Niarts Musik wird erst mal unöffentlich…

"Roses of Eostre" auf Una Nivas neuem Klavieralbum "Dancing in April - Una Plays Piano II" (Grafik: Martin Dühning)
"Roses of Eostre" auf Una Nivas neuem Klavieralbum "Dancing in April - Una Plays Piano II" (Grafik: Martin Dühning)

Mit August 2026 gelten in der EU neue KI-Kennzeichnungspflichten. Die GEMA gewann gegen die KI-Firma Suno einen Gerichtsprozess. Beides heißen wir eigentlich grundsätzlich gut, entschwindet die Musik von Nitramica Arts erst einmal in der realen Welt.

Was unsere Meinung zu Kunst, Kreativität und Kommerz angeht, verweisen wir auf die Leitlinie von Nitramica Arts, die seit Gründung von Nitramica Arts im November 1994 unverändert gilt:

„Nitramica Arts gibt es seit 1994. Wir wollen die Welt etwas schöner, farbiger und interessanter machen, und dazu braucht man keine hohen Profite, keine steigenden Gewinnquoten, Marktanteile oder Monopole, sondern Engagement und Kreativität.“
– Martin Dühning

Wir verabscheuen Kommerz und halten die Verbindung von Kunst mit Kapitalismus für künstlerisch kontraproduktiv. KI ist insofern ein zweischneidiges Schwert. Die EU hat – endlich – Leitlinien durchgesetzt, wie KI-Produkte zu Kennzeichnen sind. Aktuelle Rechtsprozesse wie der der GEMA gegen das Unternehmen Suno erstreiten Wertschöpfungsrechte, die sich zunehmend in Richtung Techgiganten verlagert hatten.

Beide Geschehnisse betreffen Nitramica Arts und Anastratin.de erst einmal nicht wirklich, da wir keine „Fake-News“ erstellen – sowohl Grafik als auch Musik verwenden wir nur für unsere Fantasy-Projekte in der fantastischen Welt von Neu-Nitramien und Südninda. Dafür komponieren auch auch Musik, die großteils immer noch selbst erdacht und erarbeitet wird, auch wenn die KI dabei durchaus hilfreich ist, besonders bei der Instrumentierung – So haben wir uns dazu entschieden, unsere selbstkomponierte Musik, besonders die Ninda Home Charts, künftig nicht mehr öffentlich anzubieten.

Das liegt daran, dass die aktuelle Gesetzeslage leider doch recht viele Graubereiche enthält. Wir finden es gut, dass den KI-Konzernen Grenzen gesetzt werden und auch, dass die Belange von Künstlern vertreten werden, deren Werke ungefragt benutzt wurden, um anderswo Kapital zu genieren. Gleichwohl bereichert moderne Digitaltechnik, auch KI, die künstlerische Produktion und ohne hätten wir viele unserer Bandsongs und symphonischen Werke nicht umsetzen können. Wir haben allerdings auch nicht das Geld, vorgriffsweise hunderte Lizenzen zu erwerben zumal auch noch gar nicht klar ist, wie die Sache technisch zu regeln wäre.

Wir komponieren aus kreativer Freude und nichtkommerziell. Wir haben keine Lust, uns mit Rechteinhabern oder deren selbsternannten Rechtsvertretern über unsere eigene selbstkomponierte Musik herumzustreiten. Deshalb wird diese künftig nicht mehr öffentlich sein – zumindest, sofern es unsere Werke nach 2019 betrifft, denn die davor benutzten keine KI in der Art, wie sie derzeit rechtlich diskutiert wird.

Da wir allerdings grundsätzlich sehr zornig werden, wenn man unsere kreative Arbeit angreift, hinterlässt das einen sehr bitteren Beigeschmack, wie uns auch sonst die Entwicklungen in der digitalen Welt eher verbittern. Das ist nicht die Welt, die wir uns 1994, am Anfang des Internets, erträumt hatten: Eine Welt kreativer und sozialer Möglichkeiten.

Wir haben unsere Werke natürlich nicht selbst zerstört, keine Angst. Metaphorisch gesprochen wurde stattdessen „die Pforte zum nitramischen Feenreich“ geschlossen. Wer als Freund von Nitramica Arts einen offiziellen „Stein der wahren Sicht“ besitzt, tritt automatisch hindurch, wird auf dieser Webseite gar keinen Unterschied wahrnehmen. Alle anderen bleiben künftig draußen. So magiebegabt sind wir dann schon auch in der realen Welt, was unsere softwaretechnischen Fähigkeiten betrifft. 😉 

Übrigens: Wenn Sie diesen Text hier lesen können, gehören Sie leider auch zu Opfern der profanen Welt, die Kunst nur als Konsummasse oder Geldquelle betrachtet und nicht als kreative Ausdrucksmöglichkeit. Die neueren Musikstücke und Eigenkompositionen von Martin Dühning bleiben Ihnen also vorenthalten und auch unsere selbsterstellten Videos.

Sie müssen leider draußen bleiben.

Das wird so bleiben, bis die Rechtslage irgendwann vernünftig geklärt ist, auch für kleine, nichtkommerzielle Creators wie uns.

Und nein, wir verteilen keine Eintrittskarten für Konzerte in der nitramischen Feenwelt an unbekannte Außenstehende, tut uns leid. Käuflich sind wir auch nicht, waren wir nie.

Aber wir haben auf dieser Webseite auch noch ältere Musikalben von vor 2019, die Ihnen natürlich weiterhin offen stehen und die Sie gerne anhören dürfen. Viel Spaß dabei! 🙂

Über Martin Dühning 1.711 Artikel
Martin Dühning, geb. 1975, studierte Germanistik, kath. Theologie und Geschichte in Freiburg im Breisgau sowie Informatik in Konstanz, arbeitet als Lehrkraft am Hochrhein-Gymnasium in Waldshut und ist Gründer, Herausgeber und Chefredakteur von Anastratin.de.

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