Requiem

Schale mit Fürbittkerzen beim Requiem-Gottesdienst (Foto: Martin Dühning)
Schale mit Fürbittkerzen beim Requiem-Gottesdienst (Foto: Martin Dühning)

Am Freitag, den 2. November 2018, Allerseelen, fand die Requiem-Messe in Herz-Jesu für die Verstorbenen von St. Andreas und Herz-Jesu Lauchringen statt. Wir waren dabei.

Seit einigen Jahren wird die Novemberzeit ja durch konsumistisches Halloween überschattet. Umso erfreuter war ich also, als wir Ende Oktober einen persönlichen Brief vom Seelsorgeteam bekamen, der uns zum Requiem-Gottesdienst einlud, wo auch meiner am 1. Dezember vergangenen Jahres verstorbenen Mutter gedacht wurde – sogar mit einer Eucharistiefeier.

Wir nicht anders zu erwarten war (und entgegen der Befürchtungen meiner Familie) fand der Gottesdienst in heimeliger Atmosphäre statt, anders als die besuchermäßig völlig überfüllten Feiertagsmessen. Den kleineren Rahmen empfand ich als sehr angenehm und er passte auch viel besser zum eher besinnlichen Anlass als es ein Massenansturm getan hätte.

Sehr hübsch war auch die Idee mit den Kerzen – eine große gab es für jeden Verstorbenen der Gemeinde in diesem Jahr, kleine Kerzenstifte durften die Besucher für persönliche Anliegen bei den Fürbitten entzünden. Bedenklich war allenfalls, wie viele Tote in diesem Jahr in unseren beiden Pfarrgemeinden zu beklagen waren – und auch einige vertraute Namen waren darunter.

Votivkerzen beim Altar zum Ende des Requiem-Gottesdienstes in Herz-Jesu (Foto: Martin Dühning).
Votivkerzen beim Altar zum Ende des Requiem-Gottesdienstes in Herz-Jesu (Foto: Martin Dühning).

Dennoch, Schmerz wird erträglicher im Gebet und mit Gottes Zuspruch. Alles in allem war es eine sehr schöne, besinnliche Stunde und ein kleiner Feiertag, der diesen Namen auch verdient.

Über Martin Dühning 972 Artikel
Martin Dühning, geb. 1975, studierte Germanistik, kath. Theologie und Geschichte in Freiburg im Breisgau, arbeitet am Hochrhein-Gymnasium in Waldshut und ist Gründer, Herausgeber und Chefredakteur von Anastratin.de.