Die Nationalgarde ist in jedem Teilstaat der Neu-Nitramischen Konföderation eine wichtige Institution zur Krisenbekämpfung und Verteidigung. Nationalgarden in den Teilstaaten sind voneinander unabhängig, aber nach einem festen Schema aufgebaut.
Aufbau und Organisation
Die Nationalgarden sind nationengebundene, planetare Einsatztruppen, im Unterschied zu den 12 nitramischen Raumflotten, die als Bundestruppen im interstellaren Raum agieren. Überschneidungen gibt es bei Pionierarbeiten wie Städtebau oder der Erschließung und Verteidigung von Provinzen.
Zum festen Bestand der Nationalgarde gehören die sogenannten Legionäre der Nationalgarde, die als Berufssoldaten und Berufspioniere fest angestellt sind und auf Ebene der Teilstaaten bezahlt werden. Daneben gibt es die sogenannten Rekrutierten. Dabei handelt es sich entweder um Zwangsrekrutierte, die mit ihrem Dienst in der Nationalgarde Haft- oder Geldstrafen verbüßen, oder um ehrenamtlich tätige Reservisten, die fallweise einberufen werden.
Oberste Leitung der Nationalgarde übt der sogenannte Taxiarch aus (der vom Rang her einem Generalfeldmarschall entspricht). Unter seinem Kommando stehen die Präfekten der Distrikte. In kaiserlichen Provinzen üben diese Präfekten auch verwaltungstechnische und exekutive Tätigkeiten aus. Die restlichen Ränge ähneln denen stehender Heere und sind in Commodore, Captain, Lieutenant, Segeant und Ensign bei den Offizieren, sowie Corporal und Private bei den Soldatenrängen oder Technicians (vier Ränge T1 bis T4) für die Pioniere und Spezialisten.
Aufgabenbereiche
Tätig wird die Nationalgarde zu Lande, in der Luft, aber teilweise auch zu Wasser, wobei das Hauptaugenmerk militärisch auf Bodentruppen und Luftabwehr liegt, da hier die Verteidigung und der Zivilschutz im Vordergrund steht. Besonders wichtig sind auch die Pioniere, die umfangreiche Ausrüstung für Forstarbeiten, Straßenbau und Katastrophenschutz haben und beispielsweise auch als Feuerwehr gegen Waldbrände zum Einsatz kommen.
In einigen Teilstaaten, wie beispielsweise den Vereinigten Provinzen von Südninda, betreibt die Nationalgarde auch landwirtschaftliche Großanlagen wie die kaiserlichen Plantagen von Nova Valentia oder bei Aurynas Drâs.
Die Nationalgarde operiert in der Regel von Forts aus, die auf dem Land meist als Kastron (Festungsstadt) ausgebaut sind. Diese liegen meist in gefährdeten Gebieten oder an der Grenze, am Beispiel Südninda: in Alexandretta und Tirocastris (an der Grenze zu Hajoida), bei den kaiserlichen Provinzen in Farmville (Nova Valentia) und bei Porta Nyktis (an der Grenze zur Hexe der Verwüstung bei den schwarzen Seen).
Das Oberkommando der Nationalgarde übt formell das Landesoberhaupt aus, sofern eine geeignete militärische Eignung besteht, die durch Prüfung sichergestellt werden muss. In einigen Ländern, wie beispielsweise den Vereinigten Provinzen von Südninda, untersteht die Nationalgarde direkt dem Kaiser und die örtlichen Stellvertreter haben nur Teilvollmachten. So hat beispielsweise Vizekönigin Luisa Amiratu, die nur eine Militärausbildung zur Kastellanin abgeschlossen hat, nur über die Pioniere der Nationalgarde direkten Oberfehl, während der dortige Taxiarch direkt dem Kaiser untersteht und stellvertretend durch den Legaten des Südens kommandiert wird.
Uniformen
Traditionell sind die Uniformen der Nationalgarde Silbergrau mit farbigen Reverts, die je nach Teilstaat unterschiedlich gefärbt sind: Gelb für kaiserliche Provinzen wie z. B. Südninda, Blau für Freistädte wie z. B. Ventadorn, Rot für Tyndalis, Grün für Andrasko, Violett für Megara und schwarze Reverts für Protektorate wie z. B. Azurea. Kopfbedeckungen variieren je nach Teilstaat und Aufgabenbereich. In manchen Staaten werden Filzhüte oder Mützen getragen, manchmal auch Schutzhelme.








