Von Bagels und anderen Dingern…

Der Mensch lebt nicht allein, aber durchaus auch, vom Brot. Eigentlich hatte ich mich nur für eine ganz spezielle Art von Brot interessiert, auf die ich über Umwege – Sim Social’s Pizza Bagels nämlich – gestoßen war. Irgendwie verstand ich aber nicht so recht, wie das mit der Herstellung denn nun so genau funktionieren soll und gelangte so an ein druckfrisches Buch über „Baguette, Bagels, Bauernbrot“ und manches mehr.

Ich muss gestehen, ich mag Brot, obwohl es mir meist gar nicht mal so besonders gut tut, der vielen Gluten wegen. Trotzdem geht nichts über ein körneriges Brötchen am Morgen oder ein besonderes Brot zum Brunch. Stadtbekannt in Lauchringen City ist meine sehr spezielle Vorliebe für Ciabattaherzchen, Kornquarkstangen oder Knusperfladen. Früher, als ich noch mehr Appetit hatte, habe ich mir auch gerne mal ein Focaccia, also ein schönes ligurisches Fladenbrot gegönnt. Heutzutage kaufe ich eher kleinere Brötchen. Man wird im Alter bescheidener. Doch zurück zum Thema „Bagels“:

Das Brotbackbuch "Baguette, Bagels, Bauernbrot" bietet viele schöne Illustrationen zu interessanten Brotrezepten.
Das Brotbackbuch "Baguette, Bagels, Bauernbrot" bietet viele schöne Illustrationen zu interessanten Brotrezepten.

Das Buch „Baguette, Bagels, Bauernbrot – Die besten Rezepte zum Brotbacken“, verfasst von Charlotte Jenkinson und erschienen im Verlag Jan Thorbecke im September 2011 richtet sich offensichtlich an Brotliebhaber, zumal solche, die lieber in schön aufgemachten Büchern schmökern, als das alles dann wirklich zu backen (also an Leute wie mich). Daher sind die Rezepte äußerst anschaulich und optisch sehr ansprechend präsentiert – immer eine Seite stellt das Gebäck als Farbfoto dar, die andere gibt das Rezept wieder, dem als Präambel eine kleine Erklärung zur Brotart und ihren Eigenarten beigegeben sind. Elf Fotografen weist das Register am Schluss als Mitarbeiter auf – und diese haben sich auch sichtlich ins Zeug gelegt.

Das Buch enthält auf 156 Seiten also gut 75 Rezepte, vielleicht auch ein paar mehr, mit allerlei Brotkreationen, von Grundsorten über kreative Eigenentwicklungen wie „Dillschnecken“, „Rosmarinbrötchen“, „Algenbrot“ oder „Brennnesselbrötchen“ bis hin zu internationalen Brotsorten, wobei vom „Finnischen Schwarzbrot“ über die „Lesfa“, schwedisches „Hönökaka“, „Tortillas“ bis hin zum „Naanbrot“ alles vertreten ist. Auch die Bagels habe ich gefunden, und sie werden doch tatsächlich zuerst in Süßwasser gekocht, und dann gebacken. Siehe da, das Rezept dahinter war gleich „Glutenfreies Brot“, was mir sicher auch nicht schaden kann. Und wenn mir mal zu wohl ist, dann kann ich mit dem entsprechenden Rezept sogar ein Focaccia backen.

Wahrscheinlich aber werde ich lieber den kleinen Prachtband ab und zu durchblättern und von selbstgebackenen Broten träumen, da habe ich dann viele schöne Backwaren zu betrachten, und mit der Glutenunverträglichkeit habe ich so auch keine Probleme. Printen für die Weihnachtszeit habe ich im Buch allerdings nicht gefunden, aber das sind ja eigentlich auch keine Brötchen, sondern Kuchen und letztlich habe ich dafür ja auch schon ein anderes Buch. Für alle Brotfreunde kann ich das Buch von Charlotte Jenkinson aber nur weiterempfehlen.

Bibliografische Angaben:

  • Jenkinson, Charlotte: Baguette, Bagels, Bauernbrot – Die besten Rezepte zum Brotbacken, Thorbecke 2011, ISBN-13: 978-3799507110 (Preis: 19,90 EUR)