Hajoidische Außenministerin entdeckt überlebende Schneepersonen in Hausrya

Eine Delegation überlebender Schneewesen begrüßt die hajoidische Außenministerin als Retterin beim Berg Einsamkeit in Hausrya (Grafik: Martin Dühning, KI-bearbeitet)
Eine Delegation überlebender Schneewesen begrüßt die hajoidische Außenministerin als Retterin beim Berg Einsamkeit in Hausrya (Grafik: Martin Dühning, KI-bearbeitet)

Eine Expedition unter Leitung der hajoidischen Außenministerin entdeckte eine Siedlung mit den letzten Überlebenden der wyrtenbergischen Bevölkerung in der nördlichen Polarregion von Hausrya.

Während sich der nitramische Legat des Ostens noch um die Installation der neuen orbitalen Verteidigungsanlagen beim Zentralplaneten des Kaiserreichs Hausrya bemüht, entdeckte die hajodische Außenministerin Knüpfpünktli Fliederfarb von Bernkastel-Kues mit einer von ihr geleiteten Expedition ganz überraschend eine noch halbwegs intakte Siedlung von wyrtenbergischen Schneepersonen. Diese hatten sich, geschützt durch einen antiken Weihnachtszauber, während der Sklavenaufstände, die vor 48 Jahren zum Untergang von Wyrtenberga führten, beim Berg Einsamkeit verschanzt, der in der nördlichen Polarregion des Zentralplaneten liegt.

Siedlung der überlebenden Schneewesen in Einsamkeit, Hausrya (Grafik: Martin Dühning, KI-bearbeitet)
Siedlung der überlebenden Schneewesen in Einsamkeit, Hausrya (Grafik: Martin Dühning, KI-bearbeitet)

Die überlebenden Schneepersonen begrüßten die hajodische Delegation erfreut und luden sie in ihre Siedlung ein, die durch einen uralten Weihnachtskristall aus ottonischer Zeit verborgen und geschützt wird, der den magischen Artefakten in Ninda ähnelt. So blieb die Siedlung von Seuchen und Plünderungen während und nach den Aufständen verschont. Dringend dankbar waren die Schneewesen auch für die von den Hajoiden gelieferten Notvorräte, da die Schneepersonen ohne sie nicht mehr lange durchgehalten hätten. Während überall sonst auf dem Planeten alle Pflanzen verdorrt und abgestorben sind, fanden sich in der Siedlung auch noch ein paar letzte Sukkulenten, von denen sich die hungernden Schneewesen bislang dürftig ernährt hatten.

Nicht fündig dagegen wurden die Hajoiden auf dem gesamten Planeten, was Schätze angeht. Nach dem Testament der verstorbenen Kaiserin stünde den Hajoiden alles Gold zu, was sich in den Schatzkammern der ehemals wyrtenbergischen Paläste fände, doch diese Paläste und Festungen fanden die hajoidischen Truppen nur bereits geplündert und weitgehend verwüstet vor.

Um die Bevölkerung und auch den Planeten künftig vor Überfällen von Briganten und feindlichen Mächten zu schützen, sollen orbitale Schilde und ein automatisiertes Verteidigungssystem installiert werden, wie es auch schon im Orbit von Ninda zum Einsatz kommt. Flottenstratege Jubalbor Elektron Cyrix, der auch der föderale Kommunikationsminister der Neu-Nitramischen Konföderation ist, nahm mit Ingenieuren der 10. nitramischen Raumflotte dafür Messungen vor. Es soll am Nordpol in der Nähe von Einsamkeit auch eine Relaisstation installiert werden, die bis zu den nächstliegenden nitramischen Raumstationen senden kann. Bis dahin werden Raumkreuzer der 12. Raumflotte im Orbit patrouillieren.

Als nächster Schritt will der kaiserliche Legat des Ostens, Ian Delessian, zusammen mit Pionieren der 10. Nitramischen Raumflotte, die neuen orbitalen Verteidigungsanlagen in Betrieb nehmen und dann das Kaiserreich Hausrya an die kaiserliche Legatin des Nordens, Elaine von Ellesmere übergeben, die für die Entseuchung der Planetensysteme verantwortlich ist. Sobald der Planet vollständig dekontaminiert ist, soll er unter Leitung eines kaiserlichen Vizekönigs wieder urbar gemacht werden.

Nils Kawomba
Über Nils Kawomba 255 Artikel
Nils Kawomba, ehemals Chefredakteur der NNZ (Neue Nitramische Zeitung), ist unser nitramischer Korrespondent in Ventadorn (Ninda).

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