Mit Purcell durch den heißen Sommer: Songs of Passion

Statue von Henry Purcell in Oxford (Foto: Dona Agavrilov via Pexels)
Statue von Henry Purcell in Oxford (Foto: Dona Agavrilov via Pexels)

Das Musikalbum „Songs of Passion“ versammelt prominente Titel von John Dowland und Henry Purcell und erschien schon 2025. Im heißen Sommer 2026 erfrischt es weiter musikalisch.

Der Lautist Thomas Dunford und die Sopranistin Lea Desandre bringen klassische Musikstücke der englischen Komponisten John Dowland und Henry Purcell zu Gehör, sphärisch unterstützt vom Jupiter Vocal Ensemble und Instrumentalisten unter Leitung von Thomas Dunford. Gekonnt werden die melancholischen Melodien des Lautisten John Dowland und des bekannten Barockkomponisten Henry Purcell intoniert, nicht zu exotisch, mit Tiefgang, aber ohne übermäßige Schwere, energetisch, was besonders an den sehr heißen Sommertagen des Juli 2026 erfrischt. „Songs of Passion“ umfasst 2 CDs mit jeweils 12 und 15 Stücken. Der erste Teil ist John Dowland gewidmet, der zweite Henry Purcell.

Das Album solle keine Retrospektive, keine Paradevorführung sein, so lässt das Booklet wissen, sondern eine in Musik gespiegelte Lebensweise, die es immer gegeben habe, die es immer gegeben habe, die gespielt, geteilt und weitergegeben worden sei. So bleibt der Originalcharakter der Stücke erhalten, dennoch wirkt das Album wohltuend aktuell, wozu ein sehr kristallin-klar eingespielter Klang beiträgt, der sowohl die Vokalisten wie auch die Instrumente wie Gambe, Violinen, Viola, lebendig einfängt, besonders aber die virtuos gespielte Laute von Thomas Dunford. Vokalistisch dominiert die Sopranistin Lea Desandre, besonders in den Stücken von Henry Purcell, passend zur Sommerzeit Auszüge aus „The Fairy Queen“ und „Dido and Aeneas“.

Auf der digitalen Ausgabe bei Amazon findet sich im zweiten Teil als 16. Song noch ein Bonustitel – „Take me back to you“, der etwas aus dem ansonsten rein klassischen Rahmen fällt.

Erschienen ist das Album beim Label Erato (Warner) bereits im Herbst 2025. Anlässlich der aktuellen Tour des Jupiter Ensembles wird es in den Medien wieder aktuell bespielt.

 

Über Martin Dühning 1.703 Artikel
Martin Dühning, geb. 1975, studierte Germanistik, kath. Theologie und Geschichte in Freiburg im Breisgau sowie Informatik in Konstanz, arbeitet als Lehrkraft am Hochrhein-Gymnasium in Waldshut und ist Gründer, Herausgeber und Chefredakteur von Anastratin.de.

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