Erste Herbstimpressionen

Schon ist der Herbst wieder eingezogen ins Klettgauland und es gibt ein paar erste Herbstimpressionen. Das Waschküchenwetter lässt allerdings nur teilweise einen goldigen Oktober durchscheinen.

Im Makrokosmos des Gartens lassen sich auch im Oktober 2014 noch spätsommerliche Momente ausmachen - hier erstrahlt eine Kosmee. (Foto: Martin Dühning)
Im Mikrokosmos des Gartens lassen sich auch im Oktober 2014 noch spätsommerliche Momente ausmachen – hier erstrahlt eine Kosmee. (Foto: Martin Dühning)
Die meisten Sonnenblumen im Garten sind bereits verblüht - es gibt aber noch vereinzelt ein paar kleine Nachzügler. (Foto: Martin Dühning)
Die meisten Sonnenblumen im Garten sind bereits verblüht – es gibt aber noch vereinzelt ein paar kleine Nachzügler. (Foto: Martin Dühning)
Naschhafte Schmetterlinge tun sich an den Überresten der heimischen Obsternte gütlich. (Foto: Martin Dühning)
Naschhafte Schmetterlinge tun sich an den Überresten der heimischen Obsternte gütlich. (Foto: Martin Dühning)
Auf den Feldern der Bauern im Klettgau hat unterdessen bereits der Martinisommer begonnen bzw. ein "falscher Frühling" - hier blühen Phacelia und Rasp wie anderorts im Mai. (Foto: Martin Dühning)
Auf den Feldern der Bauern im Klettgau hat unterdessen bereits der Martinisommer begonnen bzw. ein „falscher Frühling“ – hier blühen Phacelia und Rasp wie anderorts im Mai. (Foto: Martin Dühning)
Wenn die Oktobersonne spätnachmittags zur Teezeit den Hochnebel endlich aufgelöst hat, scheint auch nochmal blauer Himmel im Klettgau durch. (Foto: Martin Dühning)
Wenn die Oktobersonne spätnachmittags zur Teezeit den Hochnebel endlich aufgelöst hat, scheint auch nochmal blauer Himmel im Klettgau durch. (Foto: Martin Dühning)

Erster Erfolg der doch wechselhaften Witterung ist neben der bunten Färbung des Laubes auch eine durchwachsene Erkältung des Blogbetreibers, sodass zwar ein kleines, wehmütiges Gedicht zustande kam, allerdings wenig lyrische Gefühle dabei aufkamen:

Nachklang
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S’ist doch erst Morgen gewesen,
Nun senkt schon die Sonne sich wieder,
Und die Amsel schlägt ihr letztes Lied
An, zwischen Wolken und Regenbogen:
So geht die Zeit.

S’ist doch erst Juni gewesen,
Nun wehen wieder kalte Winde
Und Regenfluten ergießen Schauder,
Wo wir im Schatten uns kühlten,
Als August war, der Sommer ewig schien:
So geht die Zeit.

S’ist doch erst Jugend gewesen,
Wo wir beruflich hinwerkeln,
Von ach so vielen unsrer Träume
Blieb doch nur Alltagseile,
Und Küsse haben keine Zeit mehr,
Wenn wir von A nach B hechten:
So geht die Zeit.

S’ist doch ein Leben gewesen,
Ganz zwischen Frühling und Winter,
Die kamen und gingen immer wieder,
Und wir mit ihnen, und manch andere
Die waren, doch wir trafen sie nie,
Als sich unsere Seiten füllten,
Unseres kleinlichen Lebensbuches:
So geht die Zeit.

Text und Fotos: Martin Dühning

Wenn noch ein paar schöne Tage und Wochen folgen, werden die Fotos und noch ein paar andere in einem neuen Anastratin-Album mit Herbstfotos 2014 konserviert.