Aurynas-See fast ausgetrocknet

Versteppte Landschaft am Aurynas-See, Provinz Kronlande, Südninda (Foto: Nils Kawomba)
Versteppte Landschaft am Aurynas-See, Provinz Kronlande, Südninda (Foto: Nils Kawomba)

Die aktuelle Hitzewelle führt in den Vereinigten Provinzen von Südninda zu Dürre – der Aurynas-See ist bereits fast ausgetrocknet. Experten warnen vor den ökologischen Folgen.

Es herrscht noch nicht lange Sommersaison, aber der Aurynas-See, der größte Binnensee der Vereinigten Provinzen von Südninda, ist nun schon fast ausgetrocknet. Das ist ungewöhnlich für die Jahreszeit und ein Problem für den Aurynas-Nationalpark, der hauptsächlich vom Wasser dieses Sees gespeist wird.

Großer See von Aurynas Drâs mit Blick auf die Berge von Terra Umbra (Grafik: Martin Dühning)
Großer See von Aurynas Drâs mit Blick auf die Berge von Terra Umbra (Grafik: Martin Dühning)

Bevor der künstliche See unter Vizekönig Thomas Williams zu Beginn des fünften Jahrhunderts im südlichen Medea angelegt wurde, war die Landschaft darum herum weithin eine trockene Steppe. Seither wurde das „Goldene Tal“, wie der Name „Aurynas Drâs“ übersetzt bedeutet, zu einer blühenden Landschaft mit Pinienwäldern und Blütenfeldern aufgeforstet. Ohne das Wasser des Sees droht die Landschaft wieder zu einer trostlosen Halbwüste zu werden. Experten warnen, dass dadurch die kompletten Begrünungsprojekte der vergangenen Jahrhunderte in Gefahr sind.

Vizekönigin Luisa Amiratu sieht derzeit keine Möglichkeit, den See wieder künstlich mit Wasser aufzufüllen: „Bei den aktuellen Temperaturen kann die Nationalgarde nicht arbeiten, außerdem verfügen wir nicht über soviel Wasser, um mitten im Sommer einen so großen See zu befüllen. Die Zisternen reichen nur, um die Felder von Nova Valentia und Verdenz zu bewässern. Auch das innere Meer von Südninda ebbt derzeit bereits ab, zudem wäre dessen Wasser ökologisch nicht geeignet. Wir müssen auf Regenfälle hoffen und warten.“

Meteorologen sehen einen Hoffnungsschimmer, da sich in absehbarer Zeit abzeichnet, dass die Hitzewelle erst einmal wieder durch eine kurze Phase mit Regenfällen abgelöst wird. Allerdings wird bezweifelt, dass die Menge ausreichen wird, um den See zu befüllen, zumal die Sommersaison erst begonnen hat.

Nils Kawomba
Über Nils Kawomba 233 Artikel
Nils Kawomba, ehemals Chefredakteur der NNZ (Neue Nitramische Zeitung), ist unser nitramischer Korrespondent in Ventadorn (Ninda).

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