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	<title>Niarts Anastratin &#187; Kultur</title>
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	<description>Anastratin - das Online-Kulturdings von www.niarts.de</description>
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		<title>Kalender zum neuen Jahr</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 18:22:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geheimdienstberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Niarts Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[NID Dossiers]]></category>
		<category><![CDATA[2010]]></category>
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		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Passend zum neuen Jahr 2010 gibt es auf www.anastratin.de nun einen neuen Kulturkalender. Drinnen soll man demnächst aktuelle Kulturereignisse finden. Nachdem der Kalender auf der Phoenix-Seite aus unterschiedlichen Gründen gescheitert ist und auch im Terminkalender auf der KGT-Webseite gähnende Leere herrscht (nicht etwa aufgrund technischer Probleme, sondern eher wegen internen Zuständigkeitsquerelen) haben wir uns dazu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Passend zum neuen Jahr 2010 gibt es auf www.anastratin.de nun einen neuen <a title="Kalender von Anastratin" href="http://www.anastratin.de/page_id1189/" target="_blank">Kulturkalender</a>. Drinnen soll man demnächst aktuelle Kulturereignisse finden.</p>
<p><span id="more-1199"></span>Nachdem der Kalender auf der Phoenix-Seite aus unterschiedlichen Gründen gescheitert ist und auch im Terminkalender auf der KGT-Webseite gähnende Leere herrscht (nicht etwa aufgrund technischer Probleme, sondern eher wegen internen Zuständigkeitsquerelen) haben wir uns dazu entschlossen, hier bei Anastratin einen Kulturkalender zu eröffnen.</p>
<p>Dieser soll nennenswerte Veranstaltungen und Termine enthalten, die wir unseren Lesern weiterempfehlen und die unseren Standards entsprechen. Neben Kulturereignissen am Klettgau-Gymnasium soll deshalb auch auf interessante Ereignisse aus dem regionalen Umfeld hingewiesen werden &#8211; z. B. die Jubiläumsfeiern zum 1150jährigen Bestehen von Louchringa, wie Lauchringen um 860 noch hieß.</p>
<p>Mit der technischen Umsetzung sind wir so noch nicht ganz zufrieden (wir müssen den Kalender noch besser in die Seite einpassen), aber <a title="Kulturkalender von Niarts Anastratin" href="http://www.anastratin.de/page_id1189/">da</a> ist er immerhin schon mal.</p>
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		<title>Wunderbare, andere Seite(n)&#8230;</title>
		<link>http://www.anastratin.de/2009/05/31/die-andere-seite/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 10:42:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Hochrhein]]></category>
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		<description><![CDATA[WÃ¤hrend Anastratin und Phoenix derzeit eher schwÃ¤cheln, was die Berichterstattung kultureller Ereignisse angeht, gibt es glÃ¼cklicherweise noch sehenswerte Alternativen - nicht nur zum OpenAir 2008 am KGT, sondern gerade auch da, wo wir bislang fotografisch eher blind waren: Bei der restlichen Lokalkultur, besonders der Musik. Die Webseite von Bernd Glasstetter erÃ¶ffnet hier wie dort brilliante Perspektiven.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während Niarts Anastratin und Schülerzeitung <a title="Schülerzeitung Phoenix am KGT" href="http://www.kgt-schuelerzeitung.de" target="_blank">Phoenix</a> derzeit eher schwächeln, was die Berichterstattung kultureller Ereignisse angeht &#8211; leider auch am KGT &#8211; gibt es glücklicherweise noch sehenswerte Alternativen, nicht nur zum OpenAir 2008, sondern gerade auch da, wo wir bislang fotografisch eher blind waren: Bei der restlichen Lokalkultur, besonders der Musik. Die Webseite von Bernd Glasstetter eröffnet hier wie dort brilliante Perspektiven.<br />
<span id="more-877"></span></p>
<p><a title="Webseite von Mirical Bernd Publishing" href="http://www.mirical-bernd.com/" target="_blank">&#8220;Mirical Bernd Publishing&#8221;</a> nennt sich das Onlineangebot von Bernd Glasstetter, der hauptberuflich Web-Designer, Datenbankprogrammierer und Webmaster ist. Unter anderem das Multimedia-Netzwerk &#8220;<a title="www.splashpages.de" href="http://www.splashpages.de/" target="_blank">Splashpages</a>&#8221; wird von ihm betrieben, aber auch <a title="www.comicforum.de" href="http://www.comicforum.de/" target="_blank">www.comicforum.de</a>. Fotografie übt er eher als Hobby aus, doch auch das durchaus professionell.</p>
<p>Denn seine Fotos zum <a title="Foto zum Open Air 2008 von Bernd Glasstetter bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/berndglasstetter/sets/72157606304569179/" target="_blank">Open Air 2008 am Klettgau-Gymnasium</a> können sich ebenso sehen lassen wie seine Serie zum Jazzfest 2008 in Tiengen. Auch beim Klangfarbenfestival 2008 war er fotografierend zugegen und hat damit bildliche Impressionen von zwei kulturellen Events, wo Phoenix wie auch Anastratin schmählich gescheitert waren. Zugegeben spielt Glasstetter auch in einer ganz anderen Liga &#8211; seine Aufnahmen zeigen brilliante Farben, Detailschärfe und vor allem wichtig: einen Blick für Ästhetik. Hier ist ganz offensichtlich jemand am Werk, der nicht nur über das entsprechende Equipment, sondern auchÂ  Sachverstand und Begabung verfügt.</p>
<p>Umso erfreulicher ist, dass Glasstetter offenbar ein Freund von Creative Commons ist und viele seiner Werke unter anderem bei <a title="Bernd Glasstetters Galerie bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/11620572@N05/" target="_blank">Flickr</a> der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Da darf man gespannt sein, ob es dann demnächst auch neue Fotos von den Kulturereignissen des Jahres 2009 am Hochrhein geben wird. Das wäre zu wünschen, gibt es da doch einiges, was sich gekonnt abzulichten lohnte.</p>
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		<title>Warum das Buch wohl nicht so schnell sterben wird&#8230;</title>
		<link>http://www.anastratin.de/2009/04/25/warum-das-buch-wohl-nicht-so-schnell-sterben-wird/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 22:38:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glossen und Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
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		<category><![CDATA[Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>
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		<description><![CDATA[Zeitungen, oder besser gesagt, Medienhäuser, sind in der Krise. Die gedruckte Tagespresse will - so heißt es - niemand mehr kaufen, immer weniger Abonnenten finden sich - die Leser jedoch brechen nicht weg, sie verlagern sich lediglich, ins Internet. Was liegt da also näher, als dem Medium Buch sein Ende auszusprechen, seine Ära schwinden sehen. Sprechen doch Studien und Zahlen für sich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Es war einmal&#8221; &#8211; &#8220;Die Ära des gedruckten Buches geht zu Ende.&#8221;, kann man neuerdings in einem <a title="Die Ära des gedruckten Buches geht zuende" href="http://www.zeit.de/2009/18/L-Buch" target="_blank">Artikel von Jürgen Neffe</a> auf &#8220;Zeit Online&#8221; nachlesen. Ich denke nicht, dass der Redakteur recht hat. Bücher wird es wohl noch ziemlich lange geben.</strong></p>
<p><span id="more-799"></span>Zeitungen, oder besser gesagt, Medienhäuser, sind in der Krise. Die gedruckte Tagespresse will &#8211; so heißt es &#8211; niemand mehr kaufen, immer weniger Abonnenten finden sich &#8211; die Leser jedoch brechen nicht weg, sie verlagern sich lediglich, ins Internet. Was liegt da also näher, als dem Medium Buch sein Ende auszusprechen, seine Ära schwinden sehen. Sprechen doch Studien und Zahlen für sich.</p>
<p>Bloß: Bücher sind keine Zeitungen oder Zeitschriften. Bücher sind gedruckte Ganzschriften, meistenteils doch auf Dauer angelegt und mithin widerstandsfähiger, als vielen forschrittsfreudigen Medienwissenschaftlern lieb ist. Viele Gründe sprechen dagegen, dass die Ära des gedruckten Wortes zu Ende geht, dass Bücher gar nur noch lebende Tote sein werden, ja das sie überhaupt &#8220;sterben&#8221; werden.</p>
<p>Erstens ist das Totsagen des Buches als Untergangsprophetie  ja nicht ganz neu. Schon in den 1990ern, als ich mich im Studium mit Medienethik und -wissenschaft beschäftigte, sagte so mancher dem Buch den nahen Tod voraus. Viele glaubten das sogar wirklich! Das war lange vor Verlagserfolgen wie Harry Potter &amp; Co, die völlig unvorhergesehen ganz neue Käuferschichten erschlossen. Und lange vor den 90ern bangte man bereits in den 60ern, als das Fernsehen aufkam, um die Zukunft der Schriftkultur, lange, lange bevor solche Dinge wie das Internet nur erahnbar wurden. Nun dauert die Internetära schon wenig länger als zehn Jahre, aber verdrängt hat sie die Bücher keineswegs.</p>
<p>Absatzprobleme von angestammten Buchhandlungen oder Verlagen zeigen da keine Krise des Mediums Buch an, denn zweitens ist die aktuelle Wirtschaftskrise nicht gleichzusetzen mit einer Krise des Mediums Buch, also des guten alten Pappbandes mit Papierinhalt. Bücher sind Bücher, Kommerz ist etwas anderes. Schon möglich, dass die althergebrachte Verlagswirtschaft, entstanden als Wirtschaftsform im Spätmittelalter, nun langsam dem Ende entgegen geht. Aber die Produktionsform ist nicht das Medium.</p>
<p>Und ich denke, es spricht gerade auch die aktuelle globale Krise eher für den Fortbestand des althergebrachten Buches als dagegen, denn man mag ja von den neuen Medien erhoffen, was man mag, zugeben muss man doch: Das gute alte Buch ist als Medium immer noch wesentlich nachhaltiger als der ganze multimediale Gerätezoo. Ob es sich nun um Handys oder andere digitale Lesegeräte handelt und von welcher noblen Marke sie auch stammen werden, in drei Jahrzehnten, das hat uns die jüngste technische Entwicklung doch gezeigt, da sind die ganzen schnuckeligen Dinger nur noch ein Haufen Altmetall. Und die Frage, ob man deren Inhalte dann noch auslesen können wird, die stellt sich kaum einer.</p>
<p>So ein altbackenes Buch aus Papier und Tinte dagegen wird noch lange lesbar bleiben und die Chancen stehen nicht schlecht, dass es dann auch noch gelesen werden wird von einem künftigen Publikum. Denn in drei Jahrzehnten könnte auch die multimediale Wegwerfgesellschaft längst in die Mülltonne der Geschichte geworfen worden sein mitsamt der selten nachhaltig konzipierten Kostenloskultur.</p>
<p>Web 2.0 &#8211; ein tolles Ding, insbesondere der Kostjanix-Effekt. Aber wer zahlt eigentlich die ökologische Zeche für die ganzen Server, die da so munter Strom verbrauchen und sich in weniger als fünf Jahren in der Regel wie von selbst in Schrott verwandeln und ersetzt werden müssen? Wer stellt die Sicherung und Archivierung sicher? Die Nutzer selbst etwa? Wenn sich etwas gezeigt hat in der digitalen Welt, dann doch das, dass sich mit immer mehr Inhalten immer weniger verdienen lässt in der schönen neuen Welt &#8211; ob Geld oder Ruhm, ist zweitrangig. Das kapitale Grundgesetz auch in der digitalen Welt ist Fortschritt und Maximierung. Ohne das passende Schmiermittel aber ist der ganze technische Aufwand, der hinter den vielen bunten Multimediaerlebnissen steckt, kaum mehr haltbar und auch die ganze orbitale Infrastruktur nicht, die die man zum Betreiben der Dienste und Netze benötigt. Von den realen Produktionskosten ganz zu schweigen.</p>
<p>Das Buch ist zur Speicherung günstiger, dauerhaft. Es weist selten Defekte auf, selbst nach Jahren nicht und bei guter Behandlung hält es ein Leben lang &#8211; und genau deshalb wird es die aktuelle Kulturphase viel eher überleben als die vielen digitalen Inhalte, wenn sie auch noch so viele multimediale Dimensionen eröffnen wollen. Zugegeben: Die armen Inhalte können nichts dafür, digital ist nicht schlecht! Wie so manche gute Idee werden sie aber am unvollkommenen Material zugrunde gehen, auf das sie angewiesen sind, an der Hardware, die profanerweise immer recht schnell verschlissen ist und teuer zu ersetzen. Soviel dann zur Idee von der &#8220;erlösten Seele des Buches&#8221;&#8230;</p>
<p>Zu guter Letzt darf man eines nicht vergessen: Medientechnische Möglichkeiten ersetzen nicht das Individuum, das die Medien nutzt und seine jeweiligen medientechnischen Fähigkeiten. Fantasie und Intelligenz sind zur Benutzung von Buch wie Internet oder Handy nötig und auch nötig, um an Inhalten überhaupt Gefallen zu finden. Lesekompetenz braucht man bei den neuen Medien nicht weniger, sondern sogar mehr, hier kommen sogar noch eine Menge technischer Kenntnisse dazu, die erschlossen werden müssen, ob intuitiv oder nicht, spielt da keine Rolle &#8211; bislang, zumindest wenn Zeichensequenzen ins Spiel kommen, ist das Buch mit einen simplen Papierseiten immer noch ungeschlagen. Weder braucht es Batterien, noch eine Bootsequenz oder Betriebssystembedienungswissen, Sicherheitsupdates, kryptische Eingabecodes oder gar die vorherige Aktivierung durch ellenlange Lizenznummern. Man schlägt es einfach auf und liest darin und wenn man keine Lust hat, legt man es einfach weg. Das ist ziemlich simpel. Aber es ist gut.</p>
<p>Daher wird die Bedienung von Büchern auch künftigen Generationen nicht so schwer fallen, dass es überholt wäre, zumal es, wie erwähnt, trotz allen technischen Möglichkeiten immer noch nachhaltiger ist und wohl bleiben wird, zumindest was Inhalte angeht, die von bleibendem Wert sind. Für die Tagespresse mag anderes gelten, doch auch hier ist das letzte Wort noch nicht gedruckt worden.</p>
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		<title>Verwertungsclinch &#8211; Das Ende der Freizügigkeit</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 11:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wirtschaftskrise wird auch im Internet langsam spürbar und vor allem in Sachen Urheberrecht werden die Auseinandersetzungen nun mit härteren Bandagen ausgetragen. Seit demÂ  Auslaufen des GEMA-Vertrages am 31. März 2009 sperrt nun auch YOUTUBE urheberrechtlich geschütztes Material in großem Ausmaß. Das ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs. Bislang schien es ja, als sei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wirtschaftskrise wird auch im Internet langsam spürbar und vor allem in Sachen Urheberrecht werden die Auseinandersetzungen nun mit härteren Bandagen ausgetragen. Seit demÂ  Auslaufen des GEMA-Vertrages am 31. März 2009 sperrt nun auch YOUTUBE urheberrechtlich geschütztes Material in großem Ausmaß. Das ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs.</p>
<p><span id="more-732"></span></p>
<p>Bislang schien es ja, als sei auf den großen Plattformen im Internet alles erlaubt. Nicht nur in mannigfaltigen Eigenkreationen wurden auf Videoplattformen allerorten bekannte Songs aus den Charts mitverwurschtelt, auch Mitschnitte von Fernsehsendungen und komplette Musikvideos wurden da von Hinz und Kunz eingestellt, quasi auf Knopfdruck. Das gefällt den Künstlern nicht immer, den Musikkonzernen selten und den Verwertungsgesellschaften gar nicht &#8211; wird die traditionelle Wertschöpfungskette damit doch konsequent umgangen. Nicht wenige sahen durch ein solches Vorgehen ihre Existenz oder gar die Kultur als Ganze gefährdet. Wenngleich dies in dieser Form sicher nicht stimmt, so war doch auch nicht zu erwarten, dass grenzenloses Wildkopieren im Internet ein dauerhafter Zustand bleiben würde. So liefern sich die alten Verwertungsgesellschaften wie die GEMA derzeit einen Schlagabtausch mit den neuen Verwertern wie YOUTUBE. Für beide Seiten geht es in gewisser Weise auch um den eigenen Fortbestand, deshalb wird der Streit wohl mit allen Mitteln und besonders öffentlichkeitswirksam ausgetragen. Beide Seiten sehen sich natürlich selbst im Recht.</p>
<p>Interessanter als juristische Detailfragen &#8211; und die Rechtsprechung hinkt hier längst der allgemeinen Praxis hinterher &#8211; dürfte die gesellschaftlich relevante Frage sein, welche Folgen die zunehmend härteren Verwertungskämpfe für die Nutzer haben werden. Nießnutzer der aktuellen Entwicklung dürfte der einzelne Benutzer jedenfalls nicht sein, denn anders als man es uns glauben machen will geht es wohl weniger um die Freiheit oder die Kunst an sich, sondern eher um Gelder und die Frage, wer sie kriegen soll, wieviel und zu welchen Konditionen. Wertschöpfung findet in jedem Falle statt, sei es über Nutzungsabgaben oder über Werbeeinnahmen und Datenverwertung bei den Portalen. Umsonst ist längst nicht mehr, zumindest nicht hier. Folglich wird man sich wohl vermehrt auf Werbung, datenschutzrechtlich fragwürdige Benutzerdatenzweitverwertungen einerseits einstellen müssen und auf schärfere Inhaltekontrollen oder Massenabmahnungen andererseits. Gerade beim eigentlich urheberrechtlichen Bereich werden einige Nutzer unsanft aus ihren Web 2.0-Träumen erwachen, denn es wird künftig eben doch nicht mehr alles kostenlos und erlaubt sein, was technisch geht. Schon mit heutigen Rechtsgrundsätzen dürften einige gängige Praktiken eigentlich recht teuer werden, auch wenn es eine naive Annahme der Industrie ist, man könne nicht nur mit Zuckerbrot, sondern auch mit Peitsche Kunden gewinnen. Gemäß den Regeln der Marktwirtschaft vergrault man so eher auch noch die brav zahlenden Kunden. Dass eine fleißige Rechtsabteilung oder europaweites Lobbying einen treuen Kundenstamm auf Dauer nicht ersetzen kann, hat sich aber noch nicht überall herumgesprochen im Kulturbetrieb.</p>
<p>Aufklärung tut Not, besonders auch Aufklärung über die wahren Rechte der Benutzer und Kunden. Denn weder dürfen freiheitliche Grundrechte wie Datenschutz, Eigentumsrecht und Privatssphäre der Kostenlos-Kultur geopfert werden, noch darf sich der äußerst kurzsichtige und grundverkehrte Eindruck durchsetzen, Kultur sei nichts anderes als ein Industriegut, für das man immer und überall zu bezahlen hat, alles andere sei Raub und Mord. Wahr ist doch: Kulturelles Schaffen ist eine Leistung, die Anerkennung verdient, aber kein Abfertigungsgut. Deshalb haben Künstler durchaus das Recht, sich in Verwertungsgenossenschaften zu organisieren und sich über diese ihre Dienstleistungen an der Gesellschaft auch angemessen vergüten zu lassen. Dabei muss ihnen allerdings auch die Möglichkeit bleiben, ihre Werke auf freiwilliger Basis kostenfrei unters Volk zu bringen, beispielsweise unter Lizenzen wie der Creative Commons. Dies spricht gegen technische Generalsperren ebenso wie gegen allgemeine Kulturflatrates.</p>
<p>Hinzu kommt, dass Kultur, die diesen Namen verdient und die mit der Zeit zum Klassiker avanciert, mithin allgemeines Bildungsgut wird, nicht länger in solistischer Verfügbarkeit einzelner bleiben darf, die oft auch ihre angemessene Archivierung nicht sicherstellen können. Hier stehen die Eigentümer auch in Verantwortung. Gerade unter Beachtung der Wahrung von Kulturdenkmälern scheint die derzeitige Praxis gerade bei neuen Medien fragwürdig, denn 75 archivlich ungeschützte Jahre sind für digitale Medien eine Ewigkeit &#8211; und wieviel bedeutendes analoges Filmmaterial ging in den letzten 50 Jahren leider schon verloren, weil die Gesellschaft den Erhalt zu lange privater Trägerschaft überließ. Bei den digitalen Medien, die oft auf äußerst spezielle, kurzlebige Abspielhardware angewiesen sind, stellt sich die Frage nach dem Erhalt noch viel frappierender, insbesondere, wenn auch noch der berühmt-berüchtigte Kopierschutz mit ins Spiel kommt.</p>
<p>Die Gesellschaft, will sie nicht ihre kulturelle Lebendigkeit und ihr kulturelles Gedächtnis verlieren, wird hier einen Kompromiss finden müssen zwischen berechtigten Anliegen der Künstler, den industriellen Verwertern von Kultur, den gegenwärtigen Nutzern, aber auch der Verantwortung für künftige Generationen. Gegeneinander kann dies auf Dauer sicher nicht funktionieren, nur Miteinander und mit einem neuen Kulturbewusstsein, das Nutzer nicht mehr nur als bloß passive Konsumenten ansieht, die Verwertungsindustrie nicht mehr nur als Geldhaie und das die berechtigten Anliegen auch kommender Generationen in die Problematik miteinbezieht. Ob sich in nächster Zeit nur wieder Partikularinteressen durch das übliche Lobbying durchsetzen oder eine wirklich tragbare Lösung gefunden wird, muss sich zeigen.</p>
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		<title>Büffeln oder spielen?</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 13:38:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Dühning</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glossen und Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[2009]]></category>
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		<description><![CDATA[2009 ist das Jahr des Büffels im chinesischen Kalender. Doch viele Menschen werden keine Gelegenheit mehr dazu haben oder ihre Erwerbsarbeit im laufenden Jahr verlieren. Nachdem erst die Banken wie abgezockte Kartenhäuser zusammenbrachen, knirscht und bricht es nun auch in der freien Wirtschaft. Selbst die Beamten werden sich darauf einstellen müssen, real an Lohn einzubüßen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2009 ist das Jahr des Büffels im chinesischen Kalender. Doch viele Menschen werden keine Gelegenheit mehr dazu haben oder ihre Erwerbsarbeit im laufenden Jahr verlieren. Nachdem erst die Banken wie abgezockte Kartenhäuser zusammenbrachen, knirscht und bricht es nun auch in der freien Wirtschaft. Selbst die Beamten werden sich darauf einstellen müssen, real an Lohn einzubüßen, wenn sich die Staaten hoch verschulden und die in die Märkte gepumpten Milliarden irgendwann als zünftige Inflationsrate zurückschwappen. Keine rosigen Aussichten sind das, doch sind Farben, ob <a title="There is a magenta" href="http://arstechnica.com/science/news/2009/02/yes-virgina-there-is-a-magenta.ars" target="_blank">Magenta nun echt ist</a> oder nicht, mit einem Pinsel ohnehin schnell selbst gemalt.</p>
<p><span id="more-591"></span></p>
<p>So werden sich viele wieder auf das private Leben zurückbesinnen oder, wo auch das vergällt ist durch widrige Umstände, sich in schillernde fiktive Welten flüchten, wenn schon die Realität so grau ist. Krisenzeiten sind gute Zeiten für die Kultur, sagt man. Nicht nur, dass man auch mit einstürzenden Börsenkursen manch <a title="Börsen-Charts, musikalisch" href="http://www.kreidler-net.de/charts.html" target="_blank">schöne Dinge basteln kann</a>, auch sonst. Das dürfte die Medien- und Unterhaltungsindustrie freuen, hatte sie ja sonst nie genug zu lachen in der Vergangenheit, wie sie immer wieder glaubt und betont. Ob denn die Musik wieder innovativ wird oder die Industrie sich und ihre flauen Klingeltöne weiterhin <a title="Die Zeit: Glückwunsch zum Klingelton" href="http://www.zeit.de/online/2009/08/grammy-echo-brit-award" target="_blank">nur selbst feiert</a>, wird man sehen müssen. Ähnliches gilt für Hollywood &#8211; wobei hier niveauvolle Filme noch ein glückliches Nischendasein füllen konnten, immerhin.</p>
<p>Was die Spiele-Industrie angeht, scheint dieses Jahr allerdings ein gutes Jahr zu werden. Endlich bergab geht es mit den immergleichen 3D-Ballerorgien &#8211; &#8220;Blut und Morde&#8221; &#8211; auch die unzähligen, tributpflichtigen Onlinewelten bleiben nur noch stabil, das gute alte Adventurespiel feiert aber sein verdientes Comeback. Schon 2008 gab es da einige recht gute Titel, <a title="Edna bricht aus" href="http://edna.daedalic.de/" target="_blank">&#8220;Edna bricht aus&#8221;</a> beispielsweise, oder <a title="So blonde" href="http://www.soblonde.de/" target="_blank">&#8220;So blonde&#8221;</a> oder <a title="Everlight" href="http://www.everlight-game.de/index.php" target="_blank">&#8220;Everlight&#8221;</a>, das sogar schon ein Jahr früher rausgekommen war. Spiele, die wieder den guten alten Humor und Ironie zu schätzen wissen, gute alte Werte, die in der Jugendkultur längst verloren geglaubt waren, allzulange war ja nur noch plakativer Privatsenderklamauk bekannt.</p>
<p>2009 sind weitere schön gemachte Humoradventures zu erwarten, das Fantasy-Adventure <a title="Ceville" href="http://www.ceville-game.com/de/" target="_blank">&#8220;Ceville&#8221;</a> beispielsweise, dass mit einigen höchst interessanten Kombirätseln an &#8220;Day of the Tentacle&#8221; anschließt, oder auch der fünfte Teil von &#8220;Simon the Sorcerer&#8221;, optisch und tontechnisch allerdings noch übertroffen von &#8220;<a title="The Book of Unwritten Tales" href="http://www.book-of-unwritten-tales.de/" target="_blank">The Book of Unwritten Tales</a>&#8220;, dessen Sprecherbesetzung allein schon Kinoniveau besitzt. Rollenspieler dürften sich über den nächsten Teil der DSA-Reihe freuen &#8211; &#8220;<a title="DSA: Demonicon" href="http://www.demonicon.de/" target="_blank">Das Schwarze Auge: Demonicon</a>&#8221; und für Freunde der Simulation stehen &#8220;<a title="Anno 1404" href="http://anno.de.ubi.com/history1404.php" target="_blank">Anno 1404</a>&#8221; und &#8220;<a title="Die Sims 3" href="http://thesims3.ea.com/view/pages/home.jsp?languageCode=de" target="_blank">Die Sims 3</a>&#8221; an.</p>
<p>Spieleliebhabern hat das 2009 also einiges zu bieten. Fragt sich nur, ob die büffelnde Bevölkerung dazu überhaupt Zeit haben wird oder die &#8220;arbeitslosen&#8221; Anteile sich die luxuriösen und inzwischen auch nicht mehr ganz billigen Produkte mit ihren gestiegenen Hardwareanforderungen überhaupt leisten können. &#8220;Vier magische Harzklumpen&#8221; wie seinerzeit in &#8220;Everlight&#8221; erhalten Erwerbslose hierzulande ja nicht, allenfalls Hartz IV, also alles andere als Arbeitslos-engeld ist. Da greift dann auch kein Konjunkturprogramm mehr.</p>
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