Una Niva gewinnt Wahlen in Ventadorn

Ergebnisse der Wahlen in Ventadorn am 1. Juni 506 a. C.
Ergebnisse der Wahlen in Ventadorn am 1. Juni 506 a. C.

Ventadorn hat eine neue gewählte Oberbürgermeisterin – mit fast 3000 Stimmen Vorsprung zieht die bisherige föderale Kulturministerin Una Niva als neue Staatschefin ins Rathaus ein.

Noch vor wenigen Tagen hatte es keine Kandidaten für die Neuwahlen gegeben, doch rechtzeitig zur Wahl traten immerhin 12 Kandidaten an, die der kommissarische Bürgermeister Alexander Czerdano noch bis zum 31. Mai zu einer Kandidatur überreden konnte. Die Neuwahl am 1. Juni war nötig geworden, weil die vorige gewählte Oberbürgermeisterin, Elandra Drakanou, nach einem Eklat im Stadtrat zusammen mit ihren Parteigenossen zurückgetreten war. Der Stadtrat konnte sich nicht auf einen Nachfolger einigen, es kam zu offenen Tumulten. Seither war die Stadt unter den Oberbefehl der Vizekönigin von Südninda gestellt worden und wurde in ihrem Auftrag kommissarisch von Alexander Czerdano regiert. Der Tyrillianer zeigte sich erfreut, dass er sich nun endlich ins Privatleben zurückziehen kann und übergab noch am Abend die Amtsgeschäfte an die neue Oberbürgermeisterin.

Una Niva, die sich in der Wahl überraschend deutlich gegen den als Favoriten gehandelten Rektor der Universität, Tiraeus Nightray, durchsetzen konnte, war bislang sehr erfolgreich als föderale Kulturministerin tätig. Ihre beherzte Kulturpolitik scheint ihr viele Wählerstimmen eingebracht zu haben. Generalsekretärin Lysandra Prado bedauerte den Verlust der beliebten Kulturministerin für die Bundesregierung, wünschte ihr aber ebenfalls gutes Gelingen und viel Glück bei der Arbeit als Oberbürgermeisterin und Präsidentin von Ventadorn. Das wird die neue Oberbürgermeisterin auch brauchen, denn die Freistadt hat mit immensen strukturellen und auch finanziellen Problemen zu kämpfen. Zur Zeit steht die Stadt mit mehr als 60.000.000 Denaren bei der Föderationskasse in der Kreide und ist nur durch Notkredite aus Südninda noch zahlungsfähig. Auch diese muss die Stadt wieder an die Nachbarprovinz zurückzahlen.

Als erste Amtshandlung bestellte Oberbürgermeisterin Una Niva daher Revisoren, welche die Bürokratie der Stadt abbauen und mögliche Geldquellen erschließen sollen. Gleichzeitig ordnete die Oberbürgermeisterin ein Nothilfeprogramm an, um verfallene Stadtteile wiederzubeleben. Seit der Staatskrisen im 5. Jahrhundert hat die Stadt beständig an Bevölkerung verloren und einige Stadtteile stehen inzwischen leer. Diese sollen nun, so wie es auch schon ihre Vorgängerin Elandra Drakanou geplant hatte, abgerissen werden. Im Unterschied zu ihrer Vorgängerin Drakanou dürfte die parteilose Una Niva mit ihren Plänen im Stadtrat durchkommen, denn die Wähler haben den alten Rat für seine Blockadepolitik abgestraft. Die traditionellen Parteien erlitten bei den parallel erfolgten Stadtratwahlen schlimme Verluste, besonders die Wirtschaftspartei, die Drakanous Umweltpolitik konsequent blockiert hatte. Sie verlor 70% ihrer Sitze und versinkt damit für mindestens eine Legislaturperiode in der Bedeutungslosigkeit. Auch Drakanous Umweltpartei verlor die Hälfte ihrer Ratssitze. Dafür zogen viele Parteilose Ratsmitglieder ein, die fast alle ziemlich offen für Una Nivas Pläne votieren. Auch die nunmehr größte Partei im Stadtrat, die Toleranzpartei, kündigte ihre Unterstützung für die neue Oberbürgermeisterin an.

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Nils Kawomba, ehemals Chefredakteur der NNZ (Neue Nitramische Zeitung), ist unser nitramischer Korrespondent in Ventadorn (Ninda).