Nitramische Nationalbank wertet Euro auf Ramschniveau herunter

Nitramische Münzen: Auris (Gold), Denar (Silber) und Kenton (Silber/Kupfer)
Nitramische Münzen: Auris (Gold), Denar (Silber) und Kenton (Silber/Kupfer)

In einem bemerkenswerten Schritt hat die Nationalbank der Neu-Nitramischen Konföderation mit Wirkung zum 9. Juni 566 a. C. den Wechselkurs zum nitramischen Denar angepasst. Der Euro verliert damit in der Konföderation über Nacht 50% seines Wertes.

Als „längst überfällig“ bezeichnete Generalsekretärin Lysandra Prado den Schritt der Nationalbank, da der Wechselkurs seit vielen Jahrzehnten nicht angepasst worden war, die desaströse intergalaktische Finanzpolitik durch ihre inflatorische virtuelle Geldvermehrung und die Weigerung, echte Zinsen einzuführen, aber eine frappierende Inflation in die Wege geleitet habe. Die Geldpolitik manch großer Nationen und Staatsverbände sei katastrophal, so Prado, und „eine Beleidung für jeden ökonomisch denkenden, vernünftigen Sparer“.

Die Nationalbank selbst gab sich etwas reservierter: „Wir möchten nicht, dass die Inflation des Euros auf unsere Länder übergreift und haben den Wechselkurs der nitramischen Währungen entsprechend angepasst“, ist die lakonisch-kurze Anmerkung der nitramischen Währungshüter zum Thema.

Nach dem neuen Wechselkurs ist 1 Nitramischer Silberdenar nun nicht mehr 10 Euro, sondern 20 Euro wert. Freuen kann sich, wer ein Sparkonto in Nitramien hatte, denn sein Vermögen hat sich damit verdoppelt. Eine Devisenverknappung ist allerdings nicht zu erwarten, da die Lager des Handelsmagistrats voll und die Liste der Handelspartner mit eigener Handelslizenz sehr kurz ist.

Über Nils Kawomba 143 Artikel
Nils Kawomba, ehemals Chefredakteur der NNZ (Neue Nitramische Zeitung), ist unser nitramischer Korrespondent in Ventadorn (Ninda).

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