Das Reich von Groß-Hajoida ist einer der drei Staaten der dunischen Triarchie auf dem Planeten Ninda und ein wichtiger Verbündeter von Neu-Nitramien.
Politisches System
Das Reich von Groß-Hajoida ist eine konstitutionelle Monarchie und ein Bund von Königreichen unter Führung eines gewählten Großkönigs. Amtierender Großkönig von Hajoida ist Richard von Torrent. Die Regierung wird durch Ministerien ausgeübt und teils absolutistisch von Provinz-Fürsten.
Nominell stünde dem hajoidischen Großkönig der Titel „Kaiser von Georgize“ zu, doch keiner der hajoidischen Könige hat den Titel jemals in Anspruch genommen, um nicht in Kollision zu den Rechtsansprüchen der noch lebenden Erben von Kaiser Georg zu geraten, die teils in, teils außerhalb Hajoida leben. Daher führen die Könige von Hajoida auch nicht die dunischen Wappenfarben.
Staatsflagge und Wappen

Die Staatsflagge von Hajoida ist Rot und Grün in vertikalen Balken und darauf ein kupferfarbener Drache. Das heraldische Rot betont die Verbindung mit dem georgizianischen Kaisertum (bzw. dem Rubinthron der acht legendären Throne Nindas), die Farbe Grün steht für das Volk der Hajoiden.
Je nach Herrschergeschlecht haben die Großkönige auch davon abweichende Farben und Wappentiere, die Harlikaniden führten als königliche Farben die Farben Schwarz und Blau und darüber ein goldener Löwe, Großkönig Richard von Torrent führt die Farben Weiß und Rot und darüber ein goldener Löwe.
Geschichte
Das heutige Hajoida ist der Rechtsnachfolger des georgizianisch-dunischen Kaiserreichs und wurde im 3. Jahrhundert durch das neu eingewanderte Volk der Hajoiden unter deren Stammesführer Harlikanasses gegründet. Dieser war ab etwa 250 a. C. als „Harlikanasses der Große“ der erste hajoidische Großkönig und bekleidete während der Indra-Kriege kurzzeitig das außerordentlich machtvolle nitramische Amt des „Strategos Autokrator“, was ihm Vollmachten auch über die nitramischen Flotten gab.
Harlikanasses der Große begründete die Dynastie der Harlikaniden, die mit Harlikanasses Anor und Harlikanasses Sarin Großhajoida bis etwa 426 a. C. regierten. Danach übernahm bis 490 a. C. faktisch Kardinal Nikolaus als Truchsess die Staatsgeschäfte, nach dessen spurlosem Verschwinden wurde 502 a. C. Richard von Torrent als „Richard I.“ zum derzeit amtierenden hajoidischen Großkönig gewählt. Das Amt des Großkönigs ist seither eher symbolischer Natur, da die wahre politische Macht oft von lokalen Fürsten ausgeübt wird, die oft auch den Titel von Königen tragen. Sehr großen Einfluss auf die hajoidische Politik üben auch die Ministerien und ihre Minister aus, beispielsweise der Wirtschaftsminister, die Innenministerin oder die amtierende Außenministerin Knüpfpünktli Fliederfarb von Bernkastel-Kues. Dabei kommt es oft zu Kompetenzstreitigkeiten. Dies macht die innenpolitischen Abläufe für Außenstehende recht intransparent.

Geografie
Geografisch besetzt Großhajoida heute große Flächen des Planeten Ninda, in den Uplanden seit dem ersten Abkommen von Ninda aus dem Jahr 287 a. C. alle südlichen Gebiete. Großhajoida grenzt an das Königreich Kournia, das Protektorat Azurea, die Vereinigten Provinzen von Südninda und das Protektorat Fearne. Die größte hajoidische Stadt ist die „Fürstenstadt“ des Fürsten Wu, die sich in der Sonnenau, dem früher ursulischen Süd Fearne, befindet. Weitere bedeutende Städte sind Gästeheim in Berenaika, Anorgard, die alte hajoidische Königsstadt während der Harlikanidenherrschaft in Anorien, und Xincheng, die moderne asiatische Metropole der westländischen Hajoiden, die sich ebenfalls in Sonnenau befindet.
Kultur
Ästhetisch bevorzugen die Hajoiden eine an mittelalterlichen und asiatischen Werten ausgerichtete Kriegerkultur. Es gibt in Hajoida sehr viele Burgen und Paläste, in Sonnenau eine sehr lange Festungsmauer. Dennoch hassen Hajoiden Landwirtschaft und betreiben nur Jagd. Weite Teile von Großhajoida sind daher Grassteppe oder Wälder, die allerdings manchmal gerodet werden.
Die hajoidischen Zwerge betreiben auch Bergbau in den Gebirgsregionen. Die Hajoidischen Minen sind allerdings auch als Straflager gefürchtet, wohin unliebsame hajoidische Beamte oder Offiziere zwangsverfrachtet werden.
Religion ist in Form von Ritterorden als politische Macht präsent, Magie genießt ebenso einen hohen Stellenwert, was sich in der Gründung einer magischen Akademie in Xincheng äußerte. Viele Magier üben politische oder diplomatische Ämter aus.
Wirtschaft und Diplomatie
Die Hajoiden schätzen Gastfreundschaft sehr und geben regelmäßig festliche Empfänge im In- und Ausland. Literatur und besonders Bardentum werden aktiv staatlich gefördert. Seit dem fünften Jahrhundert unterhalten einige der Völker, die mit Hajoida verbündet sind, auch diplomatische Beziehungen mit Nitramien, insbesondere das Volk der Zibbo, die inzwischen auch einen Botschafter nach Nitramien geschickt haben und die aktiv bei der Errichtung der Stadt Cair Castanëis in Südninda beteiligt waren.
Wirtschaftlich leben die Hajoiden vom Fernhandel mit ihren Flottentransportern, so sind sie Hauptlieferanten der Altdunier. Wichtig sind auch ihre Dienste als Söldner, wobei hajoidische Generäle trotz der unbestreitbaren Größe der hajoidischen Truppen als eher mäßig begabt und zaudernd gelten, sodass bei den Invasionen der Vergangenheit wichtige Schlachten der jüngsten Vergangenheit trotz Bündnisverträgen oft allein von nitramischen Legaten und deren Truppen ausgetragen werden mussten, sehr zum Ärger nitramischer Politiker. Als historischer Tiefpunkt hajoidischer Kriegsführung gelten die beiden vollständigen Selbstvernichtungen der hajoidischen Flotten in den Jahren 262 a. C. und 480 a. C., was den hundertjährigen Krieg mit den Brynn erst ermöglichte und teilweise zur Folge hatte, dass Vizekönigin Luisa Amiratu die nitramische Nationalgarde alarmieren musste, um hajoidische Gebiete vor Barbareneinfällen zu schützen. Regelmäßig für Ärger sorgen auch nationalistische Aussagen hajoidischer Politiker zu den seit dem 3. Jahrhundert bestehenden Handelsverträgen auf Ninda, die immer wieder mit Vertragskündigung drohen, um den Einfluss nitramischer Händler in Hajoida einzudämmen.
Dennoch nutzt Hajoida die bestehenden Handelsverträge sehr intensiv, um über den föderalen Handelsmagistrat seltene Fernhandelsgüter zu importieren und ist ein wichtiger Absatzmarkt für Produkte aus den Vereinigten Provinzen von Südninda. Auch importieren die Hajoiden sehr viele technische Produkte aus Ventadorn. Somit bleibt Hajoida faktisch wichtigster lokaler Handelspartner und Verbündeter von Neu-Nitramien.
Offizielle Botschafterin für Nitramien in Hajoida ist Vinna von Tergenz, offizieller Botschafter von Hajoida in Nitramien ist Sir Benas von Löwen. Noch aus Zeiten der Harlikaniden unterhalten die Hajoiden einen sehr freundschaftlichen Austausch mit Milony von Dumont, zu dem sie, seit er König des freien Königreiches von Kournia geworden ist, auch eigene Botschafter geschickt haben.








