Ärger mit dem E-Bike

Mein Pedelec auf seiner Jungfernfahrt im Jahr 2015 (Foto: Martin Dühning)
Mein Pedelec auf seiner Jungfernfahrt im Jahr 2015 (Foto: Martin Dühning)

Ich hab es nun schon bald zwei Jahre – mein Pedelec. Aber zufrieden bin ich damit nicht. 2600 EUR kostete es damals, und den Gegenwert hat es  bis jetzt nicht erbracht.

Bereits von Anfang war unsere Beziehung eher gestört. Verglichen mit meinem erstklassigen analogen KTM war die Kettler-Variante qualitativ nachrangig, der Akku machte im Sommer 2015 mehrmals unangekündigt schlapp und im Steuercomputer finden sich allerlei Macken, so reagiert er oft nicht, oder ein Tätigen des Lichtschalters schaltet die komplette Maschine ab.

Über die Jahre wurde es leider nicht besser mit dem Ding. Im Winter durfte ich mehrmals die Reifen wechseln, obwohl das Fahrrad meist nur brav im Hausflur steht, ein spontaner Radausflug diesen Mittwoch endete in einer Katastrophe und damit, dass eine sehr verärgerte Freundin mich und Rad spontan und mit geplatzen Reifen aus dem Wald retten musste und anschließend, streikender Akku, heimfahren musste.

Aber letztlich ist das Hauptproblem: Das Pedelec ist zu grobschlächtig und schwer, die Technik und der Akku so nicht ausgereift. In der Praxis benutze ich für alle Erledigungen und Fahrten daher noch immer mein althergebrachtes pedalgetriebenes Radel und nicht den Technikbolliden, der schwerfälliger und sperriger ist. Und die mangelnde Zuverlässigkeit hat mir die Lust auf Elektrogetriebe gründlich verleidet. Auch transportmäßig war es eher eine Katastrophe. Meine Freundin im fernen Jestetten konnte ich oft nicht besuchen und die Idee, mit dem Pedelec täglich zur Schule zu radeln, hab ich mir gleich abgeschminkt: Zu schwerfällig, zu fehleranfällig und zu groß das Risiko, dass die teure Technik Vandalismus zum Opfer fällt.

Mein Plädoyer für den erprobten Radfahrer lautet daher: Bleibt lieber bei euren alten, analogen Bikes und investiert das gesparte Geld dafür in euer Sozialleben!