Starsand Island

Starsand Island hat eine Comic-Grafik, die stark an Animes erinnert (Screenshot).
Starsand Island hat eine Comic-Grafik, die stark an Animes erinnert (Screenshot).

Das Computerspiel „Starsand Island“ gehört zum Genre der „Cozy Games“ Sandboxes und startete am 11. Februar 2026 in den Early Access. Trotzdem wirkt es in vielem schon recht fertig.

Spielen kann man das Spiel auf der XBox oder am Windows-PC per Steam. Folgen sollen als Plattformen die PS5 und Nintendo Switch.

Eindeutig Pate gestanden für das neue Sandbox-Game haben Stardew Valley und die Sims. Starsand Island verlegt das Ganze in ein Anime-Setting – die Grafik könnte teilweise auch aus einem Zeichentrickfilm stammen. Von Stardew Valley übernimmt das Spiel den Grundrahmen: Man kehrt nach Jahren auf die verwahrloste Farm seines Großvaters zurück und beginnt hier ein neues Leben. Von den Sims sind sowohl der umfangreiche Baumodus inspiriert als auch diverse Outfits und Frisuren, die man in den örtlichen Geschäften erwerben kann.

Bei der großväterlichen Hütte werden wir zu Beginn des Spiels von Sandkastenfreundin Solara begrüßt (Screenshot).
Bei der großväterlichen Hütte werden wir zu Beginn des Spiels von Sandkastenfreundin Solara begrüßt (Screenshot).

Neben Ackerbau sind auch Viehzucht, Bastelarbeiten, eine Karriere als Abenteurer möglich und natürlich auch Angeln.

Im Verlauf der Jahreszeiten können wir unterschiedliche Früchte anbauen (Screenshot).
Im Verlauf der Jahreszeiten können wir unterschiedliche Früchte anbauen (Screenshot).
Man kann in Starsand Island angeln - und fängt recht leicht recht ansehnliche Fische! (Screenshot)
Man kann in Starsand Island angeln – und fängt recht leicht recht ansehnliche Fische! (Screenshot)

Die Insel des Grundspiels ist nicht übermäßig riesig, aber groß genug, dass man sich davon nicht beengt fühlt. Bereist werden kann sie per Skatebord, Inline-Skatern oder auch Fahrzeugen wie Elektro-Roller, Motorrad und sogar Autos. Daneben gibt es auch alle möglichen Mounts, die man größtenteils auch selber züchtet.

Starsand Island kann man nicht nur zu Fuß, sondern auch per Skateboard oder mit allen möglichen Fahrzeugen und Mounts bereisen (Screenshot).
Starsand Island kann man nicht nur zu Fuß, sondern auch per Skateboard oder mit allen möglichen Fahrzeugen und Mounts bereisen (Screenshot).

Mein persönlicher Favorit sind die Inline-Skater, nicht nur, weil ich früher selbst ein passionierter Skater war, sondern, weil sie im Spiel auch am praktischsten sind – denn auch Mounts oder Fahrzeuge sind nicht viel schneller. Auch sonst habe ich die Inselatmosphäre genossen. Man hat ja sonst nicht soviel Urlaubsfeeling im wahren Leben.

Da ich in letzter Zeit nur das Computerspiel Pax Dei gespielt habe, lohnt sich ein Vergleich: Beide Spiele legen Wert aufs Crafting. Sieht man mal davon ab, das Pax Dei ohnehin eher ein Spiel für Grinding-Masochisten ist, so muss man definitiv doch feststellen, dass die noch sehr junge Early Access Version von „Starsand Island“ in vielem schon sehr viel fertiger wirkt als Pax Dei ein halbes Jahr nach seinem 1.0-Release, wo man sowohl Ackerbau als auch Angeln und Mounts noch nicht einmal in einer aktuellen Roadmap findet und stattdessen immer noch Bugs und grobe Balancing-Fehler fixt. In Konkurrenz zueinander dürften die Spiele trotzdem nicht geraten, da sie beide wohl sehr unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen ansprechen. Hier wäre dann wohl eher das Vorbild StarDew Valley ein Konkurrent für Starsand Island, der trotz seiner Retro-Grafik aber für mich weiterhin die Nase vorn hat, zumal der kultige Soundtrack von Stardew Valley der Fahrstuhlmusik von Starsand Island deutlich überlegen ist, finde ich. Zwei weitere Vertreter des Genres betreiben übrigens Collabs mit Starsand Island: aus der „My Time“-Serie kann man Figuren im Spiel treffen, die auf Starsand Island eintreffen: Gust und Ginger aus „My Time at Portia“ und Fang und Nia aus „My Time at Sandrock“. Außerdem sind für das weitere Frühjahr noch Collabs mit Rednote geben. Ab Mai soll es zudem Mod-Support für das Spiel geben.

Falls das alles so klappt, darf man gespannt sein, wie es weitergeht. Das Grundspiel macht mir zumindest schon mal einen guten Eindruck. Finanzieren wird sich das Spiel wohl neben dem Einmalkauf über Erweiterungspacks ähnlich wie bei Die Sims. Eines davon gibt es schon – und es kostet mit fast 20 EUR fast soviel wie das Grundgame. Dafür gibt es zwei weitere, eines davon mit Neujahrsgegenständen, umsonst.

Über Martin Dühning 1656 Artikel
Martin Dühning, geb. 1975, studierte Germanistik, kath. Theologie und Geschichte in Freiburg im Breisgau sowie Informatik in Konstanz, arbeitet als Lehrkraft am Hochrhein-Gymnasium in Waldshut und ist Gründer, Herausgeber und Chefredakteur von Anastratin.de.

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