Brandenburg, Brandenburg – Halleluja, Berlin…

Die gut 200 km von Ueckermünde nach Berlin verbrachten wir meistensteils auf Autobahnen, die Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg durchschneiden. Insbesondere von Brandenburg sahen wir nicht viel mehr als Buchenwälder zu beiden Seiten der Autobahn, nur manchmal konnte man die weite und meist unbebaute Landschaft erblicken.

Fahrt über die Autobahnen Mecklenburg-Vorpommerns nach Berlin (Foto: Martin Dühning)
Fahrt über die Autobahnen Mecklenburg-Vorpommerns nach Berlin (Foto: Martin Dühning)

„Brandenburg“ ist auch der Titel eines Songs des Kabarettisten Reinald Grebe, den wir uns während unserer langen Autobahnfahrt durch die Ebenen und Wälder  von Brandenburg zu Gemüte führten. Glücklicherweise gurkten weder wir noch irgendjemand sonst an einen Baum, „Brandenburg“-leer fühlten wir uns auch nicht, eher etwas müde von den langen Autofahrten, und mit zusätzlich etwas Unterstützung flitzten wir durch die Uckermark, an der Schorfer Heide vorbei und an Eberswalde, um dann gegen Abend Berlin und den Kurfürstendamm zu erreichen, an dem in einer Nebenstraße unser letztes Hotel lag.

Autobahn durch die Uckermark (Foto: Martin Dühning)
Autobahn durch die Uckermark (Foto: Martin Dühning)
Landschaft mit Windrädern in Nordbrandenburg (Foto: Martin Dühning)
Landschaft mit Windrädern in Nordbrandenburg (Foto: Martin Dühning)
Vorbei an Finowfurt und Eberswalde (Foto: Martin Dühning)
Vorbei an Finowfurt und Eberswalde (Foto: Martin Dühning)

Das Hotel selbst war ganz vom alten Schlag, ein ehrwürdiges Haus mit 150 Jahren Tradition und leider mindestens ebenso alter Bausubstanz, das komplette Gegenteil unseres Stettiner Neubauappartements und leider wie in deutschen Hotels üblich ohne die schönen Zusatzausstattungen wie Wasserkocher, Kaffeemaschine oder Bügelbrett, wie wir es inzwischen aus Polen gewohnt waren. Auch war es, dem Alter geschuldet, etwas schief und hellhörig, aber wir kamen diese Nacht eh erst um 3 Uhr ins Bett, weil wir noch auf die dumme Idee kamen, den Kurfürstendamm zu Fuß abzuschreiten (die Dimensionen der Metropole Berlin missachtend) und eine Bekannte dann später noch spontan noch nach Neukölln geladen hatte. Der Rückweg gestaltete sich schwierig, denn die S-Bahn von Berlin machte ihrem Ruf mal wieder alle Ehre und fiel über Nacht aus.

Insofern starteten wir dann auch entsprechend spät in den Berliner Samstag –  oder um es mit den Worten von Rainald Grebe auszudrücken: „Halleluja, Berlin“…