Das Grau des Jahres 2026

Todesengel des Jahres 2026, gemalt mit Schminckes Random Grey 2026 (Grafik: Martin Dühning)
Todesengel des Jahres 2026, gemalt mit Schminckes Random Grey 2026 (Grafik: Martin Dühning)

Grau kann ich überhaupt nicht ausstehen, doch auch das Jahr 2026 gestaltete sich bislang unausstehlich. Und da es von Schmincke auch ein Jahresgrau gibt, passt doch beides irgendwie doch wieder zusammen.

Jedes Jahr bringt der deutsche Künstlerfarbenhersteller Schmincke limitierte Sondertöne heraus, die ich bereits im Frühjahr und Hochsommer testete. Daneben wird aus Farbresten des Vorjahres ein sogenanntes „Random Grey“, also ein zufälliger Grauton, zusammengemischt, der jedes Jahr die Farbsorte wechselt (Öl,- Acryl,- oder Wasserfarben) und in seiner Färbung jeweils einmalig ist. Im Jahr 2026 waren wieder die Horadam-Wasserfarben dran.

Schmincke Random Grey 2026 (Grafik: Martin Dühning)
Schmincke Random Grey 2026 (Grafik: Martin Dühning)

Das „Random Grey 2026“ (Nummer 988) bildet diesmal einen stark granulierenden Farbton ab, der sich irgendwo zwischen Van Dyck Braun und Warmgrau befindet. Letztlich ist es somit aus meiner Sicht eher ein Braunton als ein Grauton, was mir allerdings besser gefällt. Die Pigmente zerfließen sehr gut und trennen sich beim Trocknen in mehr rötliche und mehr bläuliche Farbinseln auf. Deckend ist die Farbe sehr dunkel, lässt sich aber auch sehr gut wieder anlösen und eignet sich somit hervorragend für monochrome Illustrationen im Sepia-Stil:

Grafik zum Jahr 2026 (Grafik: Martin Dühning)
Grafik zum Jahr 2026 (Grafik: Martin Dühning)
Über Martin Dühning 1.731 Artikel
Martin Dühning, geb. 1975, studierte Germanistik, kath. Theologie und Geschichte in Freiburg im Breisgau sowie Informatik in Konstanz, arbeitet als Lehrkraft am Hochrhein-Gymnasium in Waldshut und ist Gründer, Herausgeber und Chefredakteur von Anastratin.de.

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