Stiller Tag in Schnee und Eis

Stephanstag – Weihnachtspause – alles ist still, alle Freunde und Kollegen ausgeflogen. Ein paar wenige verbliebene Verwandte schauen vielleicht vorbei, wahrscheinlicher aber auch nicht, denn es ist Mittwinterwetter. Alles draußen schläft, ist schneeverzaubert und zu Silber und Gold erstarrt, in der kleinen Sonne funkelnd. Es strahlt in Kristall und Eis.

It freeeeezes - zarter Frost am Stephanstag
It freeeeezes - zarter Frost am Stephanstag (Foto: Martin Dühning)

Was will man auch mehr als die paar kalten Atemzüge zum Ende des Jahres, wenn das alte schon müde und das neue noch nicht ist? Nein, „rauh“ sind diese Nächte nur für die, welche draußen schlafen müssen. Angst vor Gespenstern muss man aber keine haben – dazu sind die Nächte doch noch viel zu heilig. Da kann man kritteln soviel man will: Wenn in den klirrenden Nächten die Sterne funkeln, ist wirklich stille Nacht.

Eiskalter Schwarzbach - definitiv zu frostig zum Baden, aber hübsch anzusehen.
Eiskalter Schwarzbach - definitiv zu frostig zum Baden, aber hübsch anzusehen. (Foto: Martin Dühning)

Auch tags lassen sich kaum Tiere blicken. Ein scheues Reh springt vielleicht am Waldrand herum und ein paar vorwitzige Meisen knödeln ihr Futter vom Kirschbaum herunter. Ab und zu trifft man unterwegs ein Pärchen, das sich in der Kälte knuddelt oder einen frierenden Hund, der unsichtbare Schneehasen jagd. Ein paar wenige Kinder, die noch wissen, wie man einen Schlitten bedient. Oder jemand mit einem Fotoapparat, der versucht, dies Wintermärchen einzufangen. Aber kann das überhaupt gelingen?

Dreaming of a WHITE CHRISTMAS ? - Dieses Jahr werden Träume Wirklichkeit. (Foto: Hansjörg Dühning)
Dreaming of a WHITE CHRISTMAS ? - Dieses Jahr werden Träume Wirklichkeit. (Foto: Hansjörg Dühning)

Egal. Das Jahr ist bereits viel zu müde und zu verträumt im tiefen süßen Schnee, als dass dies noch eine Rolle spielen würde. Es friert. Alles ist klar und still. Aber dunkel ist es nicht. Es strahlt vielmehr in Kristall und Eis!