Die nitramisch-reformierte Kirche von Ninda

Die nitramisch-reformierte Kirche ist auf Ninda neben der nitramisch-katholischen Kirche die zweitgrößte christliche Konfession.

Die nitramisch-reformierte Kirche genießt in den Vereinigten-Provinzen von Südninda, in Ventadorn und in Azurea sowie in Salis den Status einer Staatskirche. Sie kann besonders in Medea auf einer lange Tradition zurückblicken, die bis zur Gründung der Grafschaft Dumont durch Graf Gregor im 1. Jahrhundert des zweiten Zeitalters zurückreicht. Bis heute gehören viele Adlige aus Medea dieser Konfession an, so auch König Miloni von Dumont, auch wenn dieser bisweilen der nitramisch-katholischen Kirche den Vorzug gibt. Als anerkannte Staatskirche erhält die nitramisch-reformierte Kirche besondere staatliche Förderung, beispielsweise für die Ausübung spiritueller und seelsorgerischer Dienste und teilweise auch durch Ausschreibung und Alimentation von entsprechenden Mandaten. 

Die nitramisch-reformierte Kirche steht in der Tradition der Reformation, in ihrer Frühzeit war sie stark lutheranisch, später anglikanisch geprägt, vertritt heute aber eher die methodistische Tradition nach John Wesley. In diesem Sinne definiert sie sich weniger über theoretische Lehrmeinungen als über die sittliche Lebensführung nach biblischen Grundsätzen. Auch die persönliche Frömmigkeit spielt eine große Rolle. Durch eine relative Nähe zum Pietismus lehnt die nitramisch-reformierte Kirche großen Prunk ab und gestaltet besonders religiöse Handlungen betont schlicht und zurückhaltend. Musik und Dichtung genießen aber sehr hohen Stellenwert und werden sehr geschätzt. Darüber hinaus ist die nitramisch-reformierte Kirche sehr aufgeschlossen für Ökumene und arbeitet praktisch sehr oft mit ihren Schwesterkirchen zusammen. Gottesdienste und Gemeindeaktivitäten sind für alle Interessierten offen, auch für Nicht-Getaufte. Im Gegenzug feiern Angehörige dieser Kirche auch viele traditionelle Feste nach dem sixtinischen Kalender mit, beispielsweise das St. Martins-Fest.

In der nitramisch-reformierten Kirche gibt es keine Bischöfe, die Kirchengemeinden wählen ihre Pastoren, Referenten und Presbyter selbst und sind über Kirchenräte miteinander vernetzt: Gemeinden unterstützen sich so gegenseitig. Bei der Ämtervergabe spielt das Geschlecht eines Kandidaten keine Rolle, sehr wohl aber das persönliche Charisma und die Begabungen. Als Sakramente sind Taufe und Abendmahl anerkannt. Lebenspartnerschaften nach dem Vorbild der Communite werden gesegnet und für ältere Menschen sogar empfohlen.

In der Regel werden Neumitglieder durch Erwachsenentaufe gewonnen. Zwar ist auch die Kindertaufe gängige Praxis, als Gemeindemitglied zählt man dann aber erst mit der Konfirmation. Die nitramisch-reformierte Kirche verfügt über sehr stabile Mitgliederzahlen, zuletzt konnte sie sogar leichte Zuwächse verzeichnen. 37% der Einwohner von Südninda gehören dieser Konfession an.

Über Martin Dühning 1418 Artikel
Martin Dühning, geb. 1975, studierte Germanistik, kath. Theologie und Geschichte in Freiburg im Breisgau, arbeitet am Hochrhein-Gymnasium in Waldshut und ist Gründer, Herausgeber und Chefredakteur von Anastratin.de.