Neu-Nitramien begeht Tag Tristis

Generalsekretär Mikas Raenarven auf dem Weg zum Föderalen Rat in Julverne (Grafik: Martin Dühning, KI-bearbeitet)
Generalsekretär Mikas Raenarven auf dem Weg zum Föderalen Rat in Julverne (Grafik: Martin Dühning, KI-bearbeitet)

In der Neu-Nitramischen Konföderation wurde am 3. Oktober der traditionelle „Tag Tristis“ begangen, der in Nitramien als Staatstrauertag gilt. Am 3. Oktober des Jahres 234 a. C. war seinerzeit bei der Jahrhundertkatastrophe die alte Kultur von Ninda untergegangen.

Der Tag Tristis ist traditionell ein sehr zwiespältiger Feiertag: Einerseits wurde am 3. Oktober 234 die Provinz Neu-Ephriterea in Muellarmin gegegründet mit der neuen Hauptstadt Tristis, womit die gleichnamige Epoche der Tristis (234 – 328 a. C.) begann, ein Zeitalter, das als Beginn der modernen nitramischen Zivilisation gilt, andererseits brachen am gleichen Tag die Kulturen und Nationen auf Ninda zusammen. In Neu-Nitramien gilt auch drei Zeitalter später der Tag deshalb als Unglückstag und wird eher als Staatstrauertag begangen.

Entsprechend verhalten eröffnete Generalsekretär Mikas Raenarven die Feierlichkeiten am 3. Oktober 618 a. C. in der aktuellen Hauptstadt der Neu-Nitramischen Konföderation, der Metropolis Julverne: „Der Tag Tristis erinnert uns daran, wie fragil auch mächtige Reiche letztlich bleiben und dass in dieser Welt nichts von Dauer ist. Allerdings erinnert uns dieser Tag auch daran, dass jedes Ende auch Neubeginn sein kann – gerade in diesen schwierigen Zeiten kann uns das auch Inspiration und Trost sein.“ – Leben, so erläuterte Generalsekretär Raenarven, finde im Herzen statt, nicht in Konstrukten wie Staaten oder Gesetzeswerken. Und wo Leben sei, sei auch noch Hoffnung. Dies gelte universell und immer, über alle Jahrhunderte hinweg.

Auch auf Ninda wurde der Tag Tristis begangen. Vizekönigin Luisa Amiratu lobte in ihrer Rede vor dem Palais der Vizekönige in Milony Island, Hauptstadt der Vereinigten Provinzen von Südninda, das Durchhaltevermögen der Bevölkerung in den zurückliegenden sehr schwierigen Jahren von Jahrhunderthitze, Dürre und Missernten. Sie äußerte die Hoffnung, dass nun wieder bessere Zeiten anbrächen, wenn auch die Ernte dieser Saison verloren sei. Gleichzeitig versprach sie beim Wiederaufbau des Reiches Hausrya mitzuhelfen, so es möglich sei. „Hausrya war die Zwillingsnation zu Ninda und obwohl dort vieles moderner gewesen ist und die Kaiserin eine letztlich kluge Regentin gewesen ist, sind Hausrya und Wyrtenberga durch unglückliche Schicksalsschläge doch so tragisch gefallen. Wir wollen helfen, was von ihr und ihrem Reich bleibt, in ehrenhaftem Andenken zu wahren und was blieb, für die Zukunft erhalten. Dafür werden wir natürlich die notwendigen Hilfsgüter zur Verfügung stellen, obwohl es uns selber eigentlich recht schlecht geht.“

Nils Kawomba
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Nils Kawomba, ehemals Chefredakteur der NNZ (Neue Nitramische Zeitung), ist unser nitramischer Korrespondent in Ventadorn (Ninda).

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