Die Feen von Neu-Emolas

Die Pilzsammlerin - in den Feenwäldern ist die kleine Welt noch in Ordnung (Grafik: Martin Dühning)
Die Pilzsammlerin - in den Feenwäldern ist die kleine Welt noch in Ordnung (Grafik: Martin Dühning)

Im freien Königreich Kournia, am Ufer des Flusses Entwinnen, da liegt der Feenwald von Neu-Emolas. In diesem Leben viele Grünfeen.

Wälder gab es in Kournia schon immer, auch noch in ursulischer Zeit, doch erst als Telia Atanavi um das Jahr 500 a. C. ihre Verwandten aus den Altlanden in die Wälder um den Fluss Entwinnen umsiedelte, entstand dort der heutige Feenwald. Er ist auch unter dem Namen „New Deersborough Forest“ bekannt oder einfach als die „Fairy Domain“. Deren Zentrum bildet der große Feenbaum, den Luisa Amiratu und Kara Delica einst von den Zwergfeen aus Andrasko mitbrachten. Er gilt als neutrales Territorium und wird von zwei Baumhütern, den Erdfeen Pitou Neele Rankepank und Passo Rankepank bewacht. Um dieses Zentrum herum erstreckt sich das Feenreich.

Drei große Grünfeenfamilien dominieren das Feenreich: Die größte unter ihnen ist der Clan der Atanavi-Feen. Sie alle stammen von einer Fee namens Onno ab, die inzwischen einige hundert Abkömmlinge hat. Ihren Namen haben diese Feen von der altländischen Familie Atanavi, die viele von ihnen adoptierte, als Onno einstmals spurlos verschwand. Clanoberhaupt dieser Feen ist Telia Atanavi, die bis zu ihrer Absetzung auch die Rolle als oberste Fee des Feenreiches wahrnahm. Da Telia einen recht starrsinnigen Charakter besitzt, kam es zu einer Revolte und sie wurde später in einem legendären Zauberduell von Shae Aldys abgelöst.

Zu den bekanntesten Mitgliedern der Atanavi-Grünfeen gehört neben Telia Atanavi auch die berühmte Skaldin des Feenwaldes, Nimue Atanavi, sowie die nitramische Botschafterin in Styn, Juna Atanavi und natürlich Belion Atanavi und ihre beste Freundin Polly Atanavi. Auch die Tochter von Telia, die Halbfee Aishling Atanavi, ist weithin bekannt. Die meisten Atanavi-Feen leben in den Wäldern entlang des Flusses Entwinnen.

Shae Aldys, die oberste Fee des Feenwaldes von Kournia, in ihrer menschlichen Form (Grafik: Martin Dühning)
Shae Aldys, die oberste Fee des Feenwaldes von Kournia, in ihrer menschlichen Form (Grafik: Martin Dühning)

Der nach den Atanavi bedeutendste Feenclan ist die Familie Aldys. Diese Familie stammt von einer Fee namens Rayanne Aldys ab, ist viel kleiner als die große Schar der Atanavi-Feen, doch ihre Mitglieder weisen große magische Fähigkeiten auf, insbesondere in den Bereichen Floramantie, Gestaltwandlung und Transmutation. Die Familie Aldys brachte mit Mara Aldys sogar eine weiße Fee hervor, die jedoch nach Styn auswanderte. Ihre Schwester, Shae Aldys, gilt als die derzeit mächtigste Grünfee des Feenwaldes – viele sind der Ansicht, dass ihre Zaubermacht mindestens dem Rang eines Erzmagiers entspricht – und sie nimmt seit Telia Atanavis Absetzung auch das Amt der obersten Fee wahr. Zudem ist sie seit dem Rücktritt des letzten Huskarls offizielles Regierungsoberhaupt des Königreichs Kournia. Shae Aldys gilt als sehr liebevoll und fürsorglich und hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, den clanlosen Feen des Feenwaldes Gehör zu verschaffen. Der Clan der Aldys Feen lebt um die heiligen Teiche von Nimbre, wo Shae Aldys auch Rat hält.

Der kleinste der drei Feenclans ist die Familie Morel. Auch diese Familie brachte eine weiße Fee hervor, Belen Morel, die jedoch nach Veamoris auswanderte, wo sie als begabte Magierin geschätzt wird. Clanoberhaupt der Familie Morel ist Belens Mutter Aliz Morel, die wie ihre Schwester Catra Morel eine sehr begabte Wetterfee ist. Die Familie Morel gilt als eher konfliktscheu und lebt in den zurückgezogeneren Ecken des Feenwaldes.

Neben den drei großen Feenfamilien gibt es auch clanlose Feen und Trolle im Feenwald. Der bekannteste Troll ist Vladimir, der Ehemann von Telia Atanavi, die bekannteste clanlose Grünfee wohl Juniper Foriensis, die offizielle Botschafterin des Feenreiches in Hajoida.

Über Martin Dühning 1691 Artikel
Martin Dühning, geb. 1975, studierte Germanistik, kath. Theologie und Geschichte in Freiburg im Breisgau sowie Informatik in Konstanz, arbeitet als Lehrkraft am Hochrhein-Gymnasium in Waldshut und ist Gründer, Herausgeber und Chefredakteur von Anastratin.de.