Nach längerer Zeit folgt hier wieder einmal ein deutschsprachiges Gedicht, was auch den Songtext für einen der Titel in Una Nivas künftigem Musikalbum „The Winter Kingdom“ bildet.
Winterreich, du gnadenloses
Leere Kapelle –
Kalter Stein frisst jedes Wort im Land,
Verlassne Schwellen
Unter Schuhen, Moder, toter Sand.
Meine Liebe, ihr Lachen, längst verfallen,
Kriecht noch durch den engen Flur,
Der Frost hat es zerrissen
Und verschluckt die letzte Spur.
Winterreich, du gnadenloses,
Schattenkreise zieh’n –
Asche zu Asche,
Zeit nun, heimzugeh’n –
Der Rabe ruft sein Krah!
Staub zu Staub,
Rost, Frost nimmt alles hin …
Meine Liebe, nur ein Flimmern
Unter Grabstein, Moos und Zeit,
Alter Mann lebt im Dunkeln
Und die Angst sitzt schon bereit …
Ach, was bleibt noch,
Wenn die letzte Glocke bricht:
Nur ein blasser Schatten
Siecht durch Kiefern, ohne Licht.
Mond, geh leise von dem Dach,
Dein graues Silber zieht vorbei,
Die letzte Türe fällt ins Schloss,
Und ich steh draußen — einerlei
Winterreich, du gnadenloses,
Schattenkreise zieh’n –
Asche zu Asche,
Zeit nun, heimzugeh’n –
Der Rabe ruft sein Krah!
Staub zu Staub,
Rost, Frost nimmt alles hin.
Staub zu Staub,
Rost nimmt alles hin.
* * *
(c) 2026, Martin Dühning







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