bunte Fantasie, nicht kluge Thesen,<br />
Es hilft ja alles nichts: Die Zeit ist alle!</p>
<p>* * *</p>
<h3>Dämmerung</h3>
<p>Das goldne Land, das uns die Zukunft war<br />
Liegt brach, und wie von Silber ziehen hin<br />
Schon dunkle Wolken, türmen wild sich auf<br />
Und wenn wir&#8217;s schauen, fürchten wir uns still.</p>
<p>Es ist kein Sinn gereimt in dieser Welt<br />
Und nichts das bleibt, wenn die Gefühle wehn<br />
Ins andre Land, wohin die Schatten ziehn<br />
Und die Gedanken, wenn die Sonne sinkt.</p>
<p>Doch noch ist Tag, und Glitzer hängt im Netz<br />
Der kleinen Spinne, die noch fleißig webt<br />
Und mancher Falter flügelt durch die laue Luft<br />
Und manchmal, wenn die Amsel nach uns ruft,<br />
Dann ahnen wir, dass drüber etwas schwebt,<br />
Was mehr als Gegenwart und unser Denken ist.</p>
<p>* * *</p>
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		<title>Ein Hauch von Frühling 2010</title>
		<link>http://www.anastratin.de/2010/05/17/ein-hauch-von-fruhling-2010/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 17:15:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>

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		<description><![CDATA[Wettermäßig war es eher noch Februar, aber ein Hauch von Frühling ist dann doch spürbar. Viel, außer allergischem Niesen, hätten wir derzeit ohnehin nicht von besserem Wetter gehabt. Und auf ein paar Korrekturpausenspaziergängen ließ sich dann doch das eine oder andere teils nasse Foto machen. Zu finden sind die Fotos entweder in der OfTheDunes-DeviantArt-Galerie oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wettermäßig war es eher noch Februar, aber ein Hauch von Frühling ist dann doch spürbar. Viel, außer allergischem Niesen, hätten wir derzeit ohnehin nicht von besserem Wetter gehabt. Und auf ein paar Korrekturpausenspaziergängen ließ sich dann doch das eine oder andere teils nasse Foto machen.</p>
<p><span id="more-1482"></span></p>
<div id="attachment_1483" class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/05/DSC_0151_400.jpg"><img class="size-full wp-image-1483" title="Ein Hauch von Frühling" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/05/DSC_0151_400.jpg" alt="Ein Hauch von Frühling" width="400" height="266" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Hauch von Frühling - wie zum Beispiel in Form dieser Apfelblüten hier - ließ sich schon fotografisch einfangen. Man beachte auch die kullerigen Regentropfen auf den Blättern. (Foto: Martin Dühning)</p></div>
<p>Zu finden sind die Fotos entweder in der <a title="Bildergalerie von OfTheDunes bei DeviantArt.com" href="http://ofthedunes.deviantart.com/" target="_blank">OfTheDunes-DeviantArt-Galerie</a> oder zusammen mit vielen älteren Frühlingsfotos im <a title="Frühling im Anastratin-Fotoalbum" href="http://www.anastratin.de/bilderli/?album=3&amp;gallery=2">Frühlingsfotoalbum</a> von anastratin.de. Vielleicht kommen ja auch noch ein paar hinzu. Iris, Schwertlilien und Rosen im Garten dürften bald blühen. Das eine oder andere Foto müsste sich da auch noch machen lassen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Drei Sonette zum Abschied</title>
		<link>http://www.anastratin.de/2010/05/03/drei-sonette-zum-abschied/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 17:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor ich wieder in das Reich der falben Buchstabendämmerung entgleite und für die nächste Zeit weder ansprechbar, noch allenfalls vorhanden sein werde, in einer kurzen, deprimierten Pause, habe ich ein paar Gedichtlein ersonnen, die niemand braucht, die aber vielleicht auch niemandem schaden &#8211; und wenn doch, dann wohlverdient. Maienfrost Der süße Frühling ist uns jäh [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor ich wieder in das Reich der falben Buchstabendämmerung entgleite und für die nächste Zeit weder ansprechbar, noch allenfalls vorhanden sein werde, in einer kurzen, deprimierten Pause, habe ich ein paar Gedichtlein ersonnen, die niemand braucht, die aber vielleicht auch niemandem schaden &#8211; und wenn doch, dann wohlverdient.<br />
<span id="more-1442"></span></p>
<h3 style="padding-left: 30px;">Maienfrost</h3>
<p style="padding-left: 30px;">Der süße Frühling ist uns jäh geknickt,<br />
Im Land des Lächelns strömen blutig Flüsse,<br />
Von Sünde künden einstmals heilge Küsse,<br />
Und Aschewolken hat der Herr geschickt.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Wo sind die Dinge, die uns einst beglückt?<br />
Wo sind die Träume, die mit Blütensüße<br />
Gekühlt das Haupt, das Herz und auch die Füße?<br />
Wo ist der Trost, wenn Kummer uns bedrückt?</p>
<p style="padding-left: 30px;">Wir haben unsren Sinn längst weggeklagt,<br />
Da ruft nicht Nachtigall und nicht die Lerche,<br />
Wenn Nacht ist und die Welt in tiefem Frost.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Da sind nur Krähen noch, die man nicht jagt,<br />
Und Spatzen, die verzettert zynisch zwitschern,<br />
ganz farblos, falb und bitter tief erbost.</p>
<p style="padding-left: 30px;">* * *</p>
<h3 style="padding-left: 30px;">Phaeton</h3>
<p style="padding-left: 30px;">Der Stolz durchzieht das Land ja heiter weiter,<br />
Aus Nasen, Mündern, Augen, Ohren, Poren,<br />
Quilt es verdächtig mächtig selbsterkoren<br />
Und selbstgeliebt: Was macht uns heiter!</p>
<p style="padding-left: 30px;">Längst bauten wir zum Himmel eine Leiter<br />
Aus Fortschritt, Wissen, Macht: ein hoher Thron,<br />
Versteckten Nehmens, unsre Tradition:<br />
Wir machen selbst uns liebend gerne breiter</p>
<p style="padding-left: 30px;">Und halten klüger uns als Polyphem<br />
Und stärken Ikaros die jungen Flügel<br />
Und steigen mit ihm heilig hoch hinan;</p>
<p style="padding-left: 30px;">Dem Phaeton gleichend, kühn und zielbewusst<br />
Am Steuer jubelnd, lenken wir den Plan<br />
Und ziehen zügellos die goldne Bahn.</p>
<p style="padding-left: 30px;">* * *</p>
<h3 style="padding-left: 30px;">Abendbitte</h3>
<p style="padding-left: 30px;">Bevor ich wieder in das Reich der Träume<br />
Entgleite, wo die guten Engel blieben<br />
Und süße Wesen noch die Sterne lieben,<br />
Wenn längst entlaubt am Wege stehn die Bäume,</p>
<p style="padding-left: 30px;">Lass mich noch einmal deinen Segen spüren<br />
Den du uns vor dem Abschied hast versprochen<br />
Und segne meine Stunden, Tage, Wochen,<br />
Lass meine Wege nicht ins Dunkel führen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Denn dunkel stehn Gewitter oft am Himmel,<br />
Der grüne Halm, die klitzekleine Blüte,<br />
Entblösst und sinkt im kalten Hagelschauer.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Der andern Würmlein zahlloses Gewimmel<br />
Um Glück und Geld und and&#8217;res &#8211; ach, behüte!<br />
Wie überwände ich allein die schwarze Mauer?</p>
<p style="padding-left: 30px;">* * *</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Frühlingsgefühle III</title>
		<link>http://www.anastratin.de/2010/03/26/fruhlingsgefuhle-iii/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 14:20:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schreibwerkstatt]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[Imagination]]></category>
		<category><![CDATA[Narr]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war zunächst Sabbat, spät nachmittags schon, der Tag vor dem Palmsonntag und mindestens der dritte, nachdem jene furchtbare Erkältung über ihn gekommen war, da beschloss D., dennoch endlich einen deutlichen Fortschritt in seinem Leben zu wagen, also wieder einmal einen bewusst frühlingshaften Spaziergang anzutreten.  Da er nicht alleine in die inzwischen vielleicht zaghaft angegrünte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war zunächst Sabbat, spät nachmittags schon, der Tag vor dem Palmsonntag und mindestens der dritte, nachdem jene furchtbare Erkältung über ihn gekommen war, da beschloss D., dennoch endlich einen deutlichen Fortschritt in seinem Leben zu wagen, also wieder einmal einen bewusst frühlingshaften Spaziergang anzutreten.  Da er nicht alleine in die inzwischen vielleicht zaghaft angegrünte, leider aber doch weiterhin reichlich feucht verregnete Natur hinausschreiten wollte, begab er sich zu seinem imaginären Lieblingssofa, worauf seine charmante imaginäre Freundin gerade ahndungsvoll einen weiteren imaginären Wollschal in meistenteils undefinierbaren Farben strickte, und D. erkundigte sich höflich, ob sie ihm denn beim Lustwandeln im imaginären Frühlingswetter nicht Gesellschaft leisten mochte.  Er bekam, wie allerdings schon zu erwarten gewesen war, keine Antwort.<br />
<span id="more-1367"></span></p>
<p>Also begnügte sich D. damit, stattdessen seinen lieben imaginären Hund auf die kleine, arglose Wanderung mitzunehmen. Der imaginäre Hund antwortete zwar nicht, war von D. aber auch gar nicht extra darüber befragt worden und wurde einfach zwangsrekrutiert. Ihn auf seinen mehr ziellosen als planungsvollen Spaziergängen zu begleiten war ohnehin der eigentliche Hauptlebenszweck des imaginären Hundes. &#8211; Da D. Hunde aber im Allgemeinen überhaupt nicht besonders mochte, hatte es recht lange gedauert, bis er sich dann doch für genau ihn entschieden hatte, weil er über die meisten Eigenschaften, die D. an Hunden für gewöhnlich verabscheute, nicht erst verfügte, und mehr noch, auch einige sehr positive Merkmale aufwies: Der imaginäre Hund war, wie für gewöhnlich die meisten imaginären Haustiere, von eher blässlicher Färbung, also ziemlich durchschaubar, darüber hinaus ausgesprochen folgsam, sehr still, kostensparend und äußerst genügsam. Letzteres war besonders wichtig auch deshalb, da D. aufgrund seiner schwer voraussehbaren Arbeitszeiten oft spät oder teils gar nicht mehr abends zurückkam, somit den Hund kaum selbst regelmäßig füttern oder pflegen konnte und weil in dieser Sache auf D.s imaginäre Freundin auch kein Verlass war.</p>
<p>Es war nun zwar sicherlich nicht so, dass D.s imaginäre Freundin mit seinem treuen tierischen Gefährten etwa nicht auskam, oder dass sie ihn gar innerlich ablehnte, aber obwohl sie sich selbst nie laut bei D. darüber beschwerte, geschweige denn in den abendlichen Zwiegesprächen etwa entsprechende Defizite offen zugab, so hatte D. doch oft das Gefühl, dass sie jegliche Hausarbeiten, wahrscheinlich aus feministischen Erwägungen heraus, prinzipiell ablehnte, um nicht gar zu sagen: boykottierte. D., der sich übrigens selbst für einen aufgeklärten und emanzipierten Mann hielt, hatte sich damit längst abgefunden und erledigte also das meiste im Haushalt realiter ganz alleine, nur um den Hund machte er sich doch dann und wann Sorgen. Aber auch dieser, wohlerzogen wie er war, zeigte nie ein Zeichen des Unmutes. Auch machte das Tier keinesfalls einen ungepflegten oder gar kränklichen Eindruck. Vielmehr strotzte es nur so vor Imaginationskraft. Dies war eigentlich einer seiner herausragendsten Vorteile.</p>
<p>D. schritt also betont gemeinschaftlich und frohgemut in die freie Natur hinaus, betrachtete nachdenklich die vielen kleinen Regentropfen, die mit großem Eifer in die zahlreichen grauen Pfützen auf dem Feldweg hüpften, genau so, wie das D.s imaginärer Hund eben nicht tat. Nachdem D. diesem Treiben eine Weile tatenlos zugesehen hatte, beschloss er, seinen schottisch kleinkarierten Regenschirm zu öffnen, obwohl es etwas windig und D. inzwischen ohnehin schon ziemlich durchnässt war, was ihm aber nicht soviel ausmachte, da sich D. sicherlich nicht mehr würde erkälten können, denn er war es schon.</p>
<p>Die ihn umgebende Natur aber machte ihm doch zu schaffen. Betrüblich verharrte sie in fadem Stumpfsinn. Kahl und flach lagen die Äcker. Nur die Wegkreuze standen wie seit unerdenklichen Zeiten windschief in der Landschaft und gemahnten an das Ende aller Dinge. Nirgends war eines der putzigen Feldkaninchen zu sehen, die im Sommer doch manchmal über das Feld hoppelten, aber Sommer war es auch nicht. Und auch kein kleines weißes Wiesel zeigte sich, wie manchmal im Herbst, denn auch Herbst war es nicht. Selbst die Eichhörnchen, ansonsten zu fast jeder Jahreszeit bei den alten Eichen vorzufinden, blieben an diesem Tage wohl lieber zuhause. Somit war kein einziges Tier in der Nähe, mit dem D.s imaginärer Hund lustig hätte spielen können. Und wohl deshalb tat er das auch nicht und verhielt sich mindestens genauso passiv und lethargisch wie sein Herrchen.</p>
<p>D. aber kamen mit der Zeit ernstliche Zweifel, ob dies um ihn herum wirklich schon realer Frühling sein konnte. Einerseits, so meinte D. zu wissen, sei Frühling ja eine wonnevolle Jahreszeit, voller Augenblicke der Freude und vieler lustvoller Menschen, auferweckter Tiere und blühender Pflanzen. So zumindest glaubte er dies in einigen seiner vielen Bücher gelesen zu haben. Abgesehen von einigen verkrüppelten Gräslein und altersschwach dahinsiechenden Obstbäumen mit grünen Schimmelflechten war aber kein Zeichen von Leben am Ort. Andererseits, soweit sich seine geografischen und metereologischen Schulkenntnisse noch rekonstruieren ließen, war Frühling doch die Jahreszeit, in welcher die Sonnenscheinfrequenz kontinuierlich ansteige. Am grauen Himmel waren aber nur schwerfällig dahintröpfelnde Wolkenmassen auszumachen.</p>
<p>Vielleicht, so fragte sich D., hatte er ja einen Fehler begangen? War er vielleicht zu hoffnungsvoll gewesen, hatte sich zu sehr in die Sache hineingesteigert? Übertriebene Vorerwartungen und zuviel falscher Optimismus waren, so wusste er, die Hauptursachen von Leid in der Welt und eines der größten Übel der Menschheit. Hier konnte nur maßvolle innere Ausgeglichenheit und konzentrierte Besonnenheit helfen. D. holte tief Luft, so gut es seine verschnupften Lungen zuließen, konnte aber doch auch nichts mehr als feucht hustend wieder ausatmen. Eine innere Mitte, sollte er sie jemals besessen haben, war so nicht zu finden. Er musste, wollte eigentlich weitergehen.</p>
<p>Doch D. hielt stattdessen verdutzt inne und schaute etwas ratlos um sich. Sein treuer Hundegefährte war nirgends mehr zu sehen. Auch das noch, seufzte D., und machte sich betröpfelt auf den Weg nachhause, wo ihn sicher bereits seine imaginäre Freundin nicht erwartete, dafür aber umso mehr Hausarbeiten, die er sich abzubearbeiten wiederum innerlich weigerte. Hinter dem dicken grauen Wolkenschleier schwand derweil auch heimlich die treulose Sonne dahin. Obwohl die Sonnwende vorüber war und bereits das Osterfest nahte, hatte sie es äußerst eilig, sich einfach davonzumachen.</p>
<p>Treulos, diese ganze Welt, murrte D., aber letztlich war es ihm egal. D. schloss seine Augen, stellte sich einfach eine schöne, blendende Sommersonne vor, schritt in Gedanken an einem beblümten Abgrund entlang, ein sommerlich leichtes Bündel über der Schulter, begleitet von seinem treuen Hündlein. Er war die Null, wurde ihm in diesem Augenblick klar, der Narr.</p>
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		<title>Frühlingsgefühle II</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 12:12:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schreibwerkstatt]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>

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		<description><![CDATA[Als D. aber nicht mehr aus noch ein wusste und sich seine getrübten Augen über dem verbitterten Tee einer schlichten Tasse still dämpfender Kräutermischung nur gar kärglich spiegelten, besann er sich, blickte tief in sich hinein und vermeinte sich bewusst zu werden, dass es außer dem Leuchten der Gestirne und der Natur, doch auch andere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als D. aber nicht mehr aus noch ein wusste und sich seine getrübten Augen über dem verbitterten Tee einer schlichten Tasse still dämpfender Kräutermischung nur gar kärglich spiegelten, besann er sich, blickte tief in sich hinein und vermeinte sich bewusst zu werden, dass es außer dem Leuchten der Gestirne und der Natur, doch auch andere Lichter und Schattierungen gab, die selbst dann, wenn es, ganz unerwartet, früher schon düster wurde, unentwegt und destotrotz weiter glommen, im Fernen verschwommen sogar mehr noch: <em>klangen</em>, wie man dies auf Basis reiner physikalischer Vermutung nicht erwartet hätte.</p>
<p><span id="more-1355"></span></p>
<p>Ohne geradewohl der Versuchung zu erliegen, in ferne, mythische Zeiten abzudriften, die ja nicht waren, wie er wusste, entschloss sich D., kurzfristig einige prosymetrische Anwandlungen zu dulden, die im Roman seines Lebens zwar sichtlich deplaziert waren, stilistisch sich auch kaum harmonisch einfügen würden und deren Inhalt zudem von äußerst zweifelhafter Qualität wäre, doch als das Glimmen stärker und stärker wurde, stellte er die Tasse sogar fast mutwillig in sein Blickfeld:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em><strong>Zeitlos, Erinnerung</strong></em></p>
<p><em>Zeitlos, Erinnerung: Schreite ich hinab<br />
Über die Hügel, die grünbetauten,<br />
Wie im April vor Jahren,<br />
Weiß ich es noch.</em></p>
<p><em>Kam so schnell nicht mehr,<br />
Kommt auch künftig nicht,<br />
Wird doch immer sein:<br />
Wie im April vor Jahren,<br />
Weiß ich es noch.</em></p>
<p><em>Kommst du auch nicht mehr,<br />
Bist du nicht mehr da,<br />
Einer weiß es noch,<br />
Einer ruht und bleibt,<br />
Wenn die Sonne sinkt,<br />
Wenn der Mond vergeht,<br />
Weiß ich es noch.</em></p>
<p><em>Gib nicht viel auf Ruhm,<br />
Gib nicht viel auf Stein,<br />
Zürne nicht, wenn zerfällt,<br />
Was du und an dir<br />
geschaffen.</em></p>
<p><em>Wenn die Sonne sinkt,<br />
Wenn der Mond vergeht,<br />
Wenn dein Schatten selbst<br />
hinschwindet:<br />
Einer weiß es noch,<br />
Wie im April vor Jahren.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>* * *<br />
</em></p>
<p>Dies aber blieb ihm bewusst, dass trotz allem dies denen suspekt bleiben musste, die im überzogenen Bewusstsein herumrechneten, selbst licht zu sein, wenigstens aber doch helle Leuchten, ja mehr noch: dass die Worte meistenteils wie derbe Teeflecken hinweggewischt würden oder von der gemein dahin eilenden, pausenlos Kaffee trinkenden Taschenrechnergesellschaft jenseits der Fenster überhaupt erst gar nicht festgestellt. Sei es drum, rechtfertigte sich D. gegenüber der zwischenzeitlich gelangweilten Teetasse, es war eben drum nicht jedem vergönnt, Schattierungen zu deuten oder in der Musik mehr als Schwingungen zu sehen und zudem sei jeder seines Schicksales eigener Schmied, selbige aber in Ermangelung anderer Werkzeuge müssten oft notgedrungen und mit aufrecht vermeintem Ernst in allem und jedem einen Amboß erblicken.</p>
<p>Da schwand das letzte Aufgebot Zephirs dahin, hinter den Vorhängen verdunkelte es sich und D. wähnte zwischen den halbwegs zugezogenen Bordüren einen kalten Schauer über einen naheliegenden Dachgiebel wehen; Das Gefäß aber war erstarrt, der Schimmer über der Tasse erlosch, das Gemisch darinnen blieb wieder Tee: erkaltet, düster und getrübt, und war zudem recht bitter geworden.</p>
<p>Welch Ironie, dachte D., dass wir immer nur die Schlagschatten wahren.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Frühlingsgefühle</title>
		<link>http://www.anastratin.de/2010/03/24/fruhlingsgefuhle/</link>
		<comments>http://www.anastratin.de/2010/03/24/fruhlingsgefuhle/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 17:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schreibwerkstatt]]></category>
		<category><![CDATA[Erkältung]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem D. das ältliche Fenster geöffnet hatte, wurde ihm verdächtig schnell bewusst, dass &#8220;Frühling&#8221; und in gewisser, selbst durch penibles Ignorieren kaum zu leugnender Weise auch &#8220;Wärme&#8221; doch recht relative Begrifflichkeiten waren. Jedoch war es weniger den Begriffen selbst, als der sie umgebenden Gesellschaft anzulasten, die das Ganze unmerklich herunterzog: Es handelte sich, wie der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem D. das ältliche Fenster geöffnet hatte, wurde ihm verdächtig schnell bewusst, dass &#8220;Frühling&#8221; und in gewisser, selbst durch penibles Ignorieren kaum zu leugnender Weise auch &#8220;Wärme&#8221; doch recht relative Begrifflichkeiten waren. Jedoch war es weniger den Begriffen selbst, als der sie umgebenden Gesellschaft anzulasten, die das Ganze unmerklich herunterzog:</p>
<p>Es handelte sich, wie der Deutschlehrer wusste, um nichtsnutzige adverbiale Bestimmungen, überfällige bis heimtückische attributive Ergänzungen und anderen semantischen Kleinkram, welcher, sofern man ihn nicht rechtzeitig genug bemerkte, unweigerlich jeden ins Verderben treiben würde &#8211; oder in diesem Falle in eine böse Erkältungskrankheit.<br />
<span id="more-1335"></span><br />
Der Frühling war nämlich kaum oder allenfalls auszugsweise, wahlweise auch eher astronomisch oder metereologisch, jedoch nicht wirklich klimatisch verifizierbar über das Wochenende eingetreten. Und so war auch die Wärme nicht gänzlich fühlbar, allenfalls erahnbar, oder doch eher ganz unmerklich, jedenfalls aber nicht ausgeprägt gewesen, was man ganz im Gegensatz dazu von Regen-, Graupel- und sonstigen Schauerlichkeiten nun wieder nicht behaupten konnte.</p>
<p>Leidlicherweise war D., als dann endlich ein Hauch von Zephyr durch die Landschaften strich, dann schon so mit zerzupften Schals und aufgebrauchten Taschentüchern umgeben, die ihm der üble Boreas eingebrockt hatte, dass er die letztlich doch noch eintreffenden linden Frühlingslüfte kaum mehr wahrnahm. Hüstelnd, keuchend und schnäuzend schleppte sich D. zum Fenster, üble Gedanken in sich zusammenköchelnd, um die Vorhänge wieder ganz oder zumindest teilweise zuzuziehen. Denn die eitle Sonne mochte er so nun auch nicht mehr betrachten, Temperaturen nahm er durch die Schmerzmittelwand nicht mehr wahr. Fühlen oder sehen mochte er weder die tülden Grünpflänzchen in den Gartenschatten, noch die zerknitterten Schmetterlinge an den Hauswänden, die den Frost fast ganz wie er wohl auch ein paar mal zu oft abbekommen hatten.</p>
<p>Diese Welt, dachte D., ist einfach auf Widerwärtigkeiten hin ausgelegt: Entweder, man bringt die wenigen schönen Sonnentage, die aber ohnehin mehr eingebildete als wirkliche waren, in Büros, Klassenzimmern oder Konferenzsitzungen zu, oder man war krank, da es an den Wochenenden ja immer &#8211; und zwar statistisch durchaus belegbar &#8211; zu kaum lobenswerten metereologischen Entwicklungen kam.</p>
<p>Nun gut, versuchte sich D. vergeblich zu trösten, immerhin war ja noch erst März, oder zumindest immer noch ein wenig, und die Hoffnung allenfalls gegeben, nicht jedoch ganz zu verwerfen, dass, um dem Leiden ein Ende zu setzen, irgendwann doch eine längere Gutwetterphase eintreten könnte.</p>
<p>Wohlwissend aber, dieser kümmerliche Gedanke lenke vom Kummer an der Welt nicht ab, starrte D. wenig später schon verbittert in eine Kräuterteetasse und wünschte sich in die guten alten Zeiten zurück, die, wie er genau wusste, ohnehin nie existiert hatten.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kreativ-chaotisch übers Wochenende</title>
		<link>http://www.anastratin.de/2010/02/08/kreativ-chaotisch-ubers-wochende/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 00:32:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativer Tag]]></category>

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		<description><![CDATA[Mann, war das ein Tag! Verschlafen, Kaffee versehentlich ohne Wasser gekocht, Frühstück verstolpert und nachmittags die Pizza völlig eingeäschert. Dem zufällig vorbeischneienden Freund sei Dank, dass nicht der Backofen in Flammen aufging! Dafür aber ausnahmsweise aber mal durchgeschlafen und wieder mit ein paar kreativen Gedanken aufgewacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mann, war das ein Tag! Verschlafen, Kaffee versehentlich ohne Wasser gekocht, Frühstück verstolpert und nachmittags die Pizza völlig eingeäschert. Dem zufällig vorbeischneienden Freund sei Dank, dass nicht der Backofen in Flammen aufging! Dafür aber ausnahmsweise aber mal durchgeschlafen und wieder mit ein paar kreativen Gedanken aufgewacht.</p>
<p><span id="more-1273"></span></p>
<p>Zwei Textartikel sprangen dabei heraus, davon einer für den Phoenix-Aprilscherz, der dieses Jahr nicht ausfallen soll. Außerdem ein halbes Dutzend Phoenixli auf Reserve im Sabrina-Stil gezeichnet (Na die wird sich wundern!), für eventuelle Cecilia-Stilkopien fehlten die Vorlagen. Ich müsste mal wieder mehr für meinen eigenen Zeichenstil tun.</p>
<p>Na immerhin, da die Knochen schon wieder den nächsten Kälteeinbruch spüren, zum Abschluss noch ein wenig Frühlingsträumerei skizziert:</p>
<div id="attachment_1274" class="wp-caption alignnone" style="width: 356px"><a href="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/02/frsk2010.jpg"><img class="size-full wp-image-1274" title="Frühlingsskizze" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2010/02/frsk2010.jpg" alt="" width="346" height="489" /></a><p class="wp-caption-text">Frühlingsskizze (Träumen darf man ja!)</p></div>
<p>Und dann ist schon wieder Montag und eine weitere Woche mit klapprigen und instabilen Waldshut-Tiengener Schulcomputern steht bevor. Mit Kreativität ist da nichts und auch die Weisheit und Klugheit bringt da nicht weiter. Geduld, so heißt es, ist mal wieder angesagt, und Warten &#8211; wahrscheinlich auf Godot&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Warten auf Nives</title>
		<link>http://www.anastratin.de/2009/03/30/warten-auf-nives/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 16:53:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Nives]]></category>
		<category><![CDATA[Regen]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange ist es her, lange, viel zu lange, seit dem Wanderer zum letzten Mal eine warme Sonne ums Haupt streichelte und viel zu lange, lange, lange wÃ¤hrten Winter, Frost und Regen. Nun bin ich erschÃ¶pft, wie von einer schlaflosen Nacht und immerwÃ¤hrendem Warten auf den fernen FrÃ¼hling, auf ein klein wenig FrÃ¼hling doch nur und ein einziges BlÃ¼mchen, das mehr als nur Hoffnungsschimmer auf ein echtes Blau, eine laue Brise und einige Tage mit warmer Erholung wÃ¤re. Vielleicht, aber nur vielleicht, bringt Nives den FrÃ¼hling.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_715" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-715" title="Der Frühling kommt ... kommt nicht ... kommt nicht ... kommt ..." src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2009/03/fruehlingswartenoben-500.jpg" alt="Der Frühling kommt ... kommt nicht ... kommt nicht ... kommt ..." width="500" height="718" /><p class="wp-caption-text">Der Frühling kommt ... kommt nicht ... kommt nicht ... kommt ...</p></div>
<p>Lange ist es her, lange, viel zu lange, seit dem Wanderer zum letzten Mal eine warme Sonne ums Haupt streichelte und viel zu lange, lange, lange währten Winter, Frost und Regen. Nun bin ich erschöpft, wie von einer schlaflosen Nacht und immerwährendem Warten auf den fernen Frühling, auf ein klein wenig Frühling doch nur und ein einziges Blümchen, das mehr als nur Hoffnungsschimmer auf ein echtes Blau, eine laue Brise und einige Tage mit warmer Erholung wäre. Vielleicht, aber nur vielleicht, bringt Nives den Frühling.</p>
<p><span id="more-714"></span></p>
<p>Man selbst ist ausgegraut, wurde rabengleich, kohlrabengrau &#8211; wie eine krause, mühselige Krähe im Frühmärz über ein kahles Feld humpelt, eine alte Krähe, die den Winter kaum überstanden hat. Mit zerfledderten Federn und zerfledderter Seele, traurig krächzend:Â  &#8220;Krabat, Krabat.&#8221; Und die Kantorka ist weit und die Auferstehung fern. Man bebt mit dem alten Faust, Ostergesänge sind noch nicht, man geht unverjüngt wie der alte Dominic Matei, zerlumpt, verhutzelt, uralt wie vor seiner Erleuchtung, verstört und dement. Man geht mit Rheuma und mit Migräne und ohne alle Rücksicht. So gut es halt noch geht &#8211; geht es ohne alles Grün. Jugend ohne Jugend. Alter vor der Zeit. Eine Gelehrtentragödie. Nein, nein, da ist noch keine Sonne, da ist noch kein Frühling und es regnet und es regnet noch immer. Ein kalter, steifer Ostwind bläst. Vielleicht Nives, vielleicht &#8230;</p>
<p>Nives heißt das Hoch, das sich gerade im Norden über Deutschland so schön breit macht. Nives. Im Norden wohlgemerkt, nicht hier im tiefen Süden, wo Wolken noch dichte rumschunkeln und sich vom steifen Ostwind an den Himmel stapeln lassen. Nives, so sagt der Wetterbericht, Nives könne den Frühling bringen. Nives? Nives &#8211; das erinnert an Kosmetikartikel, an Salben vor allem. Und Balsam könnte man ja brauchen. Nives kommt allerdings aus dem Italienischen (&#8216;neve&#8217;) und bedeutet Schnee. Igitt &#8230;</p>
<p>Nomen est omen und ein gutes ist das ja nicht. Nun gut, es kann ja auch &#8220;schneeweiß&#8221; bedeuten, aber in jedem Fall klingt es doch mehr nach schneelichten Wintertagen, wenn die Krähen wie kleine Kohlestückchen auf den weißen Feldern staken, klingt wie &#8220;Krabat, Krabat&#8221; eher denn nach Zephirs beschwingten Frühlingsflügeln, lyrischen Amseln und lieben Nachtigallen oder gar elegischen Lerchen, wenn die Sonne voll aus dem Grünen steigt. Ach, ob es denn je besser wird? &#8230;</p>
<div id="attachment_716" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-716" title="Regenpfützenunwettergrauen..." src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2009/03/fruehlingswartenunten500.jpg" alt="Regenpfützenunwettergrauen..." width="500" height="410" /><p class="wp-caption-text">Regenpfützenunwettergrauen...</p></div>
<p>So bleibt denn wohl nur, die grauen Regenwolken zu ertragen, oder wegzuschauen und sich weiterzuschleppen, die Zähne zusammenzubeißen (damit sie uns nicht entfallen wie dem alten Matei) und weiterhin mit den Blümchen auf die Kantorka und auf bessere Zeiten zu hoffen. Ja was auch sonst? &#8230;</p>
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		<title>Frühlingsgebet</title>
		<link>http://www.anastratin.de/2009/03/14/fruhlingsgebet/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 16:16:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Herr schenke uns Frühling in unseren Herzen, er lasse unser Angesicht leuchten und Freude regnen herab, auf dass wir ergrünen und neu wieder blühen, wir Winterverfrorenen. Er bringe die Wölfe zum Schweigen, die brüllenden Fröste und ihr wüstes Heulen verstumme, und lasse die Schäflein wieder grasen, die verängstigten, auf grünen Auen. Er schenke uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Herr schenke uns Frühling<br />
in unseren Herzen,<br />
er lasse unser Angesicht leuchten<br />
und Freude regnen herab,<br />
auf dass wir ergrünen<br />
und neu wieder blühen,<br />
wir Winterverfrorenen.</p>
<p><span id="more-638"></span></p>
<p>Er bringe die Wölfe zum Schweigen,<br />
die brüllenden Fröste<br />
und ihr wüstes Heulen verstumme,<br />
und lasse die Schäflein wieder grasen,<br />
die verängstigten,<br />
auf grünen Auen.</p>
<p>Er schenke uns Frieden<br />
und Ruhe und Muße,<br />
damit unser Tageswerk<br />
fleißig und<br />
wieder strahlend werde,<br />
was stumpf wieder leuchtend<br />
und was verstorben schien,<br />
knospe wieder<br />
zu neuem Leben.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die Bienchen sind wieder da!</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Feb 2009 17:18:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bienchen]]></category>
		<category><![CDATA[Bienen]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[Krokus]]></category>
		<category><![CDATA[Schneeglöckchen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Jahr nachdem sie am Oberrhein und Klettgau mit dem berüchtigten Maisbohrervertilungsmittel und durch Varoa-Milben fast gänzlich ausgetilgt schienen, sind, oh Wunder, die Honigbienchen wieder da! Am 28. Februar 2009 gab sich der Frühling schon mal ein kleines Stelldichein. Am ersten echten Sonnentag 2009, dem letzten Tag des Monats Februar und einen Tag vor dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Jahr nachdem sie am Oberrhein und Klettgau mit dem berüchtigten Maisbohrervertilungsmittel und durch Varoa-Milben fast gänzlich ausgetilgt schienen, sind, oh Wunder, die Honigbienchen wieder da! Am 28. Februar 2009 gab sich der Frühling schon mal ein kleines Stelldichein.</p>
<p><span id="more-617"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-618" title="Die ersten Bienchen 2009" src="http://www.anastratin.de/wp-content/uploads/2009/02/bienchenflieg400.jpg" alt="Die ersten Bienchen 2009" width="400" height="314" /></p>
<p>Am ersten echten Sonnentag 2009, dem letzten Tag des Monats Februar und einen Tag vor dem metereologischen Frühlingsbeginn schaltete der Klettgau zumindest in Teilen schon auf Frühling um. Wie aus dem Boden gezaubert blühen plötzlich ganze Teppiche von Schneeglöckchen und Safrankrokussen, besucht von ganzen Heerscharen hungriger Honigbienchen, die doch längst ausgelöscht schienen.</p>
<p>Nun, noch hat die Maisbausaison ja nicht begonnen, deshalb muss man noch vorsichtig sein, doch bleibt zu hoffen, das man aus den Schäden der vergangenen Jahre gelernt hat und die Blütenbesucher nicht gleich wieder umbringt. Hummeln sind zwar auch schön, aber Bienenhonig ist ja auch nicht zu verachten.  <img src='http://www.anastratin.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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