Der zweite Tag im Süden: Am Strand…

Der Vorteil, wenn man ganz außerhalb der Saison reist ist, dass man fast den ganzen Strand für sich alleine hat und zwischen zwanzig schönen leeren Strandliegen wählen kann.

Gut, der Strand hier ist insgesamt recht klein und hat etwas Künstliches an sich: Er IST auch künstlich, der Sand wurde extra für die Touristen aus der Sahara antransportiert, weil Sandstrände eben beliebter sind als Felsenküsten. Inzwischen ist ein Großteil des Sandes wieder verloren gegangen, der Ozean hat ihn sich geholt, der restliche Strand könnte in ein Holodeck passen. Mir reicht das aber erst einmal. Und wenn es eine solche Holodecksimulation zu kaufen gäbe, würde ich sie mir wohl zulegen. So ein bisschen Strand für sich könnte man nämlich regelmäßig gebrauchen, vor allem im Winter.

Müde wintergebleichte Füße an einem fast schon sommerlichen Strand im tiefen Süden...
Müde wintergebleichte Füße an einem fast schon sommerlichen Strand im tiefen Süden…

Für die Füße ist hier noch genug Sand da, das Meer rauscht gemächlich und duftet auch etwas nach Algen, seltsamerweise aber gar nicht so nach Salz wie die heimische Nordsee. Dafür ist es aber auch rund um die Uhr für einen da und man muss sich nicht nach den Tiden richten wie in Ostfriesland, wo oft durch Abwesenheit glänzte bei meinem letzten Urlaub. Ebbe und Flut gibt es hier wohl auch, aber der Unterschied ist kaum bemerktbar. Mehr als einen Meter kann es wohl nicht ausmachen.

Heute scheint sogar ein wenig die Sonne, fast sommerlich, es hat gute 20° C und der Himmel ist weißlich-blass bis blau. Doch ab und zu weht ein frischer Wind, deshalb bleibt der Strand fast leer, es sind nicht viele Besucher außer mir da.

Für morgen habe ich mir ein Fahrrad geordert, da kann ich dann mal weiter die Umgebung erkunden.

Hui! Nun baden sogar ein paar hartgesottene Leute im Meer trotz der Wellen…