Am letzten Tag des Sommers, der viel zu groß war, veröffentlicht Una Niva ihr neuestes Klavieralbum „After the Fall“, mit teils sehr herbstlichen Klängen. Es thematisiert Sommer, Hitze, Herbst und Tod.
Wie immer wurden die nitramischen Melodien mit dem Niarts Hausorchester eingespielt und damit teils mit KI-Instrumenten, weshalb sie nur für unsere zertifizierten Besucher zugänglich sind. Einige der Melodien stammen bereits von 2003, beispielsweise „Lichterfest“, andere sind ganz neu und hier erstmals zu hören.
Den Einstieg macht „Gloria in Excelsis“, was eine sehr freie Adaption des gleichnamigen Titels aus dem Spielesoundtrack von Snow Angel II ist. In Unas Fassung wurde das Stück dahingehend modifiziert, dass die Grundlinie nun einer Totenglocke ähnelt, worauf das Klavier ostinatoartig variiert. Danach folgt „Echoes of the Moon“, was ursprünglich für das Album „Lunatic“ komponiert wurde, allerdings auf „An Evening at Milony Island Castle“ erstmals zu hören war. Für Unas Pianoalbum wurde es in eine Klavierfassung umgeschrieben. Weil der Sommer 2026 dieses Jahr wirklich viel zu heiß war, folgt mit dem „Sitareen – Summer Tedesca“ ein Stück mit indisch-orientalischer Anmutung.
Mit „Lent – Days of Passion“ folgen eine Reihe nachdenklicherer Lieder. „Lent – Days of Passion“ wurde ursprünglich für „All those Days“ komponiert, passte allerdings wegen der Streicher dort nicht ganz, so hat es nun seinen Platz auf „After the Fall“ gefunden. „The Untitled Part of Life“ thematisiert ein in unserer Gesellschaft weitgehend verdrängtes Thema: Das Sterben – und ist der auf dem Album düsterste Track. Danach folgt mit „Farewell for Gisela“ ein Stück, das in Andenken an Gisela Würtenberger komponiert wurde, die am 6. August 2026 verstarb. Somit erhält sie nun eine kleine Hymne, hier auf Klavier gespielt. „The Empty Palace“ ist ein Stück, das weitgehend von einer Guqin dominiert wird und das letzte im Trauerzyklus. Es sinniert über verlassene Orte, leere Paläste, wenn die Herrscherinnen und Herrscher gegangen sind.
Das letzte Drittel auf Una Niva Album wird wieder zuversichtlicher: Es startet mit der berühmten „Tedesca of Viceroy Valens“, das auf dem Album „Lord Milony’s Winter Dances“ erstmals zu hören war. Una hat es jazzartig neu interpretiert, ebenso das Stück „Festival of Light“, was einst die Nr. 4 der „Eleven Pieces for the HGWT“ von 2003 war. Den zuversichtlichen Abschluss bildet Unas Version des Kirchenliedes „Und ein neuer Morgen“.
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