Solitude

Zwischen 2011 und heute gab es mancherlei einsame Stunden – und darin entstand das Album „Solitude“.

Das Album Solitude
Das Album Solitude

Meist mit Piano, oft in Moll, aber nicht nur, sind die Melodien des Albums „Solitude“ gesetzt. Manchmal wird das Piano auch von einem Streichinstrument begleitet, bisweilen erklingt auch Cembalo und sehr selten die Harfe. Viel ist passiert in meinem Leben zwischen 2011 und 2017, daher wandelt sich auch der Stil mehrmals. Einige Stücke sind auch bewusste Stilparodien. Menschliche Stimme oder gar echter Gesang aber fehlt, denn „Solitude“ steht für Einsamkeit. Drei große Lieben verlor ich zwischen 2011 und 2017, und diesen dreien ist das Album auch gewidmet.

Das Album

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Erläuterungen

Den Einstieg macht „Goodbye Sophie“, komponiert Ende 2011, als der Abschied schon spürbar wurde. Weiter geht es mit dem „Tango between the Ages“ – komponiert in der Zwischenzeit, als die alte Welt zerbrach und eine neue entstand. Das dritte Stück heißt „Because I miss you“ – und thematisiert in klassischem Duktus auch genau das. Stück Nr. 4, „One only Star“ klimpert ein wenig der Sehnsucht entlang. Nicht sehr anspruchsvoll, eher etwas für einsame Stunden. Purer Blödsinn ist der „Purzelbaum“, der allzu biedere Klavierklassik etwas veralbert. Für späte Seelen wurde der „Tanz der Eulen nach Mitternacht“ komponiert. Danach kommen missliebig die „Aggressionen für Piano Nr. 1b“ daher. Ganz böse aber sind sie nicht. Ebenso brachial ist der „Erste Gesang der Stahlschmiede“, der gleich auf zwei Pianos dahingedonnert wird:

Aber nun zu etwas völlig anderem: Das „sphärische Intermezzo“ bricht die Konvention und kommt ganz anders daher – mit Glocken. Der „Tausendmal-Tango“ ist ein Tanz der etwas anderen Sorte. Als elftes Stück folgt der „Tango Nova„. Nelson Mandela, der 2013 verstarb, ist das Stück „Old Man’s Steps“ gewidmet – es existiert in zwei Fassungen, einmal für Cembalo, und einmal für virtuelle Dampforgel.

Das vorletzte Stück heißt „Beltane Langeweile“ und wird auf keltischer Harfe und italienischem Renaissancevirginal angeschlagen.

Und das letzte Stück ist Salome Leinarkunion gewidmet – die „Chaconne for Salome“ existiert ebenfalls in zwei Fassungen, einmal für Pianos, und dann für keltische Harfe.

Über Martin Dühning 955 Artikel
Martin Dühning, geb. 1975, studierte Germanistik, kath. Theologie und Geschichte in Freiburg im Breisgau, arbeitet am Hochrhein-Gymnasium in Waldshut und ist Gründer, Herausgeber und Chefredakteur von Anastratin.de.