Pax Dei: Nichts Neues aus Vitry im März

Cair Andune in Vitry, Inis Gallia, im März 2026 (Screenshot)
Cair Andune in Vitry, Inis Gallia, im März 2026 (Screenshot)

Im Monat März 2026 blieben Updates in Pax Dei weithin aus – erst für den 30. ist eines angekündigt. So verwundert wenig, dass es schon wieder weniger Spieler wurden.

Pax Dei zeichnete sich von jeher durch weithin schöne, aber spielerleere Weiten aus. Dieser Zustand hat sich im März 2026 verschlimmert, nunmehr vielen die Spielerzahlen – laut Steam Charts für Pax Dei – unter die kritische Marke von insgesamt 2000 Spielern. Ursache ist sicher, dass es im gesamten Monat kaum sichtbare Neuerungen gab, denn das nächste Update wurde nur auf den Testservern eingespielt. Immerhin soll es nun am 30. März veröffentlicht werden.

Als große Neuerung wird nun angespriesen, dass man sich nun duellieren kann – eine Funktion, die am typischen Pax Dei Zielpublikum mal wieder vorbeigeht. Denn das Problem, dass man im Spiel ohnehin nur selten auf Spieler trifft und eine Art Briefkasten im Spiel weiterhin fehlt (oder eine sonstige Offline-Nachrichten-Funktion), wird damit nicht angegangen. Zudem sind Duelle nun wirklich nicht das, was ein Crafter oder Baumeister gebraucht hätte.

Immerhin, eine winzige Verbesserung an den Märkten wird eingeführt – man kann nun endlich in den Märkten suchen. (Warum dieses GUI-Element so lange gebraucht hat, ist mir ein Rätsel). Als optische Verbesserung lassen sich die getragenen Waffen nun auf dem Rücken der Spielfigur präsentieren und ein wenig Farbe kehrt in die Landschaften zurück, nachdem man es mit dem Entfärben beim Februar-Update übertrieben hatte. Auch kann man endlich die Kübelhelme ausblenden, was Spieler auch schon sehr lange gewünscht hatten.

Etwas relevanter als diese oberflächlichen Verbesserungen dürfte wohl sein, dass die Ressourcen mit dem Update neu verteilt werden und es meist mehr gibt – in Inis Gallia soll es künftig 600% mehr Baumwollknoten geben, was den entsprechenden Ressourcenmangel endlich schmälert.

Ebenso relevant dürften die versprochenen Performance-Verbesserungen sein, denn bei vielen Spielern ruckelte die Grafik – dies soll nun einerseits durch neue Standard-Presets, als auch durch interne Optimierungen des Ressourcenmanagements deutlich verbessert werden.

Was allerdings fehlen wird, sind weiterhin neue Inhalte, die bestehende Spieler im Spiel halten. Es ist nicht ja nicht so, dass es nicht auch neue Spieler gibt, jedoch verlassen die meisten Spieler ab einem bestimmten Zeitpunkt mangels Inhalt das Spiel oder auch, weil die sozialen Funktionen, die ein MMO oder „Social Sandbox Game“ sonst bietet, immer noch fehlen. Ich finde, es ist ein Unding, wenn man in einem Spiel für soziale Interaktion auf Discord ausweichen muss. Und per Design vermiest einem Pax Dei eigentlich an vielen Stellen, das Spiel solo zu spielen, wozu man faktisch aber gezwungen ist, wenn kaum noch Spieler im Spiel online sind.

Cair Andune in Vitry, Inis Gallia, im März 2026 (Screenshot)
Cair Andune in Vitry, Inis Gallia, im März 2026 (Screenshot)

So hat sich denn auch in meiner Niederlassung in Vitry kaum etwas getan außer, dass sie nicht – wie viele andere Spielerbauten drumherum – verschwunden ist.

Das ist, wenn man die Umstände bedenkt, auch schon eine Leistung.

Über Martin Dühning 1669 Artikel
Martin Dühning, geb. 1975, studierte Germanistik, kath. Theologie und Geschichte in Freiburg im Breisgau sowie Informatik in Konstanz, arbeitet als Lehrkraft am Hochrhein-Gymnasium in Waldshut und ist Gründer, Herausgeber und Chefredakteur von Anastratin.de.

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