Schriftenspielereien im Oktober

Wenn auch die Druckausgaben von Niarts Anastratin auf sich warten lassen, so haben wir die Typografie doch noch nicht aufgegeben. Einige hübsche neue Fonts bereichern das Portfolio, und Serif PagePlus X9, das neue DTP-Programm, hat sich bereits praktisch bewährt.

So schmückten Anfang September 2016 einige mit Serif PagePlus X9 erstellte Plakate das Hochrhein-Gymnasium, nach langer Absenz ein kreatives Lebenszeichen, auch die Flyer zum Schuljahresanfangsgottesdienst 2016/2017 wurden damit publiziert und hausintern bei Niarts allerlei Grafiken im Zuge unserer neuen, familieninternen Fantasy-Romane.

Dabei kamen auch allerlei neue Schriftarten zum Einsatz, denn der Trend zum Lettering hat auch erfreuliche Auswirkungen auf die Schriftartenbranche – die langweilig-synthetischen Serifenlosen sind auf dem Rückzug, ihr Monopol im Web gebrochen, eine ganze Reihe neuer Scriptfonts und Serifenschriften sind 2016 erschienen. Das zollt sicher auch dem Umstand Rechnung, dass immer mehr Anwender über hochauflösende Monitore verfügen, die gerade bei der Darstellung solcher Schriften brillieren.

Ein Artikel in Open Serif gelayoutet. (Grafik: Martin Dühning)
Ein Artikel in Open Serif gelayoutet. (Grafik: Martin Dühning)
Zum Vergleich der gleiche Text in der Schriftfamilie Droid Serif (Grafik: Martin Dühning)
Zum Vergleich der gleiche Text in der Schriftfamilie Droid Serif (Grafik: Martin Dühning)

Schon seit vielen Monaten setzt Anastratin.de für seine Überschriften Droid Serif ein als Pairingpartner zur in den Artikeln als Brotschrift verwendeten Open Sans. Zu letzterer hat der Schriftdesigner Steve Matteson nun eigens ein Serifenpendant erschaffen: Open Serif. Die Schrift ist wirklich gut auf Open Sans abgestimmt, aber auch solo zu verwenden, enthält 14 Schnitte, die von Windows-DPT-Programmen allerdings in der aktuellen Fassung (September 2016) noch nicht automatisch zugeordnet werden, sodass man die Kursiv- und Fettschriftschnitte von Hand zuweisen muss. Dafür liefert die Familie über Sonderzeichen bis zu Ligaturen alles mit, was das Typografenherz begehrt, in Bitstreams Sonderaktion zur Neuerscheinung war sie sogar recht preiswert zu haben.

Cosmopolitan Bold von Fenotype (Grafik: Martin Dühning)
Cosmopolitan Bold von Fenotype (Grafik: Martin Dühning)

Neu erschienen ist auch der Font Cosmopolitan von Fenotype, der in seiner Scriptvariante klassische Neonreklamen nachahmt. Diese Schriftartfamilie verfügt über insgesamt 15 Schnitte, darunter neben den Scriptvarianten auch eine Sans Serif Schriftfamilie und Symbolfonts.