Die Neu-Nitramische Konföderation wird von Außenstehenden oft als Reich der Gärten und Bücher beschrieben. Tatsächlich gehört zu jeder nitramischen Siedlung fast zwangsläufig auch eine größere Bibliothek.
Bibliotheken galten schon immer als ein kulturelles Muss in der nitramischen Gesellschaft. Niemand gilt in Nitramien als wohlhabend und gebildet, wenn er nicht wenigstens eine kleine Privatbibliothek besitzt. Aber auch im Sozialleben sind öffentliche Bibliotheken und Büchereien ein fester Bestandteil. Neben einer Kirche und einer Curia gehört zu jeder nitramischen Siedlung auch eine Bibliothek oder Bücherei. In den meisten nitramischen Teilstaaten ist die kostenlose Nutzung einer Bibliothek ein Grundrecht. Bibliotheksgebäude sind allerdings nicht zur Lesesäle, sondern auf auch Orte für literarische oder politische Debatten oder Workshops. In nicht wenige Bibliotheken ist auch eine Volkshochschule oder Akademie integriert.
Bedeutende aktuelle Bibliotheken
Bibliotheken gibt es in jeder nitramischen Stadt, einige verdienen es aber, gesondert erwähnt zu werden:
Die Nationalbibliothek in Ventadorn
Obwohl die Metropolis von Ventadorn schon länger nicht mehr Hauptstadt der Neu-Nitramischen Konföderation ist, besitzt sie immer noch die bedeutendste Bibliothek – nicht nur weil sie Erbe der Bibliotheken der historischen Vorgängerstädte Celestina und Tristis ist, sondern auch wegen der regen Handelsverbindungen zum Foriensis-Sektor. Dass Ventadorn ein bedeutender Standort für nitramische Verlage ist, trägt sicher auch zur sehr guten Ausstattung der Nationalbibliothek bei, die zu den größten der Konföderation zählt, besonders in den Bereichen Literatur, Informatik, Geografie, Geschichte und Technik.
Die Nationalbibliothek von Tyndalis
Die Nationalbibliothek von Tyndalis in der Hauptstadt Julverne ist zwar nicht die bedeutendste in der Konföderation, allerdings befinden sich hier die meisten Werke des jolantrisch-elbischen Kulturkreises, außerdem macht sich die Nähe der magischen Universität von Julverne bemerkbar, denn nirgendwo sonst gibt es so viele Zauberbücher wie hier. Allerdings ist der Zugang zu magischen Werken eingeschränkt.
Die Nationalbibliothek von Südninda
Die Nationalbibliothek von Südninda befindet sich in Milony Island und beherbergt das Erbe der nindanischen Kultur. Vizekönig Sixtus Priscus von Salis baute sie im 3. Jahrhundert neu auf aus den Überresten der Bibliothek von Chantal. Er erweiterte das Spektrum aber auch deutlich, vor allem bei theologischen und spirituellen Werken und im Bereich der Kunst. Spätere Vizekönige bis hin zu Luisa Amiratu setzten die Tradition fort, sodass die Bibliothek heute wesentlich größer und bedeutender ist, als dies für eine so ländliche Region wie Südninda zu erwarten wäre. Die Nationalbibliothek von Milony Island ist so beliebt, dass man dort für die zahlreichen Besucher eigens Schlafsäle und Gästezimmer eingerichtet hat.
Die Nationalbibliothek von Andrasko
Die Nationalbibliothek der Bundesrepublik Andrasko befindet sich in dessen Hauptstadt Dinopolis. Sie wurde vom legendären andraskanischen Vizekönig Danil Dinopetra begründet und wuchs in späteren demokratischen Zeiten deutlich an. Sie beherbergt heute auch viele Überreste der verlorenen Bibliotheken von Tyrill und Periel, wobei sich die meisten Werke der perillianischen Literatur verteilt in den perillianischen Siedlungen von Andrasko finden. Spezialgebiet der Nationalbibliothek von Andrasko ist tyrillianische Literatur, Schriften zu Botanik und Landwirtschaft und besonders Politikwissenschaften, Geschichte und Rhetorik.
Die hochkönigliche Bibliothek der Jatan
Der Hochkönig der Jatan-Lichtelben, Valean Calcessa, besitzt in seinem Regierungsitz eine der größten öffentlich zugänglichen Privatbibliotheken. Die Bibliothek besitzt so viele auserlesene Werke jolantrisch-elbischer Kultur, dass man dort eigens dafür auch eine Akademie eingerichtet hat, an der sich auch Außenstehende für Gastsemester einschreiben können. Die weitläufige Bibliotheksanlage gilt als eines der schönsten Bauwerke moderner elbischer Architektur.
Die Bibliothek der Markgrafen von Velia
In Velia, der Hauptstadt der gleichnamigen Markgrafschaft, gelegen in Averne, einem Teilstaat der Bundesrepublik Tyndalis, findet sich mit der Bibliothek der Markgrafenfamilie Velar eine der am besten ausgestatteten jolantrisch-elbischen Adelsbibliotheken, die für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Viele Besucher der Stadt kommen nicht nur wegen der schönen Küstenlandschaft, sondern vor allem auch wegen der kostbaren Bücher, darunter sehr kunstfertige Manuskripte und Zauberbücher.
Die Bibliothek von Prinz Tim
Prinz Timotheus Andune gilt nicht nur in Südninda als Kunstliebhaber, er besitzt auch eine sagenhafte Bibliothek mit Manuskripten und bemalten Codices. Sehr gut ausgestattet ist auch die Abteilung über Kunstgeschichte, Maltechniken und allerlei Werken über Kultur und Theater. Die Bibliothek von Prinz Tim befindet sich in Tims Schloss in Westland (Südninda). Tim gründete schon zur Zeit von Vizekönig Valens einen Bibliotheksverbund mit anderen Bibliotheken Südnindas, sodass sie faktisch mit der Nationalbibliothek von Südninda verknüpft ist.
Die Baumbibliothek der Grünfeen von Kournia
Auch wenn es Außenstehende erstaunen mag, besitzen auch die Feen von Neu-Emolas eine relativ umfangreiche Bibliothek in ihrem Feenwald, in einem großen Baum, die sich besonders mit Pflanzen, Botanik und Heilkunde beschäftigt, neuerdings aber auch sehr viel Literatur zum Thema Malerei und Kunsthandwerk aufweist, seit der neue Bibliothekar, Mavi Angabluu, die Verwaltung übernommen hat. Gegründet wurde die Bibliothek ursprünglich von der Grünfee Telia Atanavi, die ihr Kräuterwissen der Allgemeinheit zugänglich machen wollte. Obwohl sich der neue Bibliothekar um Strickleitern bemüht ist es von Vorteil, wenn man fliegen kann oder wenigstens gut klettern kann, um die einzelnen Bibliotheksbereiche auf den verzweigten Baumästen erreichen zu können.
Historische Bibliotheken
Die Bibliothek von Chantal
Die Bibliothek auf der Insel Chantal war die Staatsbibliothek des ehemaligen Großkönigreichs Tize. Hier sammelten die Tizeaner alle Schriften, die sie gekauft, selbst geschrieben oder bei einem ihrer zahlreichen Beutezüge von anderen Nationen Nindas erbeutet hatten. Weil auch schon in Alt-Tize Bücher ein Statussymbol waren, war die Bibliotheksleitung dem tizeanischen Hochadel vorbehalten, ihr bekanntester Bibliothekar war Prinz Bernhard von Dynen. Nach dem Untergang der Königreiche von Ninda bestand die Bibliothek als Insel der Kultur noch eine Weile fort, bis Vizekönig Sixtus Priscus von Salis die Bücher aus der zerfallenden Bibliothek nach Milony Island rettete.
Die kaiserliche Bibliothek von Tristis
Gemessen an heutigen Maßstäben würde die kaiserliche Bibliothek von Tristis eher konventionell wirken, für ihre Epoche war sie, gelegen in der damaligen Hauptstadt Tristis in Neu-Ephriterea aber die größte und modernste ihrer Art. Ihr Spezialgebiet lag bei Literatur und Theologie, aber auch Kulturwissenschaften. Als Neu-Ephriterea und Tristis aufgegeben wurde, wechselten die Bücher zunächst in die neuere Hauptstadt Celestina in Caledan, später dann nach Ventadorn, wo man sie noch heute als Teil dieser Bibliothek findet.
Die Bibliothek von Makra
Die tyrillianische Staatsbibliothek in Makra, der einstigen Hauptstadt von Tyrill, gilt als legendär und enthielt den vollständigen Bestand der tyrillianischen Kultur. Bis auf wenige Werke, die in Kopie noch in Dinopolis lagern, wurde diese Bibliothek bei der Zerstörung des Planeten Tyrill aber komplett vernichtet.
Die Bibliothek von Malenenburg
Die Bibliothek von Malenenburg war die Staatsbibliothek der Perillianer auf dem heute zerstörten Planeten Periel. Bei dessen Zerstörung wurden auch die meisten ihrer Bücher zerstört, sofern sie nicht von Flüchtlingen nach Andrasko oder Tyndalis gerettet wurden.
Die Bibliothek von Treleste
Auch die Bibliothek von Treleste wurde fast komplett zerstört, als die jolantrische Stadt beim Massaker von Treleste von feindlichen Dunkelelbenclans eingeäschert wurde. Einige wenige Überbleibsel wurden dann vor der Zerstörung des Planeten Jolandin noch nach Andrasko gerettet, von wo sie später ihren Weg in die Nationalbibliothek von Tyndalis fanden.
Die kaiserliche Bibliothek von Hausrya
Bei der Übernahme des Kaiserreichs Hausrya fanden die Truppen der 12. nitramischen Raumflotte im Jahr 617 a. C. überraschend auch eine umfangreiche Bibliothek auf dem Nordkontinent in der Nähe des Berges Einsamkeit vor, die von den Plünderungen während der Zeit der Sklavenaufstände komplett verschont geblieben waren, weil sich die Plünderer nicht für Bücher interessierten. Auch wegen dieser Bücher beschlossen das Ostlegat und Kaiser Jitro, eine dauerhafte Kolonie im sonst verwüsteten Hausrya einzurichten, um diese Bücher zu bergen.
Die kaiserliche Bibliothek von Urslruh
Die Bibliothek des ursulischen Kaiserreichs in der Stadt Urslruh (Ninda) ging beim Untergang dieses Reiches im Jahr 512 a. C. zusammen mit der Stadt in hajoidischen Besitz über, welche einen Großteil der ursprünglichen Buchbestände veräußerten oder an das Reich von Altdunien transferierten. Ein Drittel dieser Bücher bildet zusammen mit genuin hajoidischen Werken heute die Nationalbibliothek von Groß-Hajoida. Urslruh wurde später in Gästeheym umbenannt und ist heute eine bei Touristen sehr beliebte hajoidische Stadt.
Bücher in nitramischen Archiven
Es lohnt sich, zu erwähnen, dass sich auch sehr viele Bücher und Manuskripte in den Nitramischen Archiven befinden, die es in jedem Teilstaat der Neu-Nitramischen Konföderation gibt. Diese Buchbestände sind aber meist nicht oder nur mit Voranmeldung für die Öffentlichkeit einsehbar.









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