Regierungskrise in Ventadorn, Südninda springt ein

Turbulente Szenen spielten sich im Rathaus der Metropole ab: Oberbürgermeisterin Drakanou kündigte fristlos, der Stadtrat konnte sich angesichts der drohenden Staatspleite nicht auf einen Nachfolger einigen.

Nach nur einem Jahr im Amt warf Oberbürgermeisterin Drakanou das Handtuch – sie werde sich dieses „Possenspiel“ nicht länger antun, ließ sie vor der Presse verlauten und wetterte gegen die Stadtverwaltung, die sich ihren Reformbestrebungen in den letzten Monaten immer wieder widersetzt hatte. Ihr Vorhaben, die Stadt grüner und sauberer zu machen, konnte sie nicht umsetzen, auch die Projekte des Vorgängers konnte sie nicht abschließen – noch immer funktionieren die Hypernetzanschlüsse nicht. Die drohende Staatspleite und akute Funkstörungen brachten das Fass zum Überlaufen: Die Oberbürgermeisterin und ihre Prytanen überwarfen sich endgültig und reichten ihre fristlosen Kündigungen ein, die Mitglieder von Drakanous Umweltpartei verließen daraufhin den Stadtrat. Dort kam es zu tumultartigen Auseinandersetzungen, die Legat Christopher Albin mit der Nationalgarde beenden musste. Auch an den folgenden beiden Tagen konnte sich der Stadtrat weder auf einen Nachfolger für Drakanou noch auf einen Nothaushalt einigen. Daraufhin erließ die kaiserliche Regierung ein Notstandsedikt und unterstellte die Metropole bis auf weiteres der Amtsgewalt der Vizekönigin von Südninda.

Alexander Czerdano als Dekan der Universität Sanarth
Alexander Czerdano als Dekan der Universität Sanarth

Vizekönigin Luisa Amiratu borgte der Metropole Gelder aus ihrer Provinzialkasse, um den drohenden Staatsbankrott abzuwenden und setzte sofort einen Termin für Neuwahlen fest, diese sollen am 1. Juni erfolgen. Als kommissarischen Oberbürgermeister engagierte sie den frisch pensionierten Ex-Generalsekretär Alexander Czerdano.

Czerdano, der seit mehr als einem Jahrhundert in Ventadorn lebt und sogar einige Jahrzehnte lang Rektor der dortigen Universität war, kennt die Stadt und ihre Verwaltung sehr gut. Zudem verfügt er über die besten Kontakte zu diversen Föderalen Institutionen. Er gab allerdings an, dass er für das Amt nur bis zu den Neuwahlen am 1. Juni zur Verfügung stehe. Bis dahin müssen noch Kandidaten gefunden werden, die bereit sind, die inzwischen insolvente Metropole zu regieren. Sollte es keine Freiwilligen geben, mahnte Vizekönigin Luisa, werde sie selbst geeignete Kandidaten bestimmen.

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Nils Kawomba, ehemals Chefredakteur der NNZ (Neue Nitramische Zeitung), ist unser nitramischer Korrespondent in Ventadorn (Ninda).