Sovenal ersetzt Solitude

Die N.S.S. Solitude, einst Flaggschiff der 11. Flotte, wurde nach 240 Jahren unermüdlichem Einsatz außer Dienst gestellt. Für sie übernimmt künftig die N.S.S Sovenal.

Logo der erneuerten 11. Flotte
Logo der erneuerten 11. Flotte

In einer bewegenden Zeremonie, die manchem altgedienten Veteranen die Tränen in die Augen trieb, wurde am 12. März 551 a. C. nach über 240 Dienstjahren die N.S.S. Solitude, Registernummer RX-2000-701, außer Dienst gestellt. Sie war lange Zeit der leistungsfähigste Kreuzer der nitramischen Handelsflotte. Legendär wurde sie durch ihre unkomplizierte Einsatzbereitschaft, sie erwarb den Ruf, unkaputtbar zu sein und anders als ihre pannengeplagte destinierte Nachfolgerin, die N.S.S. Traveler havarierte das Schiff nie. Zum Spott der ganzen Flotte musste die Traveler bereits nach nur einem Jahrzehnt pannengeplagten Dienstes verschrottet werden, während die damals schon hochbetagte Solitude noch viele weitere Jahrzehnte im Einsatz blieb. Erst mit der N.S.S. Northern Kitsune, dem zentralen Versorgungsfrachter der 12. Flotte, der seit 24 Jahren seinen Dienst tut, erhielt sie ernsthaft Konkurrenz. Nach zwei Jahrhunderten im Dauereinsatz konnte aber letztlich auch die Solitude den Zahn der Zeit nicht mehr leugnen. Verschrottet werden soll das Traditionsschiff allerdings nicht und wurde nur demissioniert. Wenn es nötig ist, kann sie also reaktiviert werden.

Schon die letzten Jahre war es still um den leichten Kurzstreckenkreuzer geworden, seit die N.S.S. Northern Kitsune, ein viel modernerer und schnellerer Mittelstreckenkreuzer, die meisten Aufgaben der Solitude übernahm. Dennoch ist die Kitsune für einige Kurzstreckenaufträge überdimensioniert. Daher orderte der Föderale Rat bei den renommierten Olten-Flottenwerften, die schon die Kitsune lieferten, mit der N.S.S. Sovenal, Registernummer RX 2021-801 eine aktuelle Variante eines Veneto-Klasse-Kreuzers. Die Bauform des jüngsten Abkömmlings ist somit fast identisch mit der Solitude, sämtliche technische Komponenten dagegen hochmodern.

„Wir wollten Altbewährtes mit Neuem verbinden“, begründete Legat Christopher Albin bei der Einweihung am heutigen 17. März 551 a. C. die Wahl der Schiffklasse, „Neu ist nicht automatisch gut, das Neueste selten das Beste. Mag sein, dass sich mancher mehr schnelle Mittel- und Langstreckenkreuzer wünscht, aber gerade auch aus ökonomischen und ökologischen Gründen sind leichte Kreuzer immer noch erste Wahl und die Solitude hat bewiesen, dass die Veneto-Klasse fast unschlagbar effizient ist.“

Ihren regulären Dienst wird die N.S.S. Sovenal allerdings erst in den nächsten Wochen aufnehmen. Momentan werden noch ihre Lagerräume umgebaut, um an die nitramischen Konventionen zu passen. Bis dahin übernimmt die Kitsune auch weiterhin anfallende Kurzstreckenaufgaben.

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Nils Kawomba, ehemals Chefredakteur der NNZ (Neue Nitramische Zeitung), ist unser nitramischer Korrespondent in Ventadorn (Ninda).