Perspektivität

Perspektivische Gebrochenheit, spektral unterbelichtet, kaleidoskopisch betrachtet: wir.

Wir, die Mittelpunkte, kosmisch, universal und doch nur halb geblendet, individualisiert. Blenderei, prismatische Illusion, Lichterspiele. Mal bläulich unterkühlt, mal rotgetünchte Nordlichter, Morgennebelschleier. Lichttheorien. Goethe und Newton im Clinch. Platon und Bacon, Sophistik. Systemtheorien. Systematisches Ausblenden. Ungerechte Verhältnisse – kein Ausgleich.

Treiben wir uns selbst. Selbst. Illusionen, Blenderei, Prismen. Teile, die kein Ganzes ergeben. Nur Farbsplitter. Mosaike, systematische. Mal rot getüncht, blutig, mit Wut. Mal unterkühlt, blaugefroren. Herzlos. Lichttheorien. Null-Prozesse. Kafka, Kleist, blond. Zwei Seiten, keine Mitte, kein Ausgleich. Binarität. Perspektivische Gebrochenheit. Keine Umstände. Keine neuen Ansichten. Blenderei, prismatische Illusion, Lichterspiele. Ungerechte Verhältnisse. Unterbelichtung. Selbst-Betrug.

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Martin Dühning, geb. 1975, studierte Germanistik, kath. Theologie und Geschichte in Freiburg im Breisgau, arbeitet am Hochrhein-Gymnasium in Waldshut und ist Gründer, Herausgeber und Chefredakteur von Anastratin.de.